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Herbert Witzenmann: Unterschied zwischen den Versionen
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Nach dem Abitur am [[Reuchlin-Gymnasium]] studierte er erst Musik, musste aber seinem Berufswunsch Pianist wegen seiner Sehnenschwäche aufgeben. Nachdem er [[1924]] Rudolf Steiner kennengelernt hatte, studierte er durch diesen motiviert Maschinenbau, Philosophie, Musik-, Literatur- und Kunstgeschichte. [[1930]] heiratet er Maria Wozak, eine sudetendeutsche Dichterin. |
Nach dem Abitur am [[Reuchlin-Gymnasium]] studierte er erst Musik, musste aber seinem Berufswunsch Pianist wegen seiner Sehnenschwäche aufgeben. Nachdem er [[1924]] Rudolf Steiner kennengelernt hatte, studierte er durch diesen motiviert Maschinenbau, Philosophie, Musik-, Literatur- und Kunstgeschichte. [[1930]] heiratet er Maria Wozak, eine sudetendeutsche Dichterin. |
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Zu Beginn der Nationalsozialistischen Machtergreifung wurde Witzenmann, als Anthroposoph und ''[[Juden]]freund'', durch mehreren Verhören und Hausdurchsuchungen belästigt. Beim Bombenangriff am [[23. Februar 1945]] auf Pforzheim wurden alle seine Aufzeichnungen, auch seine Habilitationsschrift zerstört. Kurz vor Kriegsende kam er in französischer Kriegsgefangenschaft, aus der er fliehen konnte. Danach widmet er sich dem Wiederaufbau der zerstörten Firma. Daneben war er als anthroposophischer Seminarleiter in Stuttgart und als Mitredakteur der anthroposophischen Zeitschrift ''Die Drei'' tätig. |
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Ab [[1937]] arbeitete er im Familienunternehmen mit, dessen Leitung er sich dann [[1938]] mit [[Emil Witzenmann|Emil]] und [[Walter Witzenmann]] teilte. Bis [[1966]] war er in der Metallschlauchfabrik [[Witzenmann GmbH]] aktiv. |
Ab [[1937]] arbeitete er im Familienunternehmen mit, dessen Leitung er sich dann [[1938]] mit [[Emil Witzenmann|Emil]] und [[Walter Witzenmann]] teilte. Bis [[1966]] war er in der Metallschlauchfabrik [[Witzenmann GmbH]] aktiv. |
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Version vom 15. Januar 2009, 19:47 Uhr
Herbert Witzenmann (* 1905; † 24. September 1988 in Heidelberg) war ein Pforzheimer Fabrikant, Anthroposoph und Philosoph.
Nach dem Abitur am Reuchlin-Gymnasium studierte er erst Musik, musste aber seinem Berufswunsch Pianist wegen seiner Sehnenschwäche aufgeben. Nachdem er 1924 Rudolf Steiner kennengelernt hatte, studierte er durch diesen motiviert Maschinenbau, Philosophie, Musik-, Literatur- und Kunstgeschichte. 1930 heiratet er Maria Wozak, eine sudetendeutsche Dichterin.
Zu Beginn der Nationalsozialistischen Machtergreifung wurde Witzenmann, als Anthroposoph und Judenfreund, durch mehreren Verhören und Hausdurchsuchungen belästigt. Beim Bombenangriff am 23. Februar 1945 auf Pforzheim wurden alle seine Aufzeichnungen, auch seine Habilitationsschrift zerstört. Kurz vor Kriegsende kam er in französischer Kriegsgefangenschaft, aus der er fliehen konnte. Danach widmet er sich dem Wiederaufbau der zerstörten Firma. Daneben war er als anthroposophischer Seminarleiter in Stuttgart und als Mitredakteur der anthroposophischen Zeitschrift Die Drei tätig.
Ab 1937 arbeitete er im Familienunternehmen mit, dessen Leitung er sich dann 1938 mit Emil und Walter Witzenmann teilte. Bis 1966 war er in der Metallschlauchfabrik Witzenmann GmbH aktiv.
Daneben engagiert er sich stark in der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Er verfasste auch zahlreiche anthroposophische Schriften und war lange Jahre Schriftleiter der anthroposophischen Zeitschrift Die Drei. Auch als Vortragsredner und Kursleiter anthroposophischer Themen war er unterwegs. Am 24. September 1988 starb Herbert Witzenmann in Heidelberg.