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Andreas Scheck: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Andreas Scheck''' (* 24. Juli [[1768]] in Lienzingen; † nach 1808) war ein deutscher Wagnermeister aus [[Lienzingen]]. Er gilt als der Erfinder der ersten Feuerwehr-Drehleiter in Deutschland. Nach ihm ist die [[Andreas-Scheck-Straße]] in Lienzingen benannt.
'''Andreas Scheck''' (* [[24. Juli]] [[1768]] in {{Geboren in|Lienzingen}}; † [[19. Jahrhundert|nach 1808]]) war ein deutscher Wagnermeister aus [[Lienzingen]]. Er gilt als der Erfinder der ersten [[Feuerwehr]]-Drehleiter in Deutschland. Nach ihm ist die [[Andreas-Scheck-Straße]] in Lienzingen benannt.


== Feuerwehr-Drehleiter ==
== Feuerwehr-Drehleiter ==


Für die Feuerwehr von [[Knittlingen]] erfand der Wagner [[1808]] die erste Feuerwehr-Drehleiter in Deutschland, die sog. "Knittlinger Leiter". Es handelte sich dabei allerdings nicht um die erste Drehleiter. Bereits 1802 wurde in von Edouard Regnier und 1806 in der Schweiz drehbare Feuerleitern vorgeführt. Auslöser der Erfindung war ein Großbrand am 26. August [[1807]]. Der eng-anliegende damalige Häuserbau führte dazu, dass sich ein Feuer schnell von Haus zu Haus ausbreitete. Eine drehbare Feuerleiter brachte den Vorteil mit, dass die Brandlöschung des nächsten Gebäudes schneller voran ging. Ein Gerichtsprotokoll vom 29. Februar 1808 schrieb dazu:
Für die Feuerwehr von [[Knittlingen]] erfand der Wagner [[1808]] die erste Feuerwehr-Drehleiter in Deutschland, die sogenannte "Knittlinger Leiter". Es handelte sich dabei allerdings nicht um die erste Drehleiter: Bereits 1802 wurde in von Edouard Regnier und 1806 in der Schweiz drehbare Feuerleitern vorgeführt. Auslöser der Erfindung war ein Großbrand am 26. August [[1807]]. Der eng-anliegende damalige Häuserbau führte dazu, dass sich ein Feuer schnell von Haus zu Haus ausbreitete. Eine drehbare Feuerleiter brachte den Vorteil mit, dass die Brandlöschung des nächsten Gebäudes schneller voran ging. Ein Gerichtsprotokoll vom 29. Februar 1808 schrieb dazu:


:"Es wurde ein Modell von einer sehr nützlichen Maschine, welche besonders auch den Beifall Sr. Königlichen Majestät erhalten hat, vorgezeigt, welches darin besteht, daß die Feuerleitern auf einem Wagen befestigt durch eine Walze nach den Umständen in die Höhe getrieben werden, und nach jeder beliebigen Seite gerichtet werden können. Diese Feuerleitern geben besonders den Vorteil, daß sie sehr leicht transportiert und durch den höchst einfachen Mechanismus des Treibrades aufgerichtet werden, welches bei den gewöhnlichen Leitern höchst beschwerlich ist. Man hat daher die Anschaffung dieses Feuer Geräths einstimmig beschlossen und da die hiesigen Wagnermeister aus Mangel an vorräthigem Handwerks Holz sich auf diese Arbeit nicht einlassen wollten und konnten, dem Wagnermeister Andreas Scheck in Lienzingen die Verfertigung dieses Feuerleiterwagens überlassen, weshalb mit demselben genauest zu accordieren wäre."<ref>zitiert nach [http://www.drehleiter.info/php/downloads/08-06-BS-200-Jahre-DL.pdf Markus Haberstroh: Jubiläum - 200 Jahre Drehleiter (pdf-Datei)]</ref>
:''„Es wurde ein Modell von einer sehr nützlichen Maschine, welche besonders auch den Beifall Sr. Königlichen Majestät erhalten hat, vorgezeigt, welches darin besteht, daß die Feuerleitern auf einem Wagen befestigt durch eine Walze nach den Umständen in die Höhe getrieben werden, und nach jeder beliebigen Seite gerichtet werden können. Diese Feuerleitern geben besonders den Vorteil, daß sie sehr leicht transportiert und durch den höchst einfachen Mechanismus des Treibrades aufgerichtet werden, welches bei den gewöhnlichen Leitern höchst beschwerlich ist. Man hat daher die Anschaffung dieses Feuer Geräths einstimmig beschlossen und da die hiesigen Wagnermeister aus Mangel an vorräthigem Handwerks Holz sich auf diese Arbeit nicht einlassen wollten und konnten, dem Wagnermeister Andreas Scheck in Lienzingen die Verfertigung dieses Feuerleiterwagens überlassen, weshalb mit demselben genauest zu accordieren wäre.“''<ref>zitiert nach [http://www.drehleiter.info/php/downloads/08-06-BS-200-Jahre-DL.pdf Markus Haberstroh: Jubiläum - 200 Jahre Drehleiter] (pdf-Datei)</ref>


