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Bezirksamtsgebäude (Pforzheim)



Das ehemalige großherzoglich-badische Bezirksamtsgebäude an der Bahnhofstraße 22–26 in Pforzheim steht unter Denkmalschutz. Der markanteste Gebäudeteil ist der hoch aufragende Turm. Es wurde 1903 für die Verwaltung des Bezirksamts Pforzheim errichtet. In diesem Gebäude war später lange Jahre die Polizeidirektion Pforzheim untergebracht.
Geschichte
Das erste Oberamtsgebäude in Pforzheim war das spätere Gasthaus Krone. Darauf folgte ein Gebäude in der Östlichen Karl-Friedrich-Straße, das 1824 vom Fiskus gekauft worden war. Das Oberamt Pforzheim wurde 1864 zum Bezirksamt. Nach längerer Platznot wurde das Pforzheimer Bezirksamtsgebäude für das Großherzogtum Baden 1903 erbaut.
Nach Kriegszerstörung und seit dem Wiederaufbau dient das Gebäude an der Bahnhofstraße 22 als Landratsamt. Der Gebäudeteil an der Bahnhofstraße 24 beherbergte die Pforzheimer Polizeidirektion.
Architektur
Das Bezirksamtsgebäude wurde von 1901 bis 1903 nach den Entwürfen des Architekten und Bezirksbauinspektors Emil Lang aus Bruchsal errichtet. Am 23. Februar 1945 wurde der Turm und die angebauten Gebäude schwer beschädigt. Das Gebäude wurde 1948-49 nach alten Plänen und unter Einbeziehung noch vorhandener Teile nach Entwürfen des Architekten Heinrich Gremmelspacher (1910-1990), vom staatlichen Hochbauamt Pforzheim wiederhergestellt. Der Bezirksamtsturm in Pforzheim ist der markante Turm am Gebäude des ehemaligen Großherzoglichem Bezirksamts Pforzheim an der Bahnhofstraße. Der „Bezirksamtsturm“ zeigt das Wappen von Pforzheim und Baden als Hoheitszeichen. Der 42 Meter hohe Turm ist ein stadtbildprägendes Wahrzeichen. Der Turm wurde 1961 bis 1962 neu mit Kupfer behelmt. Die zwei farbigen Jugendstilbilder und die Tierkreiszeichen auf den Zifferblättern wurden vom Karlsruher Jugenstilkünstler Hellmut Eichrodt gestaltet. Innen beherbergt der Turm ein hallenartiges Treppenhaus, das auf drei Ebenen mit Farbglasfenstern mit Alt-Pforzheim Motiven ausgestattet ist. Die Innenausstattung wurde von Jugendstilkünstlern geschaffen: Hermann Billing, Hellmut Eichrodt und Max Laeuger sowie Adolf Sautter. Die Steinreliefs des Supraportes mit Eichenlaubdekor wurden nach einem Entwurf des Pforzheimer Bildhauers Adolf Sautter geschaffen.
Literatur
- Jahrbuch der Stadt Pforzheim (Vierter Jahrgang) von 1903.
- Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 163–164.
