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Die Wüstung '''Niederhofen''' war eine Ortschaft nahe dem heutigen [[Lomersheim]]. Der Ort existierte bis [[1504]]. |
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Niederhofen ist vermutlich älter als Lomersheim. Dokumentiert ist eine St. Martinskirche, die erstmals 1419 erwähnt wurde. Ihr Taufstein wurde bereits im 14. Jahrhundert in die Lomersheimer St. Peters-Kirche gebracht. 1504 wurde Niederhofen während des [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erfolgekrieg]]s von Gegnern des Klosters Maulbronn niedergebrannt. Der Name Niederhofen tauchte in der Folgezeit noch in Flurnamen auf, ist heute allerdings auf der Landkarte gänzlich verschwunden. |
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Die frühere Forschung zu Niederhofen nahm aufgrund des Namens ''Nieder''hofen eine zweite Wüstung namens ''Oberhofen'' an. Historisch belegt, ist dieser Name aber nicht.<ref>vgl. Butz, Andreas: "Niederhofen. Eine abgegangene Siedlung bei Lomersheim" In: "Bettelarm und abgebrannnt. Von der Burg Löffelstölz und dem Mittelalter in Mühlacker." (Hrsg. Stadtarchiv Mühlacker) Heidelberg [u.a.] 2010, S. 288</ref> Der Historiker Andreas Butz geht davon aus, dass es sich bei Niederhofen lediglich um einzelne Höfe bei der [[Niederburg]] handelte, die zu Lomersheim gehörten. Demnach wäre Lomersheim die "oberen" Höfe. Ob Lomersheim "jemals als Oberhofen bezeichnet wurde, bleibt offen."<ref>ebd. S. 288</ref> |
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== Sonstiges == |
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Am 8. März 2009 wurden während Bauarbeiten an der Kläranlage Lomersheim, links von der Enz gelegen, mehrere ältere Knochen gefunden, die mit dem Weiler Niederhofen in Verbindung gebracht werden. |
Am 8. März 2009 wurden während Bauarbeiten an der Kläranlage Lomersheim, links von der Enz gelegen, mehrere ältere Knochen gefunden, die mit dem Weiler Niederhofen in Verbindung gebracht werden. |
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== Einzelnachweise == |
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== Literatur == |
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*Butz, Andreas: Niederhofen. Eine abgegangene Siedlung bei Lomersheim. In: "Bettelarm und abgebrannnt. Von der Burg Löffelstölz und dem Mittelalter in Mühlacker." (Hrsg. Stadtarchiv Mühlacker) Heidelberg [u.a.] 2010, S. 285-295. |
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*Conrad, Otto: Altes und Neues von Lomersheim. Vom Flurnamen "Zwischendörfer" zur abgegangenen Siedlung Niederhofen. In: Schwäbische Heimat NF, 1956, S. 202-205. |
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Version vom 21. August 2012, 19:23 Uhr
Die Wüstung Niederhofen war eine Ortschaft nahe dem heutigen Lomersheim. Der Ort existierte bis 1504.
Geschichte
Niederhofen ist vermutlich älter als Lomersheim. Dokumentiert ist eine St. Martinskirche, die erstmals 1419 erwähnt wurde. Ihr Taufstein wurde bereits im 14. Jahrhundert in die Lomersheimer St. Peters-Kirche gebracht. 1504 wurde Niederhofen während des Pfälzischen Erfolgekriegs von Gegnern des Klosters Maulbronn niedergebrannt. Der Name Niederhofen tauchte in der Folgezeit noch in Flurnamen auf, ist heute allerdings auf der Landkarte gänzlich verschwunden.
Oberhofen
Die frühere Forschung zu Niederhofen nahm aufgrund des Namens Niederhofen eine zweite Wüstung namens Oberhofen an. Historisch belegt, ist dieser Name aber nicht.[1] Der Historiker Andreas Butz geht davon aus, dass es sich bei Niederhofen lediglich um einzelne Höfe bei der Niederburg handelte, die zu Lomersheim gehörten. Demnach wäre Lomersheim die "oberen" Höfe. Ob Lomersheim "jemals als Oberhofen bezeichnet wurde, bleibt offen."[2]
Sonstiges
Am 8. März 2009 wurden während Bauarbeiten an der Kläranlage Lomersheim, links von der Enz gelegen, mehrere ältere Knochen gefunden, die mit dem Weiler Niederhofen in Verbindung gebracht werden.
Einzelnachweise
Literatur
- Butz, Andreas: Niederhofen. Eine abgegangene Siedlung bei Lomersheim. In: "Bettelarm und abgebrannnt. Von der Burg Löffelstölz und dem Mittelalter in Mühlacker." (Hrsg. Stadtarchiv Mühlacker) Heidelberg [u.a.] 2010, S. 285-295.
- Conrad, Otto: Altes und Neues von Lomersheim. Vom Flurnamen "Zwischendörfer" zur abgegangenen Siedlung Niederhofen. In: Schwäbische Heimat NF, 1956, S. 202-205.