Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Scholpingen: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Smilodon (Diskussion | Beiträge)
erw Lage
Smilodon (Diskussion | Beiträge)
+OSM
Zeile 1: Zeile 1:
{{OpenStreetMap|48.955903|8.732010|15}}
[[Datei:Scholpinger Weg.jpg|thumb|right|Blick auf den Scholpinger Weg Richtung Golfplatz]]
[[Datei:Scholpinger Weg.jpg|thumb|right|Blick auf den Scholpinger Weg Richtung Golfplatz]]
'''Scholpingen''' oder ''Scholbingen'' ist eine vermutete [[Wüstung]] in der Nähe von [[Dürrn]].
'''Scholpingen''' (auch ''Scholbingen'') ist eine vermutete [[Wüstung]] in der Nähe von [[Dürrn]].


Der abgegangene Ort wird aufgrund des sogenannten ''Scholpinger Wegs'' vermutet. Dieser verläuft von westlich von Dürrn ungefähr vom [[Karlshäuser Hof]] bis zur Landstraße K4527 und damit fast bis zum [[Schlupfgraben]], welcher an dieser Stelle die Gemarkungsgrenze zu [[Kieselbronn]] darstellt.
Der abgegangene Ort wird aufgrund des sogenannten ''Scholpinger Wegs'' vermutet. Dieser verläuft von westlich von Dürrn ungefähr vom [[Karlshäuser Hof]] bis zur Landstraße K4527 und damit fast bis zum [[Schlupfgraben]], welcher an dieser Stelle die Gemarkungsgrenze zu [[Kieselbronn]] darstellt.

Version vom 4. November 2015, 20:49 Uhr

OpenStreetMap
OpenStreetMap
Karte anzeigen
Blick auf den Scholpinger Weg Richtung Golfplatz

Scholpingen (auch Scholbingen) ist eine vermutete Wüstung in der Nähe von Dürrn.

Der abgegangene Ort wird aufgrund des sogenannten Scholpinger Wegs vermutet. Dieser verläuft von westlich von Dürrn ungefähr vom Karlshäuser Hof bis zur Landstraße K4527 und damit fast bis zum Schlupfgraben, welcher an dieser Stelle die Gemarkungsgrenze zu Kieselbronn darstellt.

Lage

Es lässt sich schwer sagen, wo der Scholpinger Weg anfing und wo er endete (am Ende muss Scholpingen gelegen haben), da er auch vielleicht ursprünglich schon in Kieselbronn seinen Ursprung hatte und nach dem Abgang Scholpingens in "Bauschlotter Weg" umbenannt wurde. Demnach wäre der Name des Scholpinger Wegs nach der Abtrennung Dürrns aus der Kieselbronner Gemarkung erhalten geblieben, da dieser Weg aus Dürrner Sicht nirgends hinführt. Auf der anderen Seite könnte der Weg auch eine ursprüngliche Abzweigung der heutigen Bundestraße 294 nach der Scholpingen gewesen sein. Daher gibt es über den Standort der Wüstung mehrere Möglichkeiten:

Kreuzung beim Karlshäuser Hof

Beim Beginn des Scholpinger Wegs westlich des Karlshäuser Hofs heißen die Äcker "Obere Hofwiesen". Dieser Name deutet entweder auf einen ehemaligen einzelnen Hof hin oder auf einen alten Herrenhof aus dem Frühmittelalter. Im letzteren Fall wäre damit hier das Zentrum der abgegangenen Ortschaft gewesen. Scholpingen hätte somit am Oberlauf des Erlenbachs gelegen und in der Nähe der heutigen Bundesstraße, die es wahrscheinlich schon zur Römerzeit gab.

Gemarkungsdreieck Bauschlott-Dürrn-Ölbronn

An der Gemarkungsgrenzen zwischen Bauschlott, Dürrn und Ölbronn wird von einigen Lokalhistorikern eine Wüstung vermutet. Anlass ist zum Beispiel der ungewöhnliche Grenzverlauf sowie die Flurnamen "Brühl" (Wiesen eines ehemaligen Herrenhofs), "Hofwiesen" und "bei der Mühle". Der Lokalhistoriker Johannes Haßpacher (1982) vermutet daher hier den Ort Scholpingen.[1] Dagegen spricht jedoch eine zu große Distanz zum Scholpinger Weg und außerdem würde man bei einer gedanklichen nördlichen Verlängerung des Weges an die Bundesstraße 294 und damit nach Bauschlott gelangen. Diese Verlängerung würde diese "Hofwiesen" um etwa einen Kilometer verfehlen. Des Weiteren gibt es mit Mulinhusen, Mulnen und Hadandesheim genug weitere potentielle Kandidaten für diesen Wüstungsplatz.

Südlich des Karlshäuser Hofs

Da der Karlshäuser Hof heute die am nächsten gelegene Siedlung ist, ist die Annahme, dass der Weg von Nord nach Süd verlief nicht unplausibel. Er endet heute offiziell an der Kreisstraße 4527. Demnach könnte ungefähr an dieser Stelle der ehemalige Ort gestanden sein und hätte schlussfolgernd am Oberlauf des Schlupfgrabens gelegen. Die Flur "Stockbrunnen" läge hier ungefähr 300-400 m und könnte spekulativ der ehemalige Dorfbrunnen gewesen sein.

Geschichte

Die Endung -ingen deutet auf eine alemannische Gründung (etwa 250-500 n. Chr.) hin und dürfte damit älter sein als die Nachbarorte Bauschlott, Dürrn und Kieselbronn. Über die Geschichte und den Abgang lässt sich nichts sicher sagen, außer dass die Gemarkung wohl hauptsächlich an Kieselbronn/Dürrn gefallen ist. Dem Ort könnte das gleiche Schicksal ereilt sein wie Mühlhausen und Hadandesheim, welche vielleicht im Ungarneinfall 926 zerstört wurden. Der Karlshäuser Hof selbst wurde erst 1723 urkundlich erwähnt und ist somit erst deutlich nach dem Wüstwerden Scholpingens erbaut worden.

Einzelnachweise

<references>

  1. Johannes Haßpacher (1982): Ein Dorf an der Grenze - Chronik von Ölbronn, S.36