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Altes Lutherhaus (Pforzheim)



Das alte Lutherhaus in Pforzheim war ein Evangelisches Gemeindehaus an der an der Schulstraße 8, Ecke Gymnasiumstraße. 1913/14 wurde anstelle des Pfarrhauses, das Lutherhaus an der Schulstraße 8, Ecke Gymnasiumstraße erbaut. 1945 wurde es zerstört.
Adresse
Schulstraße 8 bzw. Gymnasiumstraße 23
Christoph Timm nennt in seiner Ausgabe von 2004, S. 67 als Adresse: Gymnasiumstraße 23.[1] In der Ausgabe von 2006, S. 348 nennt er jedoch als Adresse: Schulstraße 8.[2][3]
Schulstraße 8, Ecke Gymnasiumstraße
In einer Urkunde vom 23. 4. 1570 wird Joachim Gremp von Freudenstein ... als Nachbar des Hauses Schulstraße 8 (Lutherhaus) erwähnt.[4] 1913/14 wurde anstelle des Pfarrhauses, das Lutherhaus an der Schulstraße 8, Ecke Gymnasiumstraße erbaut.
An der Stelle des Lutherhauses stand ursprünglich ein Adelshaus aus dem 16. Jahrhundert, das Daniel von Remchingen gehörte. 1579 erwarb es Ludwig Gremp von Freudenstein. 1607 veräußerte dieser das Haus an Hans Burckhart von Hertingshausen. Seit 1699 war es im Besitz der Familie von Wallbronn, unter der Bezeichnung "am Viehmarkt zwischen Prediger Gäßlin". Im Jahre 1764 wurde das Haus als Wohnung für den Spezial (Geistlichen) angekauft. Das alte Haus wurde 1837 abgebrochen und an selber Stelle das Specialatsgebäude (Predigerhaus) errichtet. 1913 abgebrochen und an dieser Stelle das Lutherhaus erbaut. [5]
Architektenwettbewerb
Für den Bau des Evangelischen Gemeindehauses in Pforzheim erging zuvor ein Architektenwettbewerb. Bei diesem auf die in Pforzheim ansässigen Architekten beschränkten Wettbewerb gingen insgesamt 35 Arbeiten ein. Das Preisgericht verteilte unter Anerkennung der künstlerischen Höhe der eingegangenen Arbeiten die Preissumme von 3000 Mark in folgender Weise: Ein Zweiter Preis von 1000 Mark erging an die Architekten Hartmann & Forschner; einen weiteren Zweiten Preis von 1000 Mark ging an die Architekten Denzel & Deichsel. Einen dritten Preis von 500 Mark ging an den Architekten Emil Ringer. Zwei Ankäufe zu je 250 Mark waren für die Arbeiten der Architekten Schrade und Mahler & Brenner. Ein Entwurf des Architekten Faller wurde noch zum Ankauf empfohlen.[6]
Bau
Das Gebäude wurde im Jahre 1913 im Stil des Neoklassizismus nach Entwürfen von Karl Denzel und Otto Deichsel gestaltet.[7]
Zerstörung
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört.Christoph Timm bezeichnet das zerstörte Lutherhaus als "Ruine mit Mahnmalcharakter". [1] Das Relief "Christus als Kinderfreund" von Adolf Sautter hatte den Krieg unbeschadet überstanden und war noch am kriegszerstörten Gebäude des Lutherhauses zu sehen. Bei der Trümmerräumung 1949 wurde das Relief zerstört.[1]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 67.
- ↑ Deichsel, Otto . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 348.
- ↑ Denzel, Karl . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 348.
- ↑ Stadt Pforzheim:Pforzheimer Geschichtsblätter, Band 1, S. 107, 108. [1]
- ↑ Specialatsgebäude. In:Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 275.
- ↑ Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen 1913, Nr. 3, S. 23 [2]
- ↑ Timm 2004, S. 92.
Literatur
- Das Lutherhaus in Pforzheim: Evangelisches Gemeindehaus ; Geschichte Bau Zweckbestimmung, Pforzheim 1914