Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Benckiserbad

Von PFENZ
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Das Benckiserbad war ein öffentliches Schwimmbad in Pforzheim. Es wurde am 20. Juni 1921 eröffnet.

Das 130 Meter lange Schwimmbecken befand sich auf einem Gelände mit einer Gesamtfläche von circa 2.100 m² zwischen dem Benckiserwehr und der Benckiserstraße. In das Badeglände wurde auch das für die Erweiterung der Simmlerstraße vorgesehene Gelände mit einbezogen.

Anfangs waren nur männliche Badegäste zugelassen. Ab Oktober 1921 wurden auch weibliche Badegäste zugelassen.

Mit der Eröffnung des Nagoldfreibades gingen die Besucherzahlen zurück, mit der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Bad komplett geschlossen.

Das Benckiser-Flußbad Wenige Meter westlich der Benckiserbrücke befand sich einst das Benckiserbad, ein Flussbad in der aufgestauten Enz. Als es am 20. Juni 1921, einem Montag, mit sportlichen Veranstaltungen des 1. Badischen Schwimmclubs Pforzheim eingeweiht wurde, betrug die Wassertemperatur elf Grad Celsius. Kurioserweise war das Benckiserbad zunächst nur als Männer- und Knabenbad gedacht. Als jedoch die Pforzheimer „Frauenwelt“ heftig protestierte, wurde das Bad auch dem weiblichen Geschlecht zugänglich gemacht. Die ersten Entwürfe für ein Flussbad im Westen der Stadt gingen auf das Jahr 1911 zurück. Diese Entwürfe konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden. Erst als ein Absturzwehr errichtet wurde, konnte innerhalb des bestehenden Korrektionsprofils ein Schwimmbecken geschaffen werden, ohne dass aufwändige Einbauten erforderlich wurden, die sonst eventuell den Hochwasserabfluß behindert hätten. Das so entstandene Benckiserbad hatte eine Länge von 130 Meter und eine größte Wassertiefe von 1,88 Meter. Die Gesamtkosten betrugen rund 215 000 Mark. Weitere 20 000 Mark mussten für das Inventar (Tische, Bänke, Stühle, Badetextilien usw.) aufgebracht werden. Sparsamkeit war deshalb oberstes Gebot. Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2100 m² und befand sich in städtischem Besitz. Zwischen dem Benckiserwehr und der Benckiserstraße wurde das für die Verlängerung der Simmlerstraße vorgesehene Gelände in das Anlagegebiet des Freibades einbezogen. Der Zugang zum Bad erfolgte von der Schwebelstraße aus, damit das Bad für Straßenbahnbenutzer leicht von der Haltestelle Westliche Karl-Friedrich-Straße erreicht werden konnte. Am Eingang des Benckiserbades befand sich ein Kassenhäuschen, in nördlicher Richtung entlang der Einfriedigung waren eine Einstellhalle für Fahrräder und eine Auskleidehalle für das Sonnenbad angeordnet. Für dieses Sonnenbad war, nördlich des Werkkanals, eine Rasen- und Kiesfläche vorgesehen, begrenzt durch die Schwebel-, Zerrenner- und Benckiserstraße und im Ausmaß von 48 auf 65 Meter. Über dem Werkkanal wurde eine Brausehalle in einfachem Holzfachwerk mit Bretterschalung erstellt. Diese Halle erhielt in der Mitte einen Turmaufbau, in den in Höhe von fünf Meter ein Holzbehälter für die Brausen eingebaut wurde. Durch eine Pumpe wurde das Wasser direkt aus dem Werkkanal entnommen und in den Hochbehälter gedrückt. Der Wasserabfluß erfolgte wieder in den Werkkanal, so dass jede Kanalisation entfallen konnte. Die Technik der Kläranlage war zu dieser Zeit noch nicht entwickelt. Erst vier Monate nach Errichtung des Benckiser-Bades hatten Frauen Zutritt. Das Bad wurde so