Der Kaufpreis betrug damals 56 Gulden. Die Leiter war etwa 11 Meter hoch und blieb bis 1948 in Gebrauch. Die nächste Drehleiter wurde in Deutschland erst 1875 in Nürnberg wieder hergestellt. 1954 wurde sie nach Ulm verkauft und seit 1966 befindet sie sich im Besitz des Feuerwehr-Museums in Fulda.
Der Kaufpreis betrug damals 56 Gulden. Die Leiter war etwa 11 Meter hoch und blieb bis 1948 in Gebrauch. Die nächste Drehleiter wurde in Deutschland erst 1875 in Nürnberg wieder hergestellt. 1954 wurde sie nach Ulm verkauft und seit 1966 befindet sie sich im Besitz des Feuerwehr-Museums in Fulda.


== Einzelnachweise ==
== Weblinks ==
* [http://www.drehleiter.info/php/downloads/08-06-BS-200-Jahre-DL.pdf Markus Haberstroh: Jubiläum 200 Jahre Drehleiter] (pdf-Datei)

* [http://www.feuerwehr-knittlingen.de/Historisches.html Geschichte der Knittlinger Feuerwehr] auf der Webpräsenz der [[Freiwillige Feuerwehr Knittlingen|Freiwilligen Feuerwehr Knittlingen]]
=== Einzelnachweise ===
<references/>
<references/>


{{SORTIERUNG:Scheck, Andreas}}
== Weblinks ==
[[Kategorie:Mann]]

[[Kategorie:Person im 19. Jahrhundert]]
* [http://www.drehleiter.info/php/downloads/08-06-BS-200-Jahre-DL.pdf Markus Haberstroh: Jubiläum - 200 Jahre Drehleiter (pdf-Datei)]
* [http://www.feuerwehr-knittlingen.de/Historisches.html Geschichte der Feuerwehr Knittlingen]

[[Kategorie:Geschichte (Person)]]

Version vom 18. September 2012, 14:15 Uhr

Andreas Scheck (* 24. Juli 1768 in Lienzingen; † nach 1808) war ein deutscher Wagnermeister aus Lienzingen. Er gilt als der Erfinder der ersten Feuerwehr-Drehleiter in Deutschland. Nach ihm ist die Andreas-Scheck-Straße in Lienzingen benannt.

Feuerwehr-Drehleiter

Für die Feuerwehr von Knittlingen erfand der Wagner 1808 die erste Feuerwehr-Drehleiter in Deutschland, die sogenannte "Knittlinger Leiter". Es handelte sich dabei allerdings nicht um die erste Drehleiter: Bereits 1802 wurde in von Edouard Regnier und 1806 in der Schweiz drehbare Feuerleitern vorgeführt. Auslöser der Erfindung war ein Großbrand am 26. August 1807. Der eng-anliegende damalige Häuserbau führte dazu, dass sich ein Feuer schnell von Haus zu Haus ausbreitete. Eine drehbare Feuerleiter brachte den Vorteil mit, dass die Brandlöschung des nächsten Gebäudes schneller voran ging. Ein Gerichtsprotokoll vom 29. Februar 1808 schrieb dazu:

„Es wurde ein Modell von einer sehr nützlichen Maschine, welche besonders auch den Beifall Sr. Königlichen Majestät erhalten hat, vorgezeigt, welches darin besteht, daß die Feuerleitern auf einem Wagen befestigt durch eine Walze nach den Umständen in die Höhe getrieben werden, und nach jeder beliebigen Seite gerichtet werden können. Diese Feuerleitern geben besonders den Vorteil, daß sie sehr leicht transportiert und durch den höchst einfachen Mechanismus des Treibrades aufgerichtet werden, welches bei den gewöhnlichen Leitern höchst beschwerlich ist. Man hat daher die Anschaffung dieses Feuer Geräths einstimmig beschlossen und da die hiesigen Wagnermeister aus Mangel an vorräthigem Handwerks Holz sich auf diese Arbeit nicht einlassen wollten und konnten, dem Wagnermeister Andreas Scheck in Lienzingen die Verfertigung dieses Feuerleiterwagens überlassen, weshalb mit demselben genauest zu accordieren wäre.“[1]

Der Kaufpreis betrug damals 56 Gulden. Die Leiter war etwa 11 Meter hoch und blieb bis 1948 in Gebrauch. Die nächste Drehleiter wurde in Deutschland erst 1875 in Nürnberg wieder hergestellt. 1954 wurde sie nach Ulm verkauft und seit 1966 befindet sie sich im Besitz des Feuerwehr-Museums in Fulda.

Weblinks

Einzelnachweise