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Adventisten: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Adventisten'''
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Siebenten–Tags–Adventisten – Reformbewegung in [[Pforzheim]] (Gegner des NS-Regimes)
Die Siebenten–Tags–Adventisten – Reformbewegung in [[Pforzheim]] waren Gegner des NS-Regimes




Die Adventisten sind eine 1831 in den USA gegründete evangelische Freikirche, sie erwarten die baldige Wiederkehr von Jesus Christis (Advent: Ankunft, lat.), feiern statt des Sonntags den Sabbat (Samstag) als Ruhetag und Tag des Gottesdienstes,vertreten die Erwachsenentaufe, meiden meist Raschmittel bzw. Drogen und befolgen die biblischen Speisegebote.
Zu den Gegnern des NS-Regimes gehören auch kleinere christliche Gruppen wie die Adventisten und die [[Zeugen Jehovas]], früher: Ernste Bibelforscher, die mit dem absoluten Machtanspruch der nationalsozialistischen Diktatur in Konflikt geraten. Schon [[1933]] wird die „Bibelforschervereinigung“ in [[Baden]] verboten. Ebenfalls im November 1933 ist die Organisation der Siebenten – Tags – Adventisten für zehn Tage verboten.
Sie gehören wie die [[Zeugen Jehovas]], früher: Ernste Bibelforscher, zu den Gegnern des NS-Regimes, da sie mit dem absoluten Machtanspruch der nationalsozialistischen Diktatur in Konflikt geraten. Schon [[1933]] wird die „Bibelforschervereinigung“ in [[Baden]] verboten. Ebenfalls im November 1933 ist die Organisation der Siebenten–Tags–Adventisten für zehn Tage verboten.
1936 kommt das Verbot der Siebenten-Tags-Adventisten – Reformbewegung, einer Abspaltung aus der Zeit des 1. Weltkrieges aufgrund der Ablehnung des Kriegsdienstes, mit folgender Begründung, die erhalten ist in einem Schreiben der [[Gestapo]] vom 29.4.1936:
1936 kommt das Verbot der Siebenten-Tags-Adventisten – Reformbewegung, einer Abspaltung aus der Zeit des 1. Weltkrieges aufgrund der Ablehnung des Kriegsdienstes, mit folgender Begründung, die erhalten ist in einem Schreiben der [[Gestapo]] vom 29.4.1936:


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In Pforzheim werden aufgrund der Betätigung für die Adventisten gegen dieses Verbot im Herbst 1937 mehrere Personen, unter ihnen Frieda Günther, Gertraud und Max Hess, Frieda Hofsäss, Kurz Junghans, Elfriede, Emma und Gertrud Keppler sowie Maria Schoch im Gefängnis in Pforzheim und Bruchsal für einige Wochen bzw. Monate inhaftiert.
In Pforzheim werden aufgrund der Betätigung für die Adventisten-Reformbewegung gegen dieses Verbot im Herbst 1937 mehrere Personen, unter ihnen Frieda Günther, Gertraud und Max Hess, Frieda Hofsäss, Kurz Junghans, Elfriede, Emma und Gertrud Keppler sowie Maria Schoch im Gefängnis in Pforzheim und Bruchsal für einige Wochen bzw. Monate inhaftiert.


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Version vom 8. Juni 2007, 16:28 Uhr

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Adventisten

Die Siebenten–Tags–Adventisten – Reformbewegung in Pforzheim waren Gegner des NS-Regimes


Die Adventisten sind eine 1831 in den USA gegründete evangelische Freikirche, sie erwarten die baldige Wiederkehr von Jesus Christis (Advent: Ankunft, lat.), feiern statt des Sonntags den Sabbat (Samstag) als Ruhetag und Tag des Gottesdienstes,vertreten die Erwachsenentaufe, meiden meist Raschmittel bzw. Drogen und befolgen die biblischen Speisegebote.

Sie gehören wie die Zeugen Jehovas, früher: Ernste Bibelforscher, zu den Gegnern des NS-Regimes, da sie mit dem absoluten Machtanspruch der nationalsozialistischen Diktatur in Konflikt geraten. Schon 1933 wird die „Bibelforschervereinigung“ in Baden verboten. Ebenfalls im November 1933 ist die Organisation der Siebenten–Tags–Adventisten für zehn Tage verboten. 1936 kommt das Verbot der Siebenten-Tags-Adventisten – Reformbewegung, einer Abspaltung aus der Zeit des 1. Weltkrieges aufgrund der Ablehnung des Kriegsdienstes, mit folgender Begründung, die erhalten ist in einem Schreiben der Gestapo vom 29.4.1936:


...wird für das gesamte Reichsgebiet aufgelöst und verboten. Der Vermögen wird beschlagnahmt... Die "Siebenten-Tags-Adventisten-Reformbewegung" verfolgt unter dem Deckmantel der religiösen Betätigung Ziele, die der Weltanschauung des Nationalsozialismus zuwiderlaufen. Die Anhänger dieser Sekte verweigern den Wehrdienst und lehnen es ab, den Deutschen Gruß anzuwenden. Sie erklären offen, dass sie kein Vaterland kennen, sondern international eingestellt seien und alle Menschen als Brüder betrachten. Da das Verhalten dieser Sekte geeignet ist, Verwirrung unter der Bevölkerung zu erregen, war ihre Auflösung zum Schutz von Volk und Staat erforderlich. gez. Heydrich.


In Pforzheim werden aufgrund der Betätigung für die Adventisten-Reformbewegung gegen dieses Verbot im Herbst 1937 mehrere Personen, unter ihnen Frieda Günther, Gertraud und Max Hess, Frieda Hofsäss, Kurz Junghans, Elfriede, Emma und Gertrud Keppler sowie Maria Schoch im Gefängnis in Pforzheim und Bruchsal für einige Wochen bzw. Monate inhaftiert.

Links

  • www.reform-adventisten.net
  • www.advent-verlag.de/adventecho (5/2205, S. 32 ff.)
  • www.apd.info.index (01/2005, Buchrezension)
  • de.wikipedia.org/wiki/Siebenten-Tags-Adventisten

Quellen

  • Generallandesarchiv Karlsruhe Bestand 507 (ungedruckt)
  • Künzler, Wilhelm, Arbeiterwiderstand in Pforzheim und Umgebung, Singen, 1987 (ungedruckt)

Literatur

  • Brändle,Gerhard, Jubiläumsschrift: 100 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft - 100 Jahre Friedensarbeit in Pforzheim, Pforzheim, November 1992
  • Pforzheimer Kurier 30. 3. 1995 (Nr. 11 der Serie: Zivilcourage 1933 – 1945)