Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenz![]()
mail.de
Villa rustica Niemandsrain: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
Die '''Villa rustica Niemandsrain''' (''Villa rustica Niemandsberg'') ist eine [[Villa rustica]] in [[Remchingen]]-[[Wilferdingen]]. Sie gehörte vermutlich zur römischen Ortschaft ''Vicus Senotiensis''. |
|||
| ⚫ | Am südwestlichen Ortsrand von Wilferdingen wurde 1988 durch Luftaufnahmen ein weiterer Gutshof entdeckt. April bis Oktober 2002 wurden beide dieser archäologisch untersucht. Ein etwa 26 Meter mal 23 Meter großer Teil des Gebäudes wurde freigelegt |
||
60 m nordöstlich und 5 m tiefer kleineres Nebengebäude, wohl ein Wirtschaftsgebäude12,5 m x17 m groß |
|||
Hauptgebäude lag auf einer Kuppe, nach Osten herausrag |
|||
| ⚫ | |||
Hauptgebäude: Innenhof und Westflügel (16 m nachweisbar), Norden abgetragen, Süden noch 19 m lang, Osten 18 m erhalten. Innenhof: Kellereingang; vermutlich Risalitvilla (Südfront) |
|||
Keller gut erhalten (3,8 x 4,5 m innen) wurde mit Brandbauschutt zu gefüllt (mgöiche Zerstörung durch Feuer) |
|||
== Entstehung und Aufbau == |
|||
Von dem ehemaligen Gutshof sind lediglich 2 Gebäude bekannt. Sie entstanden vermutlich Ende des 1. Jh. n. Chr. und wurde spätestens nach dem Limesfall (um 260) aufgegeben. Da sie sich nur ca. 1 km südwestlich des vermuteten Stadtkerns von ''Vicus Senotiensis'' befanden, hält man einen direkten Zusammenhang für wahrscheinlich. |
|||
Das Hauptgebäude lag auf einer Kuppe und ragte nach Osten hin heraus. Man vermutet, dass es sich hierbei um eine Risalitvilla mit südl. Frontseite, Innenhof und einem Westflügel gehandelt hatte. Allerdings ist das Gebäude dank Bodenerosionen, Steinraub und landschaftlicher Nutzung nur schlecht erhalten. Mit 19 m langen Mauerresten hat sich an der Südseite am meisten erhalten, während von der Ostseite 18 m und von der Westseite 16 m noch nachweisbar sind. Der Nordteil der Villa wurde ganz abgetragen. Im Innenhof befand sich ein Eingang in einen Keller. Dieser gut erhaltene Gebäudeteil war 3,8 x 4,5 m groß und wurde mit Brandbauschutt zu gefüllt, was auf eine mögliche Zerstörung der Villa durch Feuer schließt. |
|||
Das zweite Gebäude war vermutlich ein Wirtschaftsgebäude. Es lag 60 m nordöstlich vom Hauptgebäude und war mit 12,5 x 17 m Größe deutlich kleiner. Durch die ca. 5 m tiefere Lage hat sich das Nebengebäude besser erhalten. Die genaue Verwendung ist unbekannt. |
|||
| ⚫ | |||
| ⚫ | |||
Vicus Senotensis "Ort der Senoter"? |
Vicus Senotensis "Ort der Senoter"? |
||
Version vom 30. März 2010, 17:50 Uhr
Die Villa rustica Niemandsrain (Villa rustica Niemandsberg) ist eine Villa rustica in Remchingen-Wilferdingen. Sie gehörte vermutlich zur römischen Ortschaft Vicus Senotiensis.
Entstehung und Aufbau
Von dem ehemaligen Gutshof sind lediglich 2 Gebäude bekannt. Sie entstanden vermutlich Ende des 1. Jh. n. Chr. und wurde spätestens nach dem Limesfall (um 260) aufgegeben. Da sie sich nur ca. 1 km südwestlich des vermuteten Stadtkerns von Vicus Senotiensis befanden, hält man einen direkten Zusammenhang für wahrscheinlich.
Das Hauptgebäude lag auf einer Kuppe und ragte nach Osten hin heraus. Man vermutet, dass es sich hierbei um eine Risalitvilla mit südl. Frontseite, Innenhof und einem Westflügel gehandelt hatte. Allerdings ist das Gebäude dank Bodenerosionen, Steinraub und landschaftlicher Nutzung nur schlecht erhalten. Mit 19 m langen Mauerresten hat sich an der Südseite am meisten erhalten, während von der Ostseite 18 m und von der Westseite 16 m noch nachweisbar sind. Der Nordteil der Villa wurde ganz abgetragen. Im Innenhof befand sich ein Eingang in einen Keller. Dieser gut erhaltene Gebäudeteil war 3,8 x 4,5 m groß und wurde mit Brandbauschutt zu gefüllt, was auf eine mögliche Zerstörung der Villa durch Feuer schließt.
Das zweite Gebäude war vermutlich ein Wirtschaftsgebäude. Es lag 60 m nordöstlich vom Hauptgebäude und war mit 12,5 x 17 m Größe deutlich kleiner. Durch die ca. 5 m tiefere Lage hat sich das Nebengebäude besser erhalten. Die genaue Verwendung ist unbekannt.
Am südwestlichen Ortsrand von Wilferdingen wurde 1988 durch Luftaufnahmen ein weiterer Gutshof entdeckt. April bis Oktober 2002 wurden beide dieser archäologisch untersucht. Ein etwa 26 Meter mal 23 Meter großer Teil des Gebäudes wurde freigelegt. Flur Niemandsrain Ausgrabefläche 26x23 m
Vicus Senotensis "Ort der Senoter"? Günter Wieland Welschental 1938: römische Gebäudereste mit Hypokaustanlage bei der Hauptstraße 1933, 66, 72: Siedlungsreste in den Buchwaldwiesen (mögl. römische Wasserleitung aus Sandsteinplatten). Römische Reliefe waren in Remchinger Kirche eingemauert (Viergötterstein; ebenso Viergötterstein der Nöttinger Kirche von bis 1882) 1921: Merkurrelief im Ranntal Steinbrucharbeiten In der Umgebung ist eine ganze Reihe Gutshöfe bekannt