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Karl Otto Bührer war ab [[1927]] Hauptlehrer in Pforzheim, Mitglied der [[SPD]] und Leiter des Verbundes der Arbeitersportvereine mit über 3000 Mitgliedern. [[1931]] trat er in die Sozialistische Arbeiterpartei (SAP), die ein Bündnis der Arbeiterparteien und Gewerkschaften gegen den drohenden Faschismus anstrebte, ein. |
Karl Otto Bührer war ab [[1927]] Hauptlehrer in Pforzheim, Mitglied der [[SPD]] und Leiter des Verbundes der Arbeitersportvereine mit über 3000 Mitgliedern. [[1931]] trat er in die Sozialistische Arbeiterpartei (SAP), die ein Bündnis der Arbeiterparteien und Gewerkschaften gegen den drohenden Faschismus anstrebte, ein. |
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[[1933]] arbeitete Bührer als führender Kopf der SAP trotz Verbot weiter: Flugblätter warnten vor der ''"Erweiterung des Lebensraums nach Osten"'' (A. Hitler in „Mein Kampf“), was ''"soviel wie Krieg bedeutet"''<sup>1</sup>. Spendensammlungen halfen Verfolgten und ihren Familien, Fluchthilfestationen in Pforzheim und [[Schwann]] (Pfarrer [[Friedrich Honecker]]) retteten Bedrohte. |
[[1933]] arbeitete Bührer als führender Kopf der SAP trotz Verbot weiter: Flugblätter warnten vor der ''"Erweiterung des Lebensraums nach Osten"'' (A. Hitler in „Mein Kampf“), was ''"soviel wie Krieg bedeutet"''<sup>1</sup>. Spendensammlungen halfen Verfolgten und ihren Familien, Fluchthilfestationen in Pforzheim und [[Schwann]] (Pfarrer [[Friedrich Honecker]]) retteten Bedrohte. |
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[[1935]] wurde Karl Bührer verhaftet, doch die Beweise gegen ihn reichten nicht zu einer Verurteilung. Im Herbst [[1937]] wurde er nach Dietenhausen versetzt. [[1938]] wurde er erneut verhaftet und zusammen mit 15 anderen SAP-Leuten [[1939]] vor Gericht gezerrt. Vom Volksgerichtshof erhielt er wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zehn Jahre Zuchthaus. Er starb unter unbekannten Umständen am 27. Dezember 1942 im Zuchthaus Brandenburg/Havel. |
[[1935]] wurde Karl Bührer verhaftet, doch die Beweise gegen ihn reichten nicht zu einer Verurteilung. Im Herbst [[1937]] wurde er nach Dietenhausen versetzt. [[1938]] wurde er erneut verhaftet und zusammen mit 15 anderen SAP-Leuten, darunter Hans Brammer und Karl Schroth, [[1939]] vor Gericht gezerrt. Vom Volksgerichtshof erhielt er wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zehn Jahre Zuchthaus. Er starb unter unbekannten Umständen am 27. Dezember 1942 im Zuchthaus Brandenburg/Havel. |
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In Pforzheim erinnern die [[Karl-Bührer-Straße]] beim [[Hauptfriedhof]] und eine Gedenkplatte beim [[Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes]] auf dem Hauptfriedhof an ihn. |
In Pforzheim erinnern die [[Karl-Bührer-Straße]] beim [[Hauptfriedhof]] und eine Gedenkplatte beim [[Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes]] auf dem Hauptfriedhof an ihn. |
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==Literatur== |
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*Dagenbach, Klaus; Rupp, Markus, Die Pforzheimer SAPD im Widerstand, Pforzheim, 1995 |
*Dagenbach, Klaus; Rupp, Markus, Die Pforzheimer SAPD im Widerstand, Pforzheim, 1995 |
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*Van Dick, Lutz, Oppositionelles Lehrerverhalten 1933 – 1945, München, Weinheim, 1988 |
*Van Dick, Lutz, Oppositionelles Lehrerverhalten 1933 – 1945, München, Weinheim, 1988 |
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Version vom 2. März 2008, 09:42 Uhr

Karl Otto Bührer (* 3. Juni 1901 in Pforzheim; † 27. Dezember 1942 in Brandenburg/Havel) war Lehrer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
Leben
Karl Otto Bührer war ab 1927 Hauptlehrer in Pforzheim, Mitglied der SPD und Leiter des Verbundes der Arbeitersportvereine mit über 3000 Mitgliedern. 1931 trat er in die Sozialistische Arbeiterpartei (SAP), die ein Bündnis der Arbeiterparteien und Gewerkschaften gegen den drohenden Faschismus anstrebte, ein.
Widerstand
1933 arbeitete Bührer als führender Kopf der SAP trotz Verbot weiter: Flugblätter warnten vor der "Erweiterung des Lebensraums nach Osten" (A. Hitler in „Mein Kampf“), was "soviel wie Krieg bedeutet"1. Spendensammlungen halfen Verfolgten und ihren Familien, Fluchthilfestationen in Pforzheim und Schwann (Pfarrer Friedrich Honecker) retteten Bedrohte.
1935 wurde Karl Bührer verhaftet, doch die Beweise gegen ihn reichten nicht zu einer Verurteilung. Im Herbst 1937 wurde er nach Dietenhausen versetzt. 1938 wurde er erneut verhaftet und zusammen mit 15 anderen SAP-Leuten, darunter Hans Brammer und Karl Schroth, 1939 vor Gericht gezerrt. Vom Volksgerichtshof erhielt er wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zehn Jahre Zuchthaus. Er starb unter unbekannten Umständen am 27. Dezember 1942 im Zuchthaus Brandenburg/Havel.
Erinnerung
In Pforzheim erinnern die Karl-Bührer-Straße beim Hauptfriedhof und eine Gedenkplatte beim Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes auf dem Hauptfriedhof an ihn.
Literatur
- Dagenbach, Klaus; Rupp, Markus, Die Pforzheimer SAPD im Widerstand, Pforzheim, 1995
- Van Dick, Lutz, Oppositionelles Lehrerverhalten 1933 – 1945, München, Weinheim, 1988
- Schroth, Karl, Karl Bührer darf nicht vergessen werden, unveröffent. Manuskript, Pforzheim, 1994
- Schroth, Karl, Und immer wieder für die Freiheit, Pforzheim, 1977
- „Mut zum Widerstehen“, Ausstellung Pforzheim 1933 – 1945, Dokumentation der Ausstellungstafeln, HRSG: Stadtjugendring Pforzheim, Redaktion: Gerhard Brändle, Pforzheim, 1995
Quellen
- 1 Schroth, Karl: Karl Bührer darf nicht vergessen werden, S.4