Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenz![]()
mail.de
Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
|||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
{{OpenStreetMap|48.88619|8.7116|16}} |
{{OpenStreetMap|48.88619|8.7116|16}} |
||
[[Bild:Goldschmiedeschule.jpg|thumb|Goldschmiedeschule]] |
[[Bild:Goldschmiedeschule.jpg|thumb|Goldschmiedeschule]] |
||
Das Gebäude der '''Goldschmiedeschule''' an der [[Sankt-Georgen-Steige]] 65 ist ein Kulturdenkmal. |
|||
== Architektur und Ausstattung == |
|||
Das Schulgebäude wurde nach Entwürfen des Architekten Hans Schürle (Städtisches Hochbauamt) in den Jahren 1957 bis 1960 erbaut. Die Architektur steht in der "Tradition der architektonischen Moderne der 1920er Jahre, die das Prinzip der Terrassen- und Pavillonbauweise bereits vorformuliert hatte".<ref>Timm 2004, S. 435.</ref> Seitlich vom Haupteingang befindet sich seit dem Jahre 1987 ein Mauertorso vom ehemaligen Waisenhaus.<ref>Timm 2004, S. 249.</ref> |
|||
== Lehranstalt == |
|||
Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule ist eine [[berufliche Schule]] für alle Schmuck- und Uhrenberufe. |
|||
<!--Schulleiter ist seit Juli [[2001]] Ulrich Haass. |
<!--Schulleiter ist seit Juli [[2001]] Ulrich Haass. |
||
| Zeile 43: | Zeile 49: | ||
* [http://www.Goldschmiedeschule.de Homepage der Goldschmiede- und Uhrmacherschule] |
* [http://www.Goldschmiedeschule.de Homepage der Goldschmiede- und Uhrmacherschule] |
||
== Literatur == |
|||
* Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 434-435. |
|||
[[Kategorie:Gebäude]] |
|||
[[Kategorie:Pforzheim]] |
|||
[[Kategorie:Baudenkmal]] |
|||
[[Kategorie:Pforzheim]] |
[[Kategorie:Pforzheim]] |
||
[[Kategorie:Schule]] |
[[Kategorie:Schule]] |
||
Version vom 7. Mai 2018, 22:02 Uhr

Das Gebäude der Goldschmiedeschule an der Sankt-Georgen-Steige 65 ist ein Kulturdenkmal.
Architektur und Ausstattung
Das Schulgebäude wurde nach Entwürfen des Architekten Hans Schürle (Städtisches Hochbauamt) in den Jahren 1957 bis 1960 erbaut. Die Architektur steht in der "Tradition der architektonischen Moderne der 1920er Jahre, die das Prinzip der Terrassen- und Pavillonbauweise bereits vorformuliert hatte".[1] Seitlich vom Haupteingang befindet sich seit dem Jahre 1987 ein Mauertorso vom ehemaligen Waisenhaus.[2]
Lehranstalt
Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule ist eine berufliche Schule für alle Schmuck- und Uhrenberufe.
Schularten
- Berufsschule für Schmuck- und Uhrenberufe und Galvaniseure
- Berufsfachschule für Goldschmiede
- Berufsfachschule für Uhrmacher
- Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät
- Meisterschule für Goldschmiede und Graveure
- Fachschule für Schmuck und Gerät
Geschichte
- 1768 Eröffnung der ersten Berufsschule für Schmuck- und Uhrenberufe am Waisenhausplatz
- 1905 nach Trennung der Goldschmiedeabteilung von der Gewerbeschule besitzt Pforzheim eine eigenständige Goldschmiedeschule
- 1949 bis 1961: die Goldschmiedeschule ist provisorisch in der Wagenremise untergebracht.
- 1960 Einweihung des Schulgebäudes an der Sankt-Georgen-Steige
- 1983 Gründung des Fördervereins "Freunde der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim e.V."
