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Die Bronzetüren in der Schloßkirche zu Pforzheim: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Jürgen Weber]] schuf 1959 die Bronzetüren an der Schlosskirche. |
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Eine zweiflügelige Eichenholztüre (3,45 X 2 m) wurd e mit dün |
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Eine zweiflügelige Eichenholztüre (3,45 X 2 m) wurde mit dünnen Bronzeplatten beschlagen, die durch ein an pflanzliche Motive anklingendes Durchbruchornament gestaltet sind. Auf dieser fast graphisch wirkenden Fläche stehen einzelne, fast vollplastische Figurengruppen. Das Ornament überzieht in Verdichtung und Lockerung wechselnd, bald in winkeligen, bald in gewellten Formen den goldgelb durchschimmernden eichenen Holzgrund. |
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nen Bronzeplatten beschlagen, die durch ein an pflanzliche |
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* Die Figurengruppen zeigen als Thema: |
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Motive anklingende s Durchbruchornament gestaltet sind. Auf |
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** Der Verrat (Judaskuß), |
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Verdichtung u n d Lockerung wechselnd, bald in winkeligen, |
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bald in gewellten Forme n den goldgelb durchschimmernden |
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eichenen Holzgrund. Die Figurengruppen treten aus dem Geflecht hervor u n d sind doch mit diesem verwachsen. Sie sind |
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sehr fein durchgebildet, spannungsvoll bewegt und von einer |
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starken Ausdruckskraft. |
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Der Künstle r stellte sich als Thema : Den Kampf der Kirche |
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in der Welt. Oben steht der „Sturm auf dem Meere", der die |
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in der Welt bedrängt e Gemeinde meint, die ihren Herr n um |
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Hilfe anruft. Die Glieder der Gemeinde sind in Einzelsituationen der Verfolgung dargestellt: Der Verra t (Judaskuß), das |
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Blickpunkt steht St. Michael, der Schutzpatron der Kirche, im |
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Kampf mit dem Drachen als Symbol f ü r den Gottessieg übe r |
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die Kräft e menschlicher Anfechtung u n d Gefährdung. |
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Die Türe, die der Künstle r selbst im Wachsausschmelzverfahren gegossen hat, füg t sich in ihre r Gesamtheit würdig und |
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eindrucksvoll in die romanische Portalumrahmun g ein. |
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Literaturhinweise : |
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E. Lacroix, Die St. Stephanskirche, ihr geschichtlicher Werdegang u n |
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Im Blickpunkt steht St. Michael, der Schutzpatron der Kirche, im Kampf mit dem Drachen als Symbol f ü r den Gottessieg übe r die Kräft e menschlicher Anfechtung u n d Gefährdung. |
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Zu Anfan g des Jahre s 1958 erhielt der in Stuttgart lebende |
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Bildhaue r Jürge n Webe r von der „Stiftung der Freund e der |
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Schloßkirche" den Auftrag, f ü r das spätromanische, tiefgegliedert e Rundbogenporta l im Westwerk eine dem Bau würdige |
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neue Tür e zu schaffen. Das bis zur Zerstörung verglaste |
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Tympanp n wurd e durch ein steinernes schmuckloses Tympa |
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non ersetzt. |
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Eine zweiflügelige Eichenholztüre (3,45 X 2 m) wurd e mit dün |
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nen Bronzeplatten beschlagen, die durch ein an pflanzliche |
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Motive anklingende s Durchbruchornament gestaltet sind. Auf |
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dieser fast graphisch wirkende n Fläche stehen einzelne, fast |
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vollplastische Figurengruppen. Das Ornamen t überzieht in |
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Verdichtung u n d Lockerung wechselnd, bald in winkeligen, |
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bald in gewellten Forme n den goldgelb durchschimmernden |
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nen der Verfolgung dargestellt: Der Verra t (Judaskuß), das |
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Martyrium (Steinigung des Stephanus) u n d zu beiden Seiten |
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der Griff e die Verleugnung (reuiger Petrus) und die Freiheit |
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des Wortes trotz äußere r Fesseln (der gefangene Paulus). Im |
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Blickpunkt steht St. Michael, der Schutzpatron der Kirche, im |
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Kampf mit dem Drachen als Symbol f ü r den Gottessieg übe r |
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die Kräft e menschlicher Anfechtung u n d Gefährdung. |
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Die Türe, die der Künstle r selbst im Wachsausschmelzverfahren gegossen hat, füg t sich in ihre r Gesamtheit würdig und |
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eindrucksvoll in die romanische Portalumrahmun g ein. |
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Version vom 20. Dezember 2018, 06:33 Uhr
Jürgen Weber schuf 1959 die Bronzetüren an der Schlosskirche.
Beschreibung
Eine zweiflügelige Eichenholztüre (3,45 X 2 m) wurde mit dünnen Bronzeplatten beschlagen, die durch ein an pflanzliche Motive anklingendes Durchbruchornament gestaltet sind. Auf dieser fast graphisch wirkenden Fläche stehen einzelne, fast vollplastische Figurengruppen. Das Ornament überzieht in Verdichtung und Lockerung wechselnd, bald in winkeligen, bald in gewellten Formen den goldgelb durchschimmernden eichenen Holzgrund.
- Die Figurengruppen zeigen als Thema:
- Der Verrat (Judaskuß),
- das Martyrium (Steinigung des Stephanus)
- die Verleugnung (reuiger Petrus)
- die Freiheit des Wortes trotz äußerer Fesseln (der gefangene Paulus).
Im Blickpunkt steht St. Michael, der Schutzpatron der Kirche, im Kampf mit dem Drachen als Symbol f ü r den Gottessieg übe r die Kräft e menschlicher Anfechtung u n d Gefährdung.
Literatur
- Emil Lacroix:Zwei Türen von Alfred Erhart und Jürgen Weber an historischen Kirchen [1]

