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Nike-Station: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Betrieben wurde die Nike-Station die zum sog. ''Nike-Gürtel'' gehörte, von der amerikanischen „Delta Battery“. Diese gehörte zum dritten Battallion der 71st Air Defense Artillery. Aufgabe dieses Battallions war es von [[1957]] bis in die späten 80er Jahre den Luftraum über der Region zu überwachen und von Osten einfliegende feindliche Bomberverbände abzuschießen, bevor diese in der Lage sind ihre Fracht abzuwerfen. Im Ernstfall wären die Raketen dabei über das Ziel gesteuert worden um die Flugzeuge dann von oben anzugreifen. Das System Nike-Hercules wurde inzwischen durch das System ''Patriot'' ersetzt, welches auch zur Verteidigung gegen Marschflugkörper eingesetzt werden kann.
Betrieben wurde die Nike-Station die zum sog. ''Nike-Gürtel'' gehörte, von der amerikanischen „Delta Battery“. Diese gehörte zum dritten Battallion der 71st Air Defense Artillery. Aufgabe dieses Battallions war es von [[1957]] bis in die späten 80er Jahre den Luftraum über der Region zu überwachen und von Osten einfliegende feindliche Bomberverbände abzuschießen, bevor diese in der Lage sind ihre Fracht abzuwerfen. Im Ernstfall wären die Raketen dabei über das Ziel gesteuert worden um die Flugzeuge dann von oben anzugreifen. Das System Nike-Hercules wurde inzwischen durch das System ''Patriot'' ersetzt, welches auch zur Verteidigung gegen Marschflugkörper eingesetzt werden kann.


Die Mannschaften waren im hinteren Bereich der [[Buckenberg Kaserne]] auf dem Buckenberg stationiert und wohnten mit ihren Familien im Ortsteil [[Kieselbronn]]. Die von den Soldaten und ihren Familien bewohnte Siedlung in der Nähe der Autobahn wurde deshalb auch ''Amibronn'' genannt.
Die Mannschaften waren im hinteren Bereich der [[Buckenberg-Kaserne]] stationiert und wohnten mit ihren Familien im Ortsteil [[Kieselbronn]]. Die von den Soldaten und ihren Familien bewohnte Siedlung in der Nähe der Autobahn wurde von den Anwohnern deshalb auch ''Amibronn'' genannt.


==Weblinks==
==Weblinks==

Version vom 21. Januar 2007, 13:18 Uhr

Nike Hercules Raketen auf Abschussrampe
Datei:D-battery.jpg
Batterie-Wappen der Delta-Battery auf den Resten eines gesprengten Shelters
Datei:Nike-housing.jpg
Im hinteren Areal der Buckenberg Kaserne waren die Soldaten der Nike Station stationiert

Die Überreste einer Nike-Station im Hagenschieß sind ein Relikt aus den Zeiten des Kalten Krieges.

Dabei handelt es sich um eine amerikanische SAM Flugabwehr-Raketenstellung mit Surface to Air Missiles (Boden-Luft-Raketen) vom Typ Nike Hercules mit einer Reichweite von bis zu 150 km (und bis zu 30 km Höhe), deren ca. 15 ha umfassende Abschussbasis sich auf einem noch heute gut sichtbaren, wenn auch rückgebautem Gelände im Hagenschießwald befindet. Die knapp zwölf Meter hohen Raketen konnten sowohl mit konventionellen Splittergefechtsköpfen und ab Beginn der 80er Jahre auch mit Atomsprengköpfen vom Typ W-31 (mit einer Sprengkraft von 40.000 t TNT, etwa dem Dreifachen der Hiroshima-Bombe) bestückt werden. Die Nike-Hercules Raketen dienten damit faktisch auch als als taktische SS (Surface to Surface) Boden-Boden Nuklearwaffe zum Einsatz gegen feindliche Truppenverbände. Die Nike Batterie in Pforzheim war dem Vernehmen nach - zumindest teilweise - ebenfalls mit diesen auch Special Warheads genannten Gefechtsköpfen bestückt. Dafür spricht auch der immense Aufwand mit dem die Anlage während des kalten Krieges von den Amerikanern bewacht wurde: Doppelstreifen mit Wachhunden inner- und außerhalb des Zauns, eine fast taghelle Beleuchtung des gesamten Areals und ca. 5 m hohe Wachtürme.

Der Feuerleitbereich (Integrated Fire Control Area) zur Luftraumüberwachung mit seinem großen stationären Zielverfolgungssradar vom Typ HIPAR befand sich in Wurmberg. Das IFC-Gelände in Wurmberg wird heute als Recyclinghof genutzt. Die Bunkeranlagen sowie der Hügel auf dem das Fixed-HIPAR betrieben wurden sind noch gut zu erkennen. Die als Launching Area bezeichnete Abschußbasis im Hagenschießwald bestand aus den Sektionen Alpha, Bravo und Charlie zu denen je ein Shelter (Bunkeranlage, in denen je bis zu zehn Raketen zum Abschuß bereit gehalten wurden) vier Abschußrampen (Launcher) und ein Mannschaftsbunker. Die Mannschaftsbunker dienten dem Schutz des Bedienpersonals, von hier aus hätte auch die Zündung der Raketen stattgefunden. Insgesamt hielt die Batterie so immer 12 Raketen scharf und jederzeit abschußbereit. Die Shelter und die Raketenaufzüge der Launching Area wurden gemäß der Abrüstungsvereinbarungen unbrauchbar gemacht. Von den Sheltern ist nach deren Sprengung daher nur noch Schutt übrig, die Einstiege in den unterirdischen Teil der Bunkeranlagen sind zugeschweist und daher nicht mehr vollstädig sichtbar. Dagegen sind die Mannschaftsbunker und das sog. Warhead Building in dem die Raketen und Sprengköpfe montiert und getestet wurden, noch nahezu vollständig intakt. Leider ist das Gelände eingezäunt, so dass das Areal nicht betreten werden kann. Die Anlage wurde 1983 außer Betrieb gestellt und ist seit ca. 1985 vollständig verlassen.

Betrieben wurde die Nike-Station die zum sog. Nike-Gürtel gehörte, von der amerikanischen „Delta Battery“. Diese gehörte zum dritten Battallion der 71st Air Defense Artillery. Aufgabe dieses Battallions war es von 1957 bis in die späten 80er Jahre den Luftraum über der Region zu überwachen und von Osten einfliegende feindliche Bomberverbände abzuschießen, bevor diese in der Lage sind ihre Fracht abzuwerfen. Im Ernstfall wären die Raketen dabei über das Ziel gesteuert worden um die Flugzeuge dann von oben anzugreifen. Das System Nike-Hercules wurde inzwischen durch das System Patriot ersetzt, welches auch zur Verteidigung gegen Marschflugkörper eingesetzt werden kann.

Die Mannschaften waren im hinteren Bereich der Buckenberg-Kaserne stationiert und wohnten mit ihren Familien im Ortsteil Kieselbronn. Die von den Soldaten und ihren Familien bewohnte Siedlung in der Nähe der Autobahn wurde von den Anwohnern deshalb auch Amibronn genannt.

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