Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenz![]()
mail.de
Igelsbach: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
'''Igelsbach''' ist eine [[Wüstung]] bei [[Eutingen]]. 1937 wurde die Siedlung Eutingen-Igelsbach neugegründet. |
'''Igelsbach''' ist eine [[Wüstung]] bei [[Eutingen]]. 1937 wurde die Siedlung Eutingen-Igelsbach neugegründet. |
||
Die Wüstung wird zwischen den Gemarkungsgrenzen von Eutingen und Kieselbronn unterhalb des Hochstetter Feldes lokalisiert. Der Grund für den Abgang könnte die Unergiebigkeit des Bodens gewesen sein.<ref>vgl. PZ-Artikel</ref> |
|||
==Lage== |
|||
zwischen Eutingen und Kieselbronn unterhalb des Hochstetter Feldes |
|||
== Belege == |
== Belege == |
||
Die Wüstung wurde [[1352 |
Die Wüstung wurde [[1352]] erstmals als "Igelspach" erwähnt. Am 12. Januar 1376 verkaufte eine Pforzheimer Bürgerin ihre Gülte in Igelsbach an das Kloster Maulbronn <ref>http://leo-bw.de/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_02/labw-4-1439075/Trutwipp+B%C3%BCrgerin+zu+Pforzheim+verkauft+an+das+Kloster+Maulbronn+Roggen-+Haber-+und+Hellerg%C3%BClten+von+G%C3%BCtern+zu+Kieselbronn+und+Igelsbach+um+18+lb+Heller?p_auth=XpbYbt2c</ref>. Nach Stenzel (1975:133) ist der Urkunde zu entnehmen, dass es sich bei Igelsbach nur um eine "Nebensiedlung von Kieselbronn" handelt, doch räumt er auch ein, dass die Flure um den Ort nach dem Abgang zwischen Kieselbronn und Eutigen aufgeteilt wurde, was eher für einen selbstständigen Ort spricht. [[1396]] wird über "Äcker zu iegelspach und zu hofstetten" berichtet. Später folgten Erwähungen in den Jahren [[1425]] und [[1679]], in denen Äcker und Wiesen in den Fluren verkauft wurden. Doch ist bei diesen Belegen nicht davon auszugehen, dass der Ort zu jener Zeit noch besiedelt war. |
||
== Flurnamen == |
|||
Die Flurnamen "Hochstetter Feld" (Kieselbronn) und "Igelsbach" (Eutingen) weisen heute noch auf die abgegangene Ortschaft. [[1505]] ist noch ein "Igelsbacher Weg" auf der Gemarkung Niefern nachzuweisen. Im 16. Jh. gab es auch eine Flur "Igelsbach" in Enzberg. Nach dem Historiker Stenzel könnte es sich hierbei "um einst Igelsbacher Ausmärkern zu Enzberg gehörendes Land handeln."<ref>Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedelungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III.Bretten 1975. S. 333</ref> |
|||
== Neubesiedlung == |
== Neubesiedlung == |
||
In einem amtlichen Bericht aus dem Jahr 1879 wird auf eine mögliche Kultivierung der öden Wüstung hingewiesen: "Im Igelsbach ist eine 600 Meter lange und eineinhalb Meter breite Ödung, welche kultiviert werden könnte"<ref>vgl. PZ-Artikel</ref> Am 12. Oktober [[1937]] wurde die Siedlung Eutingen-Igelsbach offiziell gegründet, nachdem bereits 1936 die ersten Siedler zuzogen. |
In einem amtlichen Bericht aus dem Jahr 1879 wird auf eine mögliche Kultivierung der öden Wüstung hingewiesen: "Im Igelsbach ist eine 600 Meter lange und eineinhalb Meter breite Ödung, welche kultiviert werden könnte"<ref>vgl. PZ-Artikel</ref> Am 12. Oktober [[1937]] wurde die Siedlung Eutingen-Igelsbach offiziell gegründet, nachdem bereits 1936 die ersten Siedler zuzogen. |
||
== Quellen == |
== Quellen == |
||
* Pforzheimer Zeitung, 7. September 2013, S. 50 |
* Pforzheimer Zeitung, 7. September 2013, S. 50 |
||
* Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedelungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III.Bretten 1975. S. 333 |
|||
== Einzelnachweise == |
|||
| ⚫ | |||
| ⚫ | |||
<references/> |
|||
PZ: 7. September 2013, S. 50: |
|||
| ⚫ | |||
Gründung Siedlung Eutingen-Igelsbach 12.10.1937 (Siedler seit 1936) |
|||
| ⚫ | |||
erste Erwähnung von oberer und unterer "Igelspach" als Gewann 1352 und 1425. |
|||