- 1993 225-jähriges Jubiläum der Schule
Die Goldschmiedeschule Pforzheim ist hervorgegangen aus der Goldschmiedeabteilung der Gewerbeschule. Diese Abteilung ist aus der Goldschmiedefachklasse entstanden, die erstmalig 1889 errichtet wurde, nachdem die auf 1278 angewachsene Schülerzahl der Gewerbeschule die Bildung von Fachklassen allgemein gestattete. Im Jahr 1891 wurde die Bildung mehrerer Parallelklassen notwendig. In der Zeit von 1894 bis 1900, in der ein ständiges Anwachsen der Goldschmiedeabteilung zu verzeichnen war, wurde in den theoretischen Fächern der Unterricht für die Goldschmiede beruflich ausgebildet. Während im allgemeinen der Schulbesuch der Fachschule für die Lehrlinge der Pforzheimer Bijouterie-Industrie ein freiwilliger war, wurden durch Ortsstatut im Jahr 1900 die Graveure und Emailleure auf 3 Jahre zum Besuch derselben verpflichtet, jedoch nur für 4 Stunden wöchentlich.
Bis zu dieser Zeit hatten der vorbereitende Zeichenunterricht in der Gewerbeschule und der kunstgewerblichfachliche Unterricht in der großen Kunstgewerbeschule den Bedürfnissen der Industrie genügt. Immer mehr aber machte sich jetzt die Notwendigkeit geltend, dass auch denjenigen Lehrlingen, die sich nicht zum Besuch der Kunstgewerbeschule eigneten, ein fachlich durchgebildeter Unterricht auch im Zeichnen und Modellieren geboten würde. Die ersten Vorschläge dazu wurden im Jahr 1902 durch eine Denkschrift über „Die Neu-Organisation der Goldschmiedeschule“ gemacht. Weitere Schritte in dieser Richtung waren die Umarbeitung des Lehrplans der Goldschmiedeschule und der Kursus in praktischer Goldschmiedearbeit für die Lehrer der Goldschmiedeabteilung an der Montierwerkstätte der großen Kunstgewerbeschule.
Im Jahr 1905, nachdem die Goldschmiedeabteilung der Gewerbeschule auf 1036 Schüler angewachsen war, wurde sie selbständig unter einem eigenen Vorstand organisiert. Zunächst verblieben beide Schulen in einem Gebäude. Um den kunstgewerblichen und fachlichen Charakter des Unterrichts besser pflegen zu können, wurde der Unterrichtsbetrieb insofern geändert, als der Zeichen- und Modellierunterricht von den Realien getrennt, und beide, soweit als tunlich, besonderen Fachlehrern überwiesen wurden. Die Schüler der Goldschmiedeschule unterteilte man in Vollschüler, Klassenschüler und Zeichenschüler (Gäste).
Die Gesamtschülerzahl stieg im Schuljahr 1907/1908 von rund 1.000 auf etwa 1.200. Der Unterrichtsbedarf erfuhr eine Vermehrung von etwa 25 %. Soweit sich ein Mangel an Lehrern in den Realien bemerkbar machte, traten Lehrkräfte von der Städtischen Volksschule, zum Teil auch von der höheren Mädchenschule, aushilfsweise in die Lücken. Der Lehrkörper bestand im selben Schuljahr, außer dem Vorstand Professor Rücklin, aus 2 Gewerbelehrern, 3 Zeichenlehrern, 1 Reallehrer, 2 Hauptlehrern sowie 5 Lehramtskandidaten und 2 Hilfslehrern. Im zweiten Berichtsjahr wurde die Zahl der etatmäßigen Lehrer vermehrt, indem die Zeichenlehrer Klumpp und Pfeiffer, Reallehrer Köhler und Hauptlehrer Gramlich eintraten. Die Zahl der Zeichenlehramtskandidaten verringerte sich dafür um 2. Im September 1908 veranstaltete das Landesgewerbeamt an der Anstalt einen Kursus für badische Gewerbelehrer in Metalltreiben, Modellieren, Ornamentieren und Methodik des Zeichenunterrichts. Der Unterricht wurde von Lehrern der Goldschmiedeschule erteilt.
Adresse
- Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule
- Sankt-Georgen-Steige 65
- 75175 Pforzheim
- Telefon: (0 72 31) 93 25 32
- Telefax: (0 72 31) 39 21 21
- E-Mail:
gmus
Stadt-Pforzheim.de
Weblink
Literatur
- Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 434-435.
