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Guckenhausen

Von PFENZ
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Guckenhausen ist eine Wüstung auf der Gemarkung Horrheim.

Etymologie

Der Name setzt sich aus einem Personennamen und dem Suffix -hausen zusammen. Gemäß der (möglichen) Erwähnung dürfte es sich um den Personennamen Gumbold/Gundobald handeln (ahd. gund = "Kampf" und bald = "kühn").[1] Ähnliche Ortsnamen wie zum Beispiel Guggenhausen bei Ravensburg oder die Wüstungen Guckenhausen auf der Gemarkung Buborn in der Pfalz und Guckenhäuser bei Unterriexingen werden meist auf den Personennamen *Gucko oder *Kucko zurückgeführt.[2]

Lage

Etwa 1 km westlich von Horrheim liegt die Flur altes und junges Guckenhausen. Südöstlich in der Nähe wurden im Jahr 1844 Reihengräberfunde gemacht.[3]

Gumboldeshusen

Viele Historiker gehen davon aus, dass es sich bei Guckenhausen um das 891 im Lorscher Codex genannte Gumboldeshusen handelt. In dieser Urkunde erhält das Kloster Besitz aus diesem Ort und zudem aus Mulnhusa (Mühlhausen im Brühl), Hardardesheim (Hadandesheim), Sarawasheim (Sersheim) sowie Lenginveld (Leinfeld). Bezüglich der Ungleichheit zwischen "Gucken-" und "Gumboldes-" argumentiert der Historiker Gustav Bossert, dass der Ort bei den Einwohnern "abgekürzt etwa Gubbenhausen [hieß] (cf. Gubo, Koseform von Gumbold) [und] im Volksmund zu Guckenhausen geworden" sei.[4]

Einzelnachweise

  1. Lutz Reichardt (1982): Ortsnamenbuch des Stadtkreises Stuttgart und des Landkreises Ludwigsburg, S.62
  2. vgl. Dolch/Greule: Historisches Siedlungsnamensbuch der Pfalz. 1991. S. 178
  3. Eduard Paulus (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Vaihingen. Stuttgart 1856. S. 179/180
  4. Dietrich Schäfer (Hrsg.): Württembergische Geschichtsquellen, Bd.2. Stuttgart 1895. S.85