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Weisach (Grangie): Unterschied zwischen den Versionen
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'''Weisach''' (auch ''Weißach'' oder ''Weissach'') ist ein abgegangener Klosterhof (Grangie) am gleichnamigen [[Weißach|Fluss]] auf der Gemarkung [[Knittlingen]]. |
'''Weisach''' (auch ''Weißach'' oder ''Weissach'') ist ein abgegangener Klosterhof ([[Grangie]]) am gleichnamigen [[Weißach|Fluss]] auf der Gemarkung [[Knittlingen]]. |
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In einer Weißenburger Urkunde aus dem 9. Jahrhundert werden die Orte ''Ernincheim'' (Erligheim), ''Wizaha'', ''Liutingen'' ([[Lienzingen]] ?), Knittlingen, Gölzhausen, Rinklingen, Heidelsheim und Sickingen aufgezählt. Aufgrund der Namensgleichheit mit dem Ort [[Weissach (Ort)|Weissach]] im [[Landkreis Böblingen]] ist es schwer bestimmbar, um welchen Ort es sich hier handelt. Die meisten Historiker gehen vom "Böblinger" Weissach aus, da die Nennung einer kleinen Ausbausiedlung vor der Muttersiedlung eher ungewöhnlich wäre. Andererseits liegen fast alle anderen genannten Orte im Raum [[Bretten]]. |
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1156 und 1177 wird eine Grangie von "Cnuttelingen" bzw. "Kinutelingen" als im Besitz des [[Kloster Maulbronn]]s von Kaiser Friedrich I. bzw. Papst Alexander II. bestätigt. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um Weisach. Die erste Nennung des Namens dürfte 1245 als ''Wizha'' stattgefunden haben, indem der Ort erneut von Papst Innozenz als dem Maulbronner Kloster zugehörig bestätigt wird. 1250 tauscht Marquardt von Bretten und seine Söhne mit dem Kloster fast alles was er in Knittlingen besitzt gegen den Hof Weisach und geben ihn an die [[Herren von Roßwag]], welche nun dafür auf die Knittlinger Lehensrechte verzichten.<ref>Eduard Paulus (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Maulbronn. Stuttgart 1870. S. 248</ref> 1254 gelangt das Hochstift Speyer an 4 Höfe in "Wizaha". |
1156 und 1177 wird eine Grangie von "Cnuttelingen" bzw. "Kinutelingen" als im Besitz des [[Kloster Maulbronn]]s von Kaiser Friedrich I. bzw. Papst Alexander II. bestätigt. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um Weisach. Die erste Nennung des Namens dürfte 1245 als ''Wizha'' stattgefunden haben, indem der Ort erneut von Papst Innozenz als dem Maulbronner Kloster zugehörig bestätigt wird. 1250 tauscht Marquardt von Bretten und seine Söhne mit dem Kloster fast alles was er in Knittlingen besitzt gegen den Hof Weisach und geben ihn an die [[Herren von Roßwag]], welche nun dafür auf die Knittlinger Lehensrechte verzichten.<ref>Eduard Paulus (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Maulbronn. Stuttgart 1870. S. 248</ref> 1254 gelangt das Hochstift Speyer an 4 Höfe in "Wizaha". |
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Version vom 26. Juli 2015, 22:05 Uhr
Weisach (auch Weißach oder Weissach) ist ein abgegangener Klosterhof (Grangie) am gleichnamigen Fluss auf der Gemarkung Knittlingen.
In einer Weißenburger Urkunde aus dem 9. Jahrhundert werden die Orte Ernincheim (Erligheim), Wizaha, Liutingen (Lienzingen ?), Knittlingen, Gölzhausen, Rinklingen, Heidelsheim und Sickingen aufgezählt. Aufgrund der Namensgleichheit mit dem Ort Weissach im Landkreis Böblingen ist es schwer bestimmbar, um welchen Ort es sich hier handelt. Die meisten Historiker gehen vom "Böblinger" Weissach aus, da die Nennung einer kleinen Ausbausiedlung vor der Muttersiedlung eher ungewöhnlich wäre. Andererseits liegen fast alle anderen genannten Orte im Raum Bretten.
1156 und 1177 wird eine Grangie von "Cnuttelingen" bzw. "Kinutelingen" als im Besitz des Kloster Maulbronns von Kaiser Friedrich I. bzw. Papst Alexander II. bestätigt. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um Weisach. Die erste Nennung des Namens dürfte 1245 als Wizha stattgefunden haben, indem der Ort erneut von Papst Innozenz als dem Maulbronner Kloster zugehörig bestätigt wird. 1250 tauscht Marquardt von Bretten und seine Söhne mit dem Kloster fast alles was er in Knittlingen besitzt gegen den Hof Weisach und geben ihn an die Herren von Roßwag, welche nun dafür auf die Knittlinger Lehensrechte verzichten.[1] 1254 gelangt das Hochstift Speyer an 4 Höfe in "Wizaha".
Einzelnachweise
- ↑ Eduard Paulus (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Maulbronn. Stuttgart 1870. S. 248