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Kai Adam

Von PFENZ
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Kai Adam (eigentlich Kai-Friedrich Eugen Adam; *24. Juli 1958 [1] in Pforzheim) ist ein Pforzheimer Pädagoge, Historiker und Kommunalpolitiker (SPD). Er war von 2015 bis 2022 Schulleiter des traditionsreichen Reuchlin-Gymnasiums Pforzheim und ist seit 2024 Stadtrat sowie stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat der Stadt Pforzheim.

Leben und Beruf

Kai-Friedrich Eugen Adam wuchs in Pforzheim auf. Sein Vater war der Tierarzt Dr. Friedrich Adam[2], der noch bis in die 1970er Jahre in der Bahnhofstraße Wohnung und Praxis hatte. Als Kind war er beim Sportclub Pforzheim in der Fechtabteilung erfolgreich. Er gewann in einem Turnier in Bremen den zweiten Platz und erhielt dafür bei der Sportlerehrung der Stadt Pforzheim einen Buchpreis[3]. Nach seinem Abitur absolvierte er ein Lehramtsstudium in den Fächern Deutsch und Geschichte. Im Jahr 1986 trat er in den Schuldienst des Landes Baden-Württemberg ein und begann seine Lehrtätigkeit am privaten Schiller-Gymnasium in Pforzheim - Büchenbronn, wo er insgesamt 29 Jahre lang wirkte. Von 2008 bis 2015 bekleidete er dort die Position des stellvertretenden Schulleiters. Zum Schuljahresbeginn 2015 wechselte Adam an das staatliche Reuchlin-Gymnasium Pforzheim auf dem Rodrücken, wo er als Oberstudiendirektor die Schulleitung übernahm [4]. Während seiner siebenjährigen Amtszeit modernisierte er das Schulprofil der humanistisch geprägten Traditionsschule unter anderem durch eine stärkere Gewichtung des naturwissenschaftlichen Bereichs. Er steuerte die Schule durch die COVID-19-Pandemie sowie durch umfangreiche bauliche Sanierungsmaßnahmen, ehe er im Juli 2022 nach 38 Dienstjahren im Bildungswesen offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde[5].

Neben seiner pädagogischen Laufbahn führte Adam familiäre Wirtschaftstraditionen fort; er war Mitinhaber des ehemaligen Pforzheimer Adressbuch-Verlags. Das Unternehmen, das über Jahrzehnte hinweg die amtlichen und strukturellen Verzeichniswerke für die Stadt und den Enzkreis herausgab [6] , ist mittlerweile erloschen.

Ehrenamtliches Engagement

Adam ist in zahlreichen gesellschaftlichen und kulturhistorischen Institutionen Pforzheims engagiert. 1986-1992 war er Vorsitzender des Stadtjugendring Pforzheim, zum Abschied wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt Seit 2006 agiert er als Vorsitzender und primärer Ansprechpartner des Fördervereins für das Stadtarchiv Pforzheim e. V. [7] Zudem bekleidet er das Amt des amtierenden Obermeisters der Löblichen Singergesellschaft von 1501 Pforzheim, einer der ältesten Bürgergesellschaften Deutschlands. Er sorgte mit dafür, dass dort nach 500 Jahren auch Frauen Zugang haben.

Politik

Bereits 1979 war er Vertreter der Pforzheimer Jungsozialisten auf der Landesdelegiertenkonferenz[8]

Mit Udo Mast, Rudolf Mihokovic, Michael Klinger, Andreas Keck (+) und Wolfgang Tobie zusammen trat er in einer Gruppe der Jusos zur Kommunalwahl am 22.Juni 1980 auf der SPD-Liste an. Im Vorfeld hatte die Gruppe mit der SPD-Fraktion zusammen ein auch in der Presse diskutiertes Papier zur Jugendpolitik in Pforzheim erstellt, an dem auch Andreas Dittler (+2016) beteiligt war[9][10][11]. Im Rahmen des Wahlkampfes war er auch Unterzeichner von Leserbriefen, in denen sich die Jusos z.b. klar gegen die Grünen abgrenzten[12]. Mitunter wurde er dafür auch in Leserbriefen persönlich angegriffen[13].

Bereits von 1987 bis 1990 saß er im Gemeinderat der Stadt Pforzheim.

Nach dem Eintritt in den beruflichen Ruhestand intensivierte Adam seine politische Arbeit für die SPD. Er fungiert unter anderem als Beisitzer im Vorstand des SPD-Ortsvereins Pforzheim. Bei den Kommunalwahlen im Juni 2024 wurde Adam über die Liste der SPD in den Pforzheimer Gemeinderat gewählt. Innerhalb der Fraktion übernahm er die Funktion des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Seine inhaltlichen Schwerpunkte im Gemeinderat liegen in den Bereichen der kommunalen Bildungspolitik, der Chancengleichheit sowie der Stärkung des demokratischen und gesellschaftlichen Zusammenhalts. Im Rahmen dieses Mandats hält er im Neuen Rathaus regelmäßige Bürgersprechstunden ab.

Mitglied in folgenden Ausschüssen [14]

  • Bau- und Liegenschaftsausschuss
  • Planungs- und Umweltausschuss
  • Umlegungsausschuss
  • Gemeinsamer Schulbeirat
  • Schul- und Bildungsausschuss

zudem ist er Mitglied im

  • Nachbarschaftsverband
  • Aufsichtsrat Stadtbau

Einzelnachweise

  1. Handelsregister-Eintrag HRA 501702, Amtsgericht Mannheim
  2. PZ vom 09.08.1958 Seite 16 Familienchronik
  3. PZ vom 06.12.1969; Seite 47 „Pforzheim ehrt seine besten Sportler“
  4. Pforzheimer Zeitung (PZ-news.de), 16. Juli 2015, abgerufen am 19. Juni 2026 "Behörde bestätigt: Kai Adam ist der designierte Reuchlin-Direktor"
  5. n: Pforzheimer Zeitung (PZ-news.de), 23. Juli 2022, abgerufen am 19. Juni 2026 "Rektor von Reuchlin-Gymnasium in Pforzheim geht in den Ruhestand "
  6. ZDB-Katalog (Zeitschriftendatenbank), historische Publikationsreihe von 1938 bis 1974, abgerufen am 19. Juni 2026. "Pforzheimer Adreßbuch-Verlag / Adressbuch Pforzheim und Umgebung"
  7. Offizielles Vereinsportal der Stadt Pforzheim, abgerufen am 19. Juni 2026 "Förderverein für das Stadtarchiv Pforzheim e. V."
  8. PZ vom 27.12.1979 Seite 19 „Bei der Vollversammlung“
  9. PZ vom 09.05.1980 Seite 20 „Zielvorstellungen für Jugendpolitik“
  10. PZ vom 23.05.1980 Seite 18 „Jusos fordern Jugenzentrum“
  11. PZ vom 1605.1980 Seite 17 „Sozialdemokraten wollen sich an ihrem Jugendprogramm messen lassen“
  12. PZ vom 17.05.1980 Seite „Keine Alternative“
  13. PZ vom 17.05.1980 Seite 58, „Burschenschaft ist keine Kumpanei“
  14. Webpräsenz der SPD-Gemeinderatsfraktion Pforzheim, abgerufen am 19. Juni 2026 "Profil: Kai Adam"