Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Albert Eckstein

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Albert Eckstein (4. 4. 1891 - deportiert 10. 8. 1942 Vernichtungslager Auschwitz, f.t.e.) ist Kultusbeamter der jüdischen Gemeinde Pforzheim und Opfer der Nationalsozialisten

Leben

Albert Eckstein zog 1939 mit seiner Frau Felicitas, geb. Freudenberg, sowie seinen Kindern Lore und Martin von Weinheim nach Pforzheim um. Die Familie wohnte im Gemeindehaus hinter der zerstörten Synagoge an der Zerrennerstraße, der Vater nahm nach der Auswanderung bzw. Flucht der langjährigen Kantoren Sommer und Marx die Aufgaben des Kultusbeamten der jüdischen Gemeinde wahr.

Deportation

Er wurde mit seiner Familie und weiteren 191 Personen aus Pforzheim am 22. 10. 1940 aus Pforzheim in das südfranzösische Internierungslager Gurs am Nordrand der Pyrenäen deportiert. Der Bericht des Sohnes Martin über diese Deportation und seinen weiteren Lebensweg ist in dessen Biografie enthalten, ebenso das Schicksal der Tochter Lore.

Die Eltern Albert und Felicitas Eckstein sind in dem Deportationszug, der am 10. 8. 1942 vom Sammellager Drancy bei Paris ins Vernichtungslager Auschwitz fährt. Sie wurden ermordet, in Amtsdeutsch: f.t.e., d.h. für tot erklärt.

Erinnerung

Am 13. März 2008 wurden am Platz der Synagoge an der Zerrennerstraße für die vier Mitglieder der Familie Eckstein sogenannte "Stolpersteine" gesetzt.

Literatur

  • Gerhard Brändle, Die jüdische Mitbürger der Stadt Pforzheim, Pforzheim, 1985
  • Martin Eckstein, Bericht, veröffentlicht in der Pforzheimer Zeitung vom 22.9.1990
  • Edwin Landau, Samuel Schmitt (Hrsg.), Lager in Frankreich, Mannheim, 1991