umgestaltet, dass ein „Familienbad“ entstehen konnte. Das Becken für Nichtschwimmer war ein Meter tief, ansonsten reichte die Wassertiefe bis 1,88 Meter. Den Zugang zu den Becken vermittelten fünf in die Böschung eingebaute Treppen aus Sandstein. Die ganze Anlage wurde durch einen zwei Meter hohen Bretterzaun abgegrenzt. Innerhalb des Bades trugen Sträucher zur Verschönerung bei (Textauszüge Pforzheimer Kurier vom 04. Juni 1955) Eingang Brausehalle mit Turm Sonnenbad Aufstau Trinkwasser Auskleidehalle für Männer Auskleidehalle für Kinder Flußbad Treppen Bretterwand als Abgrenzung, Begrünung Enz Das Benckiser-Flußbad Wenige Meter westlich der Benckiserbrücke befand sich einst das Benckiserbad, ein Flussbad in der aufgestauten Enz. Als es am 20. Juni 1921, einem Montag, mit sportlichen Veranstaltungen des 1. Badischen Schwimmclubs Pforzheim eingeweiht wurde, betrug die Wassertemperatur elf Grad Celsius. Kurioserweise war das Benckiserbad zunächst nur als Männer- und Knabenbad gedacht. Als jedoch die Pforzheimer „Frauenwelt“ heftig protestierte, wurde das Bad auch dem weiblichen Geschlecht zugänglich gemacht. Die ersten Entwürfe für ein Flussbad im Westen der Stadt gingen auf das Jahr 1911 zurück. Diese Entwürfe konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden. Erst als ein Absturzwehr errichtet wurde, konnte innerhalb des bestehenden Korrektionsprofils ein Schwimmbecken geschaffen werden, ohne dass aufwändige Einbauten erforderlich wurden, die sonst eventuell den Hochwasserabfluß behindert hätten. Das so entstandene Benckiserbad hatte eine Länge von 130 Meter und eine größte Wassertiefe von 1,88 Meter. Die Gesamtkosten betrugen rund 215 000 Mark. Weitere 20 000 Mark mussten für das Inventar (Tische, Bänke, Stühle, Badetextilien usw.) aufgebracht werden. Sparsamkeit war deshalb oberstes Gebot. Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2100 m² und befand sich in städtischem Besitz. Zwischen dem Benckiserwehr und der Benckiserstraße wurde das für die Verlängerung der Simmlerstraße vorgesehene Gelände in das Anlagegebiet des Freibades einbezogen. Der Zugang zum Bad erfolgte von der Schwebelstraße aus, damit das Bad für Straßenbahnbenutzer leicht von der Haltestelle Westliche Karl-Friedrich-Straße erreicht werden konnte. Am Eingang des Benckiserbades befand sich ein Kassenhäuschen, in nördlicher Richtung entlang der Einfriedigung waren eine Einstellhalle für Fahrräder und eine Auskleidehalle für das Sonnenbad angeordnet. Für dieses Sonnenbad war, nördlich des Werkkanals, eine Rasen- und Kiesfläche vorgesehen, begrenzt durch die Schwebel-, Zerrenner- und Benckiserstraße und im Ausmaß von 48 auf 65 Meter. Über dem Werkkanal wurde eine Brausehalle in einfachem Holzfachwerk mit Bretterschalung erstellt. Diese Halle erhielt in der Mitte einen Turmaufbau, in den in Höhe von fünf Meter ein Holzbehälter für die Brausen eingebaut wurde. Durch eine Pumpe wurde das Wasser direkt aus dem Werkkanal entnommen und in den Hochbehälter gedrückt. Der Wasserabfluß erfolgte wieder in den Werkkanal, so dass jede Kanalisation entfallen konnte. Die Technik der Kläranlage war zu dieser Zeit noch nicht entwickelt. Erst vier Monate nach Errichtung des Benckiser-Bades hatten Frauen Zutritt. Das Bad wurde so umgestaltet, dass ein „Familienbad“ entstehen konnte. Das Becken für Nichtschwimmer war ein Meter tief, ansonsten reichte die Wassertiefe bis 1,88 Meter. Den Zugang zu den Becken