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Amalie Nachmann: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Amalie Nachmann''' geborene Kahn (geb. [[17. Juli]] [[1892]], am [[28. August]] [[1942]] ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert, für tot erklärt) war Opfer der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]].
'''Amalie Nachmann'''

Amalie Nachmann geb. Kahn (geb. [[17. Juli]] [[1892]], am [[28. August]] [[1942]] ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert, für tot erklärt) war Opfer der [[Nationalsozialisten]].


==Verfolgung==
==Verfolgung==


Amalie Nachmann war die Ehefrau von Ludwig Nachmann, dem Vorstand der jüdischen Gemeinde in Pforzheim, und wohnte in der Bertholdstr. 4. Ihr Sohn Fritz konnte sich 1939 durch die Emigration nach Schweden retten.
Amalie Nachmann war die Ehefrau von Ludwig Nachmann, dem Vorstand der [[Juden|jüdischen]] Gemeinde in [[Pforzheim]], und wohnte in der [[Bertholdstraße]] 4. Ihr Sohn Fritz konnte sich [[1939]] durch die Emigration nach Schweden retten.


Am 22. Oktober 1940 holten die Nazis Amalie Nachmann, ihren Mann und weitere 21 Personen aus dem Haus Bertholdstr. 4 und deportierten sie wie insgesamt 195 jüdische Menschen aus Pforzheim ins Internierungslager Gurs in Südfrankreich.
Am 22. Oktober [[1940]] holten die Nazis Amalie Nachmann, ihren Mann und weitere 21 Personen aus dem Haus Bertholdstraße 4 und deportierten sie wie insgesamt 195 jüdische Menschen aus Pforzheim ins Internierungslager Gurs in Südfrankreich.
Amalie Nachmann wurde am 28. August 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt, sie ist „für tot erklärt“. Ihr Mann starb in Noé, einem Internierungslager für Kranke und Alte.
Amalie Nachmann wurde am 28. August 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt, sie ist ''für tot erklärt''. Ihr Mann starb in Noé, einem Internierungslager für Kranke und Alte.


==Schicksal der Nachbarn==
==Schicksal der Nachbarn==


Die Schicksale der anderen BewohnerInnen des gettoisierten Hauses Bertholdstr. 4 sind in dem Artikel „Bertholdstr. 4: ’Judenhaus’“ enthalten.
Die Schicksale der anderen BewohnerInnen des gettoisierten Hauses Bertholdstraße 4 sind in dem Artikel „Bertholdstraße 4: ’Judenhaus’“ enthalten.


==Erinnerung==
==Erinnerung==


Im Rahmen der Aktion "Stolpersteine" wurde für Amalie Nachmann am 28. Mai 2009 ein Stein vor ihrer Wohnadresse in der Bertholdstr. 4 in den Boden eingelassen.
Im Rahmen der Aktion "[[Stolpersteine]]" wurde für Amalie Nachmann am 28. Mai [[2009]] ein Stein vor ihrer Wohnadresse in der Bertholdstraße 4 in den Boden eingelassen.


==Quellen==
==Quellen==
* Adressbuch Pforzheim
* Adressbuch Pforzheim
* Gerhard Brändle: "Die jüdischen Mitbürger der Stadt Pforzheim", herausgegeben von der Stadt Pforzheim, Pforzheim 1985 (1. Auflage) ISBN 3-9800843-1-0
* [[Gerhard Brändle]]: "Die jüdischen Mitbürger der Stadt Pforzheim", herausgegeben von der Stadt Pforzheim, Pforzheim [[1985]] (1. Auflage) ISBN 3-9800843-1-0
* Gerhard Brändle, Jüdische Gotteshäuser in Pforzheim, Pforzheim, 1990
* Gerhard Brändle, Jüdische Gotteshäuser in Pforzheim, Pforzheim, [[1990]]

[[Kategorie:Geschichte (Person)]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]

Version vom 14. Juni 2009, 20:31 Uhr

Amalie Nachmann geborene Kahn (geb. 17. Juli 1892, am 28. August 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert, für tot erklärt) war Opfer der Nationalsozialisten.

Verfolgung

Amalie Nachmann war die Ehefrau von Ludwig Nachmann, dem Vorstand der jüdischen Gemeinde in Pforzheim, und wohnte in der Bertholdstraße 4. Ihr Sohn Fritz konnte sich 1939 durch die Emigration nach Schweden retten.

Am 22. Oktober 1940 holten die Nazis Amalie Nachmann, ihren Mann und weitere 21 Personen aus dem Haus Bertholdstraße 4 und deportierten sie wie insgesamt 195 jüdische Menschen aus Pforzheim ins Internierungslager Gurs in Südfrankreich. Amalie Nachmann wurde am 28. August 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt, sie ist für tot erklärt. Ihr Mann starb in Noé, einem Internierungslager für Kranke und Alte.

Schicksal der Nachbarn

Die Schicksale der anderen BewohnerInnen des gettoisierten Hauses Bertholdstraße 4 sind in dem Artikel „Bertholdstraße 4: ’Judenhaus’“ enthalten.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion "Stolpersteine" wurde für Amalie Nachmann am 28. Mai 2009 ein Stein vor ihrer Wohnadresse in der Bertholdstraße 4 in den Boden eingelassen.

Quellen

  • Adressbuch Pforzheim
  • Gerhard Brändle: "Die jüdischen Mitbürger der Stadt Pforzheim", herausgegeben von der Stadt Pforzheim, Pforzheim 1985 (1. Auflage) ISBN 3-9800843-1-0
  • Gerhard Brändle, Jüdische Gotteshäuser in Pforzheim, Pforzheim, 1990