Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Heimatschutzstil: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Henriette (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Henriette (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Buckenbergkaserne 1941 05, überarbeitete Version.JPG|thumb|350px|[[Heimatschutzstil]]: Buckenbergkaserne, 1935/1936.]]
[[Datei:Knittlingen-Rathaus1.jpg|thumb|350px|[[Heimatschutzstil]]: [[Knittlingen]], Rathaus ([[Rathaus (Knittlingen)]].]]
[[Datei:Arlingerstraße1.jpg|thumb|350px|[[Heimatschutzstil]]: Reihenhäuser der Gartenstadt [[Arlinger]] ([[Wohnanlage Arlingerstraße 68-70 a in Pforzheim]]).]]
[[Datei:Hirsauer244.jpg|thumb|Steinrelief eines Adlerhorstes, E. Salm ]]


{{Bildergalerie}}
'''Heimatschutzstil''' auch Heimatschutzarchitektur ist ein Architekturstil der architektonischen Moderne, der 1904 erstmals beschrieben wurde und bis bis etwa 1960 gepflegt wurde. Ziel des Heimatschutzstils war die Weiterentwicklung des Historismus mit traditionellen, regionaltypischen Bauformen. Äußerlich kennzeichnende Teile oder Elemente sind Verwendung ortsüblicher Baumaterialien. Noch bis etwa 1960 entstanden dennoch verschiedene Ensembles im Heimatschutzstil, wie etwa der Freudenstädter Marktplatz von 1950 und der Prinzipalmarkt in Münster, der zwischen 1947 und 1958 regionaltypisch, aber nicht originalgetreu wiederaufgebaut wurde.
'''Heimatschutzstil''' auch Heimatschutzarchitektur ist ein Architekturstil der architektonischen Moderne, der 1904 erstmals beschrieben wurde und bis bis etwa 1960 gepflegt wurde. Ziel des Heimatschutzstils war die Weiterentwicklung des Historismus mit traditionellen, regionaltypischen Bauformen. Äußerlich kennzeichnende Teile oder Elemente sind Verwendung ortsüblicher Baumaterialien. Noch bis etwa 1960 entstanden dennoch verschiedene Ensembles im Heimatschutzstil, wie etwa der Freudenstädter Marktplatz von 1950 und der Prinzipalmarkt in Münster, der zwischen 1947 und 1958 regionaltypisch, aber nicht originalgetreu wiederaufgebaut wurde.


Zeile 22: Zeile 19:
* Landhäuser an den Talhängen
* Landhäuser an den Talhängen
* Buckenbergkaserne, 1935/1936.
* Buckenbergkaserne, 1935/1936.
<gallery>
Datei:Arlingerstraße1.jpg|Reihenhäuser der Gartenstadt Arlinger





</gallery>
== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references/>
<references/>

Version vom 22. Mai 2018, 18:45 Uhr

Bildergalerie: weitere Bilder zu diesem Artikel finden sich auf Heimatschutzstil (Galerie)

Heimatschutzstil auch Heimatschutzarchitektur ist ein Architekturstil der architektonischen Moderne, der 1904 erstmals beschrieben wurde und bis bis etwa 1960 gepflegt wurde. Ziel des Heimatschutzstils war die Weiterentwicklung des Historismus mit traditionellen, regionaltypischen Bauformen. Äußerlich kennzeichnende Teile oder Elemente sind Verwendung ortsüblicher Baumaterialien. Noch bis etwa 1960 entstanden dennoch verschiedene Ensembles im Heimatschutzstil, wie etwa der Freudenstädter Marktplatz von 1950 und der Prinzipalmarkt in Münster, der zwischen 1947 und 1958 regionaltypisch, aber nicht originalgetreu wiederaufgebaut wurde.


Die Bauformen der Wohnanlage Hirsauer Straße 228-244 in Pforzheim sind „kennzeichnend für den sogenannten Heimatstil, einer Spielart der um 1910 aufkommenden Reformarchitektur, die den Dialog mit der regionalen Bautradition suchte.“[1] Die „künstlerische Gestaltung verbindet Formen des Heimatstils mit Anklängen des Expressionismus und bezeugt das Wirken des städtischen Hochbauamts unter zunehmenden Einfluss der Stuttgarter Bauschule Theodor Tischers.“[2]

Die Wohnanlage Arlingerstraße 68-70 a in Pforzheim ist eine Gebäudegruppe die in den Jahren 1927 nach Entwürfen des städtischen Hochbauamtes (Stadtbaumeister Alfred Roepert, Entwurfsabteilung Max Müller) erbaut wurde. Die „Architektursprache kombiniert in schöpferischer Weise zeittypische Stilmerkmale verschiedener Strömungen (Farbiges Bauen, Expressionismus, Heimatstil).“[3]

Deichsels Hauptwerke (Villa Salé[4] sowie Villa Bek) [5] erschienen in der international renommierten Zeitschrift Die Architektur des XX. Jahrhunderts.[6] Deichsel vertrat die „ regionalistischen Strömung des Landhaus- oder Heimatstils“.[7] Kennzeichen dieses Stils waren Fassaden mit Verkleidungen in Naturstein oder Schindeln.

Eher der „ländlichen regionalen Tradition“[8] verpflichtet sind noch folgende Gebäude:

In den späten 1930er Jahren wurden „regionalistische oder monumental-klassizistische Bauformen“[9] gepflegt, nach der Schule von Paul Schmidthenner oder Paul Bonatz.

  • Wohnanlage am Pfälzer Platz, 1937-1938
  • Landhäuser an den Talhängen
  • Buckenbergkaserne, 1935/1936.

Einzelnachweise

  1. Hirsauer Straße 228-244 . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 185-186, hier S. 185.
  2. Hirsauer Straße 228-244 . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 185-186, hier S. 186.
  3. Arlingerstraße 68-70 a . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 72-73, hier S. 73.
  4. Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 568.
  5. Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 358.
  6. Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens Timm_88 wurde kein Text angegeben.
  7. Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 90.
  8. Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Expressionismus und Neues Bauen. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 93.
  9. Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Baustil im 3. Reich. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 94.

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Heimatschutzarchitektur aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.