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Joachim Grunwald: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Joachim Grunwald''' (* [[Geburtstag::31. Dezember]] [[Geburtsjahr::1930]] in {{Geboren in|Schweidnitz}} in Schlesien) ist katholischer [[Ist::Theologe|Geistlicher]] in [[Tätig in::Pforzheim]].
'''Joachim Silvester Maria Grunwald''' (* [[Geburtstag::31. Dezember]] [[Geburtsjahr::1930]] in {{Geboren in|Schweidnitz}}/Niederschlesien) ist katholischer [[Ist::Theologe|Geistlicher]]. Er war Dekan und von 1969 bis 2002 Pfarrer der [[St. Elisabeth (Pforzheim)|St.-Elisabeth-Kirche]] in [[Tätig in::Pforzheim]].


== Leben ==
Nach seiner Umsiedlung nach Bensheim an der Bergstraße machte er das Abitur und studierte anschließend Theologie und Philosophie an der Hochschule in Königstein im Taunus und in Freiburg. Am 2. Juni 1957 wurde er in St. Peter im Schwarzwald zum Priester geweiht. Er verbrachte seine Kaplanjahre in Forst bei Bruchsal, Mörsch bei Karlsruhe, Untersimonswald im Schwarzwald und in Baden Baden. Er wurde danach Pfarrverweser und Pfarrer in Honau bei Kehl. Am 2. Oktober 1969 kam er zur Gemeinde St. Elisabeth auf den Buckenberg in Pforzheim. Von 1969 bis 1973 war er stellvertretender Dekan von Theo Ullrich, am 16. März 1983 erfolgte seine Wahl und am 20. April 1983 die Ernennung zum Dekan durch den Erzbischof. Er war Vorsitzender der Gesamtkirchengemeinde in Pforzheim. Für sein soziales Engagemant bekam er 2014 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Am 31. Dezember 1930 in Schweidnitz (Niederschlesien) geboren, wuchs Joachim Grunwald in einer Lehrerfamilie auf. Er hatte drei Geschwister – eines starb im Kindesalter. Manche Umwege führten ihn letztlich zum Priesterberuf, den er stets als Berufung empfand. Sein Vater war Pädagoge an der Knabenschule in Schweidnitz.

In den damals unübersehbaren Zeitläuften wandte sich der Gymnasiast Joachim Grunwald, ohnehin dem Technischen zugeneigt, der Tätigkeit eines Elektrolehrlings zu. Eine Typhusepidemie, schließlich gebändigt, bedrohte sein Leben. Wie viele in der damaligen Zeit, traf die Familie 1946 die Ausweisung. Mit einem Viehwagen ging es mit unbekanntem Ziel in den Westen. Über Bautzen und Leipzig fand er den Weg nach Königstein im Taunus. In Bensheim an der Bergstraße legte er sein Abitur ab, büffelte Griechisch und Hebräisch nach und studierte schließlich Philosophie und Theologie.

Eigentlich wollte der Seelsorger in der Erzdiözese Breslau als Priester tätig sein. Nachdem ihm dieser Weg politisch verbaut war, ging er an das Priesterseminar nach St. Peter im Schwarzwald und erhielt am 2. Juni 1957 durch den damaligen Freiburger Erzbischof Dr. Eugen Seiterich die Priesterweihe. Nach Kaplansjahren in Forst bei Bruchsal, Mörsch bei Karlsruhe, in Untersimonswald im Schwarzwald und an der Stiftskirche in Baden-Baden betreute er als Pfarrer im Hanauerland bei Kehl zehn Dörfer, ehe er im Oktober 1969 [[St. Elisabeth (Pforzheim)|St. Elisabeth]] und Heilig Geist in Pforzheim-[[Würm (Pforzheim)|Würm]] übernahm. Während dieser langen Zeit seiner Pforzheimer Tätigkeit entwickelte sich die Gemeinde von 2.000 auf 6.000 Gemeindemitglieder.

Aus einer vielschichtigen Gemeinde von Einheimischen, Zugereisten und ausgesiedelten Menschen eine Gemeinschaft zu bilden war ein Schwerpunkt seiner Arbeit. ln einer schwierigen Zeit trat der 1973 von den Geistlichen des Dekanats gewählte Kammerer und somit Stellvertreter von Dekan Monsignore [[Theo Ullrich]] 1983 selbst das Amt des Dekans für das Kapitel Pforzheim an, das er bis 1995 innehatte. Daneben war er von 1973 bis 2000 Vorsitzender der Gesamtkirchengemeinde Pforzheim. Zudem war Joachim Grunwald eng mit dem [[Caritas]]verband Pforzheim verbunden, betreute die Mitarbeiter der Sozialstation, war in die [[Familienheim Pforzheim Baugenossenschaft eG|Baugenossenschaft Familienheim]] eingebunden und begleitete das Amt des Dekanatsaltenseelsorgers.

