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Hardheim: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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==Geschichte==
==Geschichte==
Der Namensbestandteil Hart bedeutet "Bergwald" oder "Wald am Hang". Damit deutet der Name auf eine Gründungszeit hin als begonnen wurde Waldgebiete zu erschließen. Der Bestandteil -heim dagegen deutet auf ein frühmittelalterliches Dorf hin. Damit dürfte Hardheim ungefähr zur Merowingerzeit (6.-8. Jahrhundert) erbaut worden sein.

Hardheim wird erstmals um 1130 als ''Harda'' in einer Urkunde erwähnt.<ref>leo-bw.de</ref> Darin wird der Ort von den Brüdern von Obrigheim an das [[Kloster Hirsau]] verschenkt. 1375 übergibt ein Angehöriger der [[Enzberg]]er Adelsfamilie seinen Besitz "zu Harthaim" dem [[Kloster Maulbronn]]. Da eine fünf-Jahre-spätere Urkunde, die sich auf die letztgenannte bezieht, Hardheim nicht mehr erwähnt, könnte der Ort 1375 auch schon wüst gewesen sein. <ref>Stenzel (1975), S.129</ref>
Hardheim wird erstmals um 1130 als ''Harda'' in einer Urkunde erwähnt.<ref>leo-bw.de</ref> Darin wird der Ort von den Brüdern von Obrigheim an das [[Kloster Hirsau]] verschenkt. 1375 übergibt ein Angehöriger der [[Enzberg]]er Adelsfamilie seinen Besitz "zu Harthaim" dem [[Kloster Maulbronn]]. Da eine fünf-Jahre-spätere Urkunde, die sich auf die letztgenannte bezieht, Hardheim nicht mehr erwähnt, könnte der Ort 1375 auch schon wüst gewesen sein. <ref>Stenzel (1975), S.129</ref>


Der Historiker Fritz Langenbeck (1962) vermutet, dass zur Zeit der Franken entlang der alten Römerstraße Pforzheim-Cannstatt gezielt Ortschaften gegründet wurden, welche man an der Endung -heim erkennen könne. Hardheim wäre somit ein nützlicher fränkische Siedlungsposten gewesen, welcher jedoch anhand der ungünstigen landwirtschaftlichen Nutzfläche letztlich aufgegeben werden musste.<ref>Stenzel (1975), S.129</ref>
Der Historiker Fritz Langenbeck (1962) vermutet, dass zur Zeit der Franken entlang der alten Römerstraße Pforzheim-Cannstatt gezielt Ortschaften gegründet wurden, welche man an der Endung -heim erkennen könne. Hardheim wäre somit ein fränkischer Siedlungsposten gewesen, welcher jedoch anhand der ungünstigen landwirtschaftlichen Nutzfläche letztlich aufgegeben werden musste.<ref>Stenzel (1975), S.129</ref>


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Version vom 4. Juni 2015, 10:49 Uhr

Hardheim (auch Hartheim) ist eine Wüstung im Hagenschieß.

Geographie

Die Wüstung liegt zwischen Öschelbronn, Hagenschieß und Wurmberg. Der Hardheimer Weg auf Öschelbronner Gemarkung ist nach dem Ort benannt und ebenso ist ein anderer Hartheimer Weg auf Nieferner Gebiet urkundlich belegt, welcher entlang des Kirnbach-Tales verläuft. Zudem heißen die Flure entlang des Kirnbaches östlicherseits "Hardtheim". 1564 ist im Renntal von einem "hardtheimer Rain" die Rede, welcher wohl auch als "Tardtheimer Rain" in einem Wurmberger Lagerbuch Erwähnung findet. Damit könnte die Siedlung in Kirnbach-Tal in der Nähe zum Renntal gelegen haben.[1] Des weiteren existieren die Ortsbezeichnungen Hartheimer Schlösschen, Hartheimer Teich, Hartheimer Bach und Hartheimer Kopf.

Geschichte

Der Namensbestandteil Hart bedeutet "Bergwald" oder "Wald am Hang". Damit deutet der Name auf eine Gründungszeit hin als begonnen wurde Waldgebiete zu erschließen. Der Bestandteil -heim dagegen deutet auf ein frühmittelalterliches Dorf hin. Damit dürfte Hardheim ungefähr zur Merowingerzeit (6.-8. Jahrhundert) erbaut worden sein.

Hardheim wird erstmals um 1130 als Harda in einer Urkunde erwähnt.[2] Darin wird der Ort von den Brüdern von Obrigheim an das Kloster Hirsau verschenkt. 1375 übergibt ein Angehöriger der Enzberger Adelsfamilie seinen Besitz "zu Harthaim" dem Kloster Maulbronn. Da eine fünf-Jahre-spätere Urkunde, die sich auf die letztgenannte bezieht, Hardheim nicht mehr erwähnt, könnte der Ort 1375 auch schon wüst gewesen sein. [3]

Der Historiker Fritz Langenbeck (1962) vermutet, dass zur Zeit der Franken entlang der alten Römerstraße Pforzheim-Cannstatt gezielt Ortschaften gegründet wurden, welche man an der Endung -heim erkennen könne. Hardheim wäre somit ein fränkischer Siedlungsposten gewesen, welcher jedoch anhand der ungünstigen landwirtschaftlichen Nutzfläche letztlich aufgegeben werden musste.[4]

Einzelnachweise

  1. vgl.Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedlungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III. Fs. für G. Haselier. Bretten 1975. S. 128
  2. leo-bw.de
  3. Stenzel (1975), S.129
  4. Stenzel (1975), S.129