vermittelten fünf in die Böschung eingebaute Treppen aus Sandstein. Die ganze Anlage wurde durch einen zwei Meter hohen Bretterzaun abgegrenzt. Innerhalb des Bades trugen Sträucher zur Verschönerung bei (Textauszüge Pforzheimer Kurier vom 04. Juni 1955) Eingang Brausehalle mit Turm Sonnenbad Aufstau Trinkwasser Auskleidehalle für Männer Auskleidehalle für Kinder Flußbad Treppen Bretterwand als Abgrenzung, Begrünung Enz Das Benckiser-Flußbad Wenige Meter westlich der Benckiserbrücke befand sich einst das Benckiserbad, ein Flussbad in der aufgestauten Enz. Als es am 20. Juni 1921, einem Montag, mit sportlichen Veranstaltungen des 1. Badischen Schwimmclubs Pforzheim eingeweiht wurde, betrug die Wassertemperatur elf Grad Celsius. Kurioserweise war das Benckiserbad zunächst nur als Männer- und Knabenbad gedacht. Als jedoch die Pforzheimer „Frauenwelt“ heftig protestierte, wurde das Bad auch dem weiblichen Geschlecht zugänglich gemacht. Die ersten Entwürfe für ein Flussbad im Westen der Stadt gingen auf das Jahr 1911 zurück. Diese Entwürfe konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden. Erst als ein Absturzwehr errichtet wurde, konnte innerhalb des bestehenden Korrektionsprofils ein Schwimmbecken geschaffen werden, ohne dass aufwändige Einbauten erforderlich wurden, die sonst eventuell den Hochwasserabfluß behindert hätten. Das so entstandene Benckiserbad hatte eine Länge von 130 Meter und eine größte Wassertiefe von 1,88 Meter. Die Gesamtkosten betrugen rund 215 000 Mark. Weitere 20 000 Mark mussten für das Inventar (Tische, Bänke, Stühle, Badetextilien usw.) aufgebracht werden. Sparsamkeit war deshalb oberstes Gebot. Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2100 m² und befand sich in städtischem Besitz. Zwischen dem Benckiserwehr und der Benckiserstraße wurde das für die Verlängerung der Simmlerstraße vorgesehene Gelände in das Anlagegebiet des Freibades einbezogen. Der Zugang zum Bad erfolgte von der Schwebelstraße aus, damit das Bad für Straßenbahnbenutzer leicht von der Haltestelle Westliche Karl-Friedrich-Straße erreicht werden konnte. Am Eingang des Benckiserbades befand sich ein Kassenhäuschen, in nördlicher Richtung entlang der Einfriedigung waren eine Einstellhalle für Fahrräder und eine Auskleidehalle für das Sonnenbad angeordnet. Für dieses Sonnenbad war, nördlich des Werkkanals, eine Rasen- und Kiesfläche vorgesehen, begrenzt durch die Schwebel-, Zerrenner- und Benckiserstraße und im Ausmaß von 48 auf 65 Meter. Über dem Werkkanal wurde eine Brausehalle in einfachem Holzfachwerk mit Bretterschalung erstellt. Diese Halle erhielt in der Mitte einen Turmaufbau, in den in Höhe von fünf Meter ein Holzbehälter für die Brausen eingebaut wurde. Durch eine Pumpe wurde das Wasser direkt aus dem Werkkanal entnommen und in den Hochbehälter gedrückt. Der Wasserabfluß erfolgte wieder in den Werkkanal, so dass jede Kanalisation entfallen konnte. Die Technik der Kläranlage war zu dieser Zeit noch nicht entwickelt. Erst vier Monate nach Errichtung des Benckiser-Bades hatten Frauen Zutritt. Das Bad wurde so umgestaltet, dass ein „Familienbad“ entstehen konnte. Das Becken für Nichtschwimmer war ein Meter tief, ansonsten reichte die Wassertiefe bis 1,88 Meter. Den Zugang zu den Becken vermittelten fünf in die Böschung eingebaute Treppen aus Sandstein. Die ganze Anlage wurde durch einen zwei Meter hohen Bretterzaun abgegrenzt. Innerhalb des Bades trugen Sträucher zur Verschönerung bei (Textauszüge Pforzheimer Kurier vom 04. Juni