Seine Mutter, die bis zu ihrem Tod im Pfarrhaus lebte, war tief religiös. Sie vermittelte ihm, der sich mit der modernsten Literatur von der Soziologie bis hin zur Theologie auseinandersetzte, das Wissen um die Kraft des Glaubens. In seinen Predigten griff er aktuelle Themen auf und suchte diese von seiner Glaubenshaltung her zu interpretieren. Geblieben aus der Zeit seiner Elektrolehre ist auch seine Aufgeschlossenheit gegenüber allen technischen Neuerungen.

Für sein soziales Engagemant bekam Joachim Grunwald 2014 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.


== Quellen ==
== Quellen ==
*Stadtarchiv Pforzheim, Archivsignatur S1-029-G-088
* Stadtarchiv Pforzheim, Archivsignatur S1-029-G-088.
* Pforzheimer Zeitung: ''Begegnungen: Den Glauben ständig erneuern.'' Ausgabe vom 20. Januar 1989.
* Pforzheimer Zeitung: ''Wissen um die Kraft des Glaubens.'' Ausgabe vom 18. Juli 2002.


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Version vom 3. Juni 2020, 11:33 Uhr

Joachim Silvester Maria Grunwald (* 31. Dezember 1930 in Schweidnitz/Niederschlesien) ist katholischer Geistlicher. Er war Dekan und von 1969 bis 2002 Pfarrer der St.-Elisabeth-Kirche in Pforzheim.

Leben

Am 31. Dezember 1930 in Schweidnitz (Niederschlesien) geboren, wuchs Joachim Grunwald in einer Lehrerfamilie auf. Er hatte drei Geschwister – eines starb im Kindesalter. Manche Umwege führten ihn letztlich zum Priesterberuf, den er stets als Berufung empfand. Sein Vater war Pädagoge an der Knabenschule in Schweidnitz.

In den damals unübersehbaren Zeitläuften wandte sich der Gymnasiast Joachim Grunwald, ohnehin dem Technischen zugeneigt, der Tätigkeit eines Elektrolehrlings zu. Eine Typhusepidemie, schließlich gebändigt, bedrohte sein Leben. Wie viele in der damaligen Zeit, traf die Familie 1946 die Ausweisung. Mit einem Viehwagen ging es mit unbekanntem Ziel in den Westen. Über Bautzen und Leipzig fand er den Weg nach Königstein im Taunus. In Bensheim an der Bergstraße legte er sein Abitur ab, büffelte Griechisch und Hebräisch nach und studierte schließlich Philosophie und Theologie.

Eigentlich wollte der Seelsorger in der Erzdiözese Breslau als Priester tätig sein. Nachdem ihm dieser Weg politisch verbaut war, ging er an das Priesterseminar nach St. Peter im Schwarzwald und erhielt am 2. Juni 1957 durch den damaligen Freiburger Erzbischof Dr. Eugen Seiterich die Priesterweihe. Nach Kaplansjahren in Forst bei Bruchsal, Mörsch bei Karlsruhe, in Untersimonswald im Schwarzwald und an der Stiftskirche in Baden-Baden betreute er als Pfarrer im Hanauerland bei Kehl zehn Dörfer, ehe er im Oktober 1969 St. Elisabeth und Heilig Geist in Pforzheim-Würm übernahm. Während dieser langen Zeit seiner Pforzheimer Tätigkeit entwickelte sich die Gemeinde von 2.000 auf 6.000 Gemeindemitglieder.

Aus einer vielschichtigen Gemeinde von Einheimischen, Zugereisten und ausgesiedelten Menschen eine Gemeinschaft zu bilden war ein Schwerpunkt seiner Arbeit. ln einer schwierigen Zeit trat der 1973 von den Geistlichen des Dekanats gewählte Kammerer und somit Stellvertreter von Dekan Monsignore Theo Ullrich 1983 selbst das Amt des Dekans für das Kapitel Pforzheim an, das er bis 1995 innehatte. Daneben war er von 1973 bis 2000 Vorsitzender der Gesamtkirchengemeinde Pforzheim. Zudem war Joachim Grunwald eng mit dem Caritasverband Pforzheim verbunden, betreute die Mitarbeiter der Sozialstation, war in die Baugenossenschaft Familienheim eingebunden und begleitete das Amt des Dekanatsaltenseelsorgers.

Seine Mutter, die bis zu ihrem Tod im Pfarrhaus lebte, war tief religiös. Sie vermittelte ihm, der sich mit der modernsten Literatur von der Soziologie bis hin zur Theologie auseinandersetzte, das Wissen um die Kraft des Glaubens. In seinen Predigten griff er aktuelle Themen auf und suchte diese von seiner Glaubenshaltung her zu interpretieren. Geblieben aus der Zeit seiner Elektrolehre ist auch seine Aufgeschlossenheit gegenüber allen technischen Neuerungen.

Für sein soziales Engagemant bekam Joachim Grunwald 2014 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Quellen

  • Stadtarchiv Pforzheim, Archivsignatur S1-029-G-088.
  • Pforzheimer Zeitung: Begegnungen: Den Glauben ständig erneuern. Ausgabe vom 20. Januar 1989.
  • Pforzheimer Zeitung: Wissen um die Kraft des Glaubens. Ausgabe vom 18. Juli 2002.