Sippe Igilo oder Ugilo zwischen Eutingen und Kieselbronn unterhalb des Hochstetter Feldes |
|||
12. Januar 1376 verkaufte PFerin ihre Gülte in I. an Kl Maulbronn |
|||
1396: Albrecht Schüwelin von Enzberg, "Wald am Bannholz, am Bühel, an der Buchhald, Äcker zu iegelspach und zu hofstetten" verkauf an kl Maulbronn |
|||
8.12.1679: Hans Jung Wiesen in der oberen Igelsbach |
|||
Wüstung unbekannt. Grund wohl Unergiebigkeit des Bodens |
|||
In einem Bericht 1879: "Im Igelsbach ist eine 600 Meter lange und eineinhalb Meter breite Ödung, welche kultiviert werden könnte" |
|||
leo-bw.de |
|||
"Trutwipp, Bürgerin zu Pforzheim, verkauft an das Kloster Maulbronn Roggen-, Haber- und Hellergülten von Gütern zu Kieselbronn und Igelsbach um 18 lb. Heller" |
|||
http://www.koeblergerhard.de/wikiling/index.php?query=igels&match=sws&f=gold |
|||
"Igelsbach, 8. Jh., bei Eberbach an dem Neckar in Baden, F1-1548 '''IGO (PN)''' Igilesbuch, Igilesbůch D. S. 34 (zu 773), s. buoch (2), mhd., st. N., Buchenwald, Forst" |
|||
"1 Igelsloch, 12. Jh., bei Neuenburg, F1-1548 '''IGIL (Igel)''' Igelsloch, Igelsloch Cod. Hirsaug. 92 (12. Jh.), s. lōch, lōh, lō, mhd., st. M., st. N., „Loh“, Gebüsch, Wald, Gehölz" |
|||
Version vom 16. Februar 2015, 18:21 Uhr
Igelsbach ist eine Wüstung bei Eutingen. 1937 wurde die Siedlung Eutingen-Igelsbach neugegründet.
Die Wüstung wird zwischen den Gemarkungsgrenzen von Eutingen und Kieselbronn unterhalb des Hochstetter Feldes lokalisiert. Der Grund für den Abgang könnte die Unergiebigkeit des Bodens gewesen sein.[1]
Belege
Die Wüstung wurde 1352 erstmals als "Igelspach" erwähnt. Am 12. Januar 1376 verkaufte eine Pforzheimer Bürgerin ihre Gülte in Igelsbach an das Kloster Maulbronn [2]. Nach Stenzel (1975:133) ist der Urkunde zu entnehmen, dass es sich bei Igelsbach nur um eine "Nebensiedlung von Kieselbronn" handelt, doch räumt er auch ein, dass die Flure um den Ort nach dem Abgang zwischen Kieselbronn und Eutigen aufgeteilt wurde, was eher für einen selbstständigen Ort spricht. 1396 wird über "Äcker zu iegelspach und zu hofstetten" berichtet. Später folgten Erwähungen in den Jahren 1425 und 1679, in denen Äcker und Wiesen in den Fluren verkauft wurden. Doch ist bei diesen Belegen nicht davon auszugehen, dass der Ort zu jener Zeit noch besiedelt war.
Flurnamen
Die Flurnamen "Hochstetter Feld" (Kieselbronn) und "Igelsbach" (Eutingen) weisen heute noch auf die abgegangene Ortschaft. 1505 ist noch ein "Igelsbacher Weg" auf der Gemarkung Niefern nachzuweisen. Im 16. Jh. gab es auch eine Flur "Igelsbach" in Enzberg. Nach dem Historiker Stenzel könnte es sich hierbei "um einst Igelsbacher Ausmärkern zu Enzberg gehörendes Land handeln."[3]
Neubesiedlung
In einem amtlichen Bericht aus dem Jahr 1879 wird auf eine mögliche Kultivierung der öden Wüstung hingewiesen: "Im Igelsbach ist eine 600 Meter lange und eineinhalb Meter breite Ödung, welche kultiviert werden könnte"[4] Am 12. Oktober 1937 wurde die Siedlung Eutingen-Igelsbach offiziell gegründet, nachdem bereits 1936 die ersten Siedler zuzogen.
Quellen
- Pforzheimer Zeitung, 7. September 2013, S. 50
- Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedelungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III.Bretten 1975. S. 333
Einzelnachweise
- ↑ vgl. PZ-Artikel
- ↑ http://leo-bw.de/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_02/labw-4-1439075/Trutwipp+B%C3%BCrgerin+zu+Pforzheim+verkauft+an+das+Kloster+Maulbronn+Roggen-+Haber-+und+Hellerg%C3%BClten+von+G%C3%BCtern+zu+Kieselbronn+und+Igelsbach+um+18+lb+Heller?p_auth=XpbYbt2c
- ↑ Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedelungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III.Bretten 1975. S. 333
- ↑ vgl. PZ-Artikel