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Villa rustica Niemandsrain: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Die '''Villa rustica Niemandsrain''' (''Villa rustica Niemandsberg'') ist eine [[Villa rustica]] in [[Remchingen]]-[[Wilferdingen]]. Sie gehörte vermutlich zur römischen Ortschaft ''Vicus Senotiensis''.
Die '''Villa rustica Niemandsrain''' (''Villa rustica Niemandsberg'') ist eine [[Villa rustica]] in [[Remchingen]]-[[Wilferdingen]]. Sie gehörte vermutlich zur römischen Ortschaft ''Vicus Senotiensis'' und befindet sich heute am südwestlichen Ortsrand in Wilferdingen.


== Entstehung und Aufbau ==
== Entstehung und Aufbau ==
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Das zweite Gebäude war vermutlich ein Wirtschaftsgebäude. Es lag 60 m nordöstlich vom Hauptgebäude und war mit 12,5 x 17 m Größe deutlich kleiner. Durch die ca. 5 m tiefere Lage hat sich das Nebengebäude besser erhalten. Die genaue Verwendung ist unbekannt.
Das zweite Gebäude war vermutlich ein Wirtschaftsgebäude. Es lag 60 m nordöstlich vom Hauptgebäude und war mit 12,5 x 17 m Größe deutlich kleiner. Durch die ca. 5 m tiefere Lage hat sich das Nebengebäude besser erhalten. Die genaue Verwendung ist unbekannt.


== Ausgrabung und Funde ==


Die beiden Gebäuden der Villa rustica am Niemandsberg wurden [[1988]] durch Luftaufnahmen entdeckt. Von April bis Oktober 2002 wurde die Anlage vom Archäologen Günther Wieland ausgegraben und untersucht. Insgesamt gruben sie eine Fläche von 26 x 23 m aus. Teile der Fundstücke werden im [[Kulturhalle Remchingen]] ausgestellt.


Weitere Siedlungsreste, die man mit "Vicus Senotiensis" verbindet, fand man in den Buchwaldwiesen, sowie bei der Wilferdinger Hauptstraße, wo man 1938 Gebäudereste mit Hypocaustanlage fand. Diese werden aber direkt mit dem Vicus zugerechnet und sind somit keine Villa rustica im eigentlichen Sinne.




Am südwestlichen Ortsrand von Wilferdingen wurde 1988 durch Luftaufnahmen ein weiterer Gutshof entdeckt. April bis Oktober 2002 wurden beide dieser archäologisch untersucht. Ein etwa 26 Meter mal 23 Meter großer Teil des Gebäudes wurde freigelegt. Flur Niemandsrain
Ausgrabefläche 26x23 m

Vicus Senotensis "Ort der Senoter"?
Günter Wieland Welschental
1938: römische Gebäudereste mit Hypokaustanlage bei der Hauptstraße
1933, 66, 72: Siedlungsreste in den Buchwaldwiesen (mögl. römische Wasserleitung aus Sandsteinplatten). Römische Reliefe waren in Remchinger Kirche eingemauert (Viergötterstein; ebenso Viergötterstein der Nöttinger Kirche von bis 1882)
1921: Merkurrelief im Ranntal Steinbrucharbeiten
In der Umgebung ist eine ganze Reihe Gutshöfe bekannt

Version vom 31. März 2010, 16:10 Uhr

Die Villa rustica Niemandsrain (Villa rustica Niemandsberg) ist eine Villa rustica in Remchingen-Wilferdingen. Sie gehörte vermutlich zur römischen Ortschaft Vicus Senotiensis und befindet sich heute am südwestlichen Ortsrand in Wilferdingen.

Entstehung und Aufbau

Von dem ehemaligen Gutshof sind lediglich 2 Gebäude bekannt. Sie entstanden vermutlich Ende des 1. Jh. n. Chr. und wurde spätestens nach dem Limesfall (um 260) aufgegeben. Da sie sich nur ca. 1 km südwestlich des vermuteten Stadtkerns von Vicus Senotiensis befanden, hält man einen direkten Zusammenhang für wahrscheinlich.

Das Hauptgebäude lag auf einer Kuppe und ragte nach Osten hin heraus. Man vermutet, dass es sich hierbei um eine Risalitvilla mit südl. Frontseite, Innenhof und einem Westflügel gehandelt hatte. Allerdings ist das Gebäude dank Bodenerosionen, Steinraub und landschaftlicher Nutzung nur schlecht erhalten. Mit 19 m langen Mauerresten hat sich an der Südseite am meisten erhalten, während von der Ostseite 18 m und von der Westseite 16 m noch nachweisbar sind. Der Nordteil der Villa wurde ganz abgetragen. Im Innenhof befand sich ein Eingang in einen Keller. Dieser gut erhaltene Gebäudeteil war 3,8 x 4,5 m groß und wurde mit Brandbauschutt zu gefüllt, was auf eine mögliche Zerstörung der Villa durch Feuer schließt.

Das zweite Gebäude war vermutlich ein Wirtschaftsgebäude. Es lag 60 m nordöstlich vom Hauptgebäude und war mit 12,5 x 17 m Größe deutlich kleiner. Durch die ca. 5 m tiefere Lage hat sich das Nebengebäude besser erhalten. Die genaue Verwendung ist unbekannt.

Ausgrabung und Funde

Die beiden Gebäuden der Villa rustica am Niemandsberg wurden 1988 durch Luftaufnahmen entdeckt. Von April bis Oktober 2002 wurde die Anlage vom Archäologen Günther Wieland ausgegraben und untersucht. Insgesamt gruben sie eine Fläche von 26 x 23 m aus. Teile der Fundstücke werden im Kulturhalle Remchingen ausgestellt.

Weitere Siedlungsreste, die man mit "Vicus Senotiensis" verbindet, fand man in den Buchwaldwiesen, sowie bei der Wilferdinger Hauptstraße, wo man 1938 Gebäudereste mit Hypocaustanlage fand. Diese werden aber direkt mit dem Vicus zugerechnet und sind somit keine Villa rustica im eigentlichen Sinne.