Auftakt für die Renaturierung von Enz und Nagold in Pforzheim bildete die Landesgartenschau 1992 im Bereich zwischen dem Stadtzentrum und der Autobahn A8 im Osten Pforzheims. Dort wurde die Enz aus einem vor etwa hundert Jahren nach rein technischen Vorgaben ausgebauten Fluss in einen naturnahen Fluss umgestaltet. Die positiven Effekte ließen die Enz zum Vorbild für weitere Flussrenaturierungen werden. Pforzheim ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden und ist immer noch alljährlich Ziel ausländischer Fachexkursionen. Mit den bis heute durchgeführten Flussrenaturierungen steht Pforzheim an der Spitze vergleichbarer Großstädte! Das Bad wurde 1921 eingeweiht und nach Ende des Zweiten Weltkriegs aufgrund zunehmender Verschlechterung der Wasserqualität und der Eröffnung modernerer Bäder in Pforzheim geschlossen. Foto links: Benckiserbad um 1925 Foto rechts: Badetreiben im Benckiserbad 1940 Die Renaturierung 2005: Der Enz-Abschnitt Fischersteg – Brötzinger Brücke Ebenso wie bei den vorangegangenen Renaturierungsprojekten wurde auch in diesem Abschnitt der Enz das bewährte Prinzip gewahrt: Die Fesseln entfernen und den Fluss selbst sein Bett gestalten lassen. Nur im Bereich oberhalb des Fischerstegs musste umfassender umgestaltet werden. Vor der Umsetzung der Renaturierung befand sich unmittelbar oberhalb des Fischerstegs ein Absturz. Durch die Renaturierung sollte die Durchgängigkeit des Flussbettes für Fische und Kleinlebewesen weiter verbessert werden, indem der Absturz auf gesamter Länge in eine sogenannte „raue Rampe“ aus ortstypischen Natursteinen umgestaltet wurde. Fische finden jetzt über diese Rampe ganzjährig problemlos – selbst bei Niedrigwasserstand - ihren Weg! So kann sich hier zukünftig ein interessanter naturnaher Flussbereich entwickeln! Absturz oberhalb des Fischerstegs vor der Umgestaltung im Mai 2005. Die Durchgängigkeit für Fische ist allenfalls am linken Ufer gegeben. Bei Niedrigwasser bestand aber weitgehend keine Durchgängigkeit. Nach der Umgestaltung im Juni 2005: Anstelle des nicht-durchgängigen Absturzes wurde eine ökologisch durchgängige raue Rampe geschaffen, die auch bei Niedrigwasser für Fische überwindbar ist! Text: Bauer; Bilder: Stadtarchiv Pforzheim (Benckiserbad), Bauer (sonstige) Nagoldrenaturierungen Enzrenaturierungen LGS-Renaturierung Fischersteg bis Benckiserbrücke Brötzinger Brücke bis Fischersteg Flussrenaturierung: Stand 2005 In Pforzheim folgten nach einer Pause von mehreren Jahren, in denen man die Entwicklung der Enz aufmerksam beobachtete, weitere Renaturierungsprojekte: Die Nagold zwischen Wachtelsteg und Werderbrücke (2001), die Nagold zwischen Werderbrücke und Kallhardtbrücke (2002), die Enz zwischen Altstädter Brücke und Inselsteg (2003) und die Enz zwischen Benckiserbrücke und Fischersteg (2004). Alle Projekte wurden entsprechend den Erkenntnissen aus der Landesgartenschau gestaltet: Im Abschnitt des Jahres 2004 wurde einzig der befestigte Bereich des ehemaligen Benckiserbades (Messplatz) belassen, um an die Zeit dieses Flussbades zu erinnern. Das Flussbad wurde ermöglicht durch Aufstau der Enz oberhalb der Benckiserbrücke. Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2.100 m², der Badeabschnitt in der Enz hatte eine Länge von 130 m. Im Bereich des heutigen Messplatzes befand sich ein „Sonnenbad“ mit Rasen- und Kiesflächen.