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Neomanierismus: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Neomanierismus''' auch stilisierter Manierismus ist eine Variante des [[Historismus]].
'''Neomanierismus''' auch stilisierter Manierismus, wurde 1998 als Stilbegriff von Albrecht Mann eingeführt und definiert. Die von Napoléon III. in Auftrag gegebenen Eckpavillons im Louvre-Hof waren die ersten Baumaßnahmen dieser Art, es folgten die Opéra Garnier und die Wohnbauten der neuen Boulevards. Die Stilkennzeichen lauten: allseitige klare Abgrenzung der Fassade, „antik-klassische Zierformen, stark plastische Oberfläche, Überladung mit Formelementen (horror vacui=Angst vor der leeren Fläche).“ Dieser Rückgriff auf die Architektur-Merkmale des Manierismus und die „prunkhafte Grundhaltung“ begründeten den Neomanierismus. Da die Ausführung stilisiert erfolgt, ist dieser Kunststil als stilisierter Manierismus zu bezeichnen. Im Zuge der europäischen Ausbreitung wurde der Neumanierismus die Ausdrucksform der wilhelminischen Ära. Bei der Fassade von [[Ketterers Schlosskeller am Bahnhofplatz 3 in Pforzheim]] erklärt Christoph Timm: Ketterers Schlosskeller bildet mit seiner repräsentativen Baugestalt, die zentrale Dominante der südseitigen Bahnhofplatz-Bebauung, die als Baugruppe ... den Ausbau Pforzheims in der späteren wilhelminischen Kaiserzeit und den damaligen Baustil bezeugt.

== Beispiele ==
=== Beispiel in Pforzheim ===

Im Zuge der europäischen Ausbreitung wurde der Neumanierismus die Ausdrucksform der wilhelminischen Ära. Bei der Fassade von [[Ketterers Schlosskeller am Bahnhofplatz 3 in Pforzheim]] erklärt Christoph Timm: Ketterers Schlosskeller bildet mit seiner repräsentativen Baugestalt, die zentrale Dominante der südseitigen Bahnhofplatz-Bebauung, die als Baugruppe ... den Ausbau Pforzheims in der späteren wilhelminischen Kaiserzeit und den damaligen Baustil bezeugt.


[[Datei:Ketterers Schlosskeller am Bahnhofplatz 3 in Pforzheim, Kolossalgliederung durch Pilaster und vier freiplastische Putti .jpg|thumb|center|500px|[[Ketterers Schlosskeller am Bahnhofplatz 3 in Pforzheim]].]]
[[Datei:Ketterers Schlosskeller am Bahnhofplatz 3 in Pforzheim, Kolossalgliederung durch Pilaster und vier freiplastische Putti .jpg|thumb|center|500px|[[Ketterers Schlosskeller am Bahnhofplatz 3 in Pforzheim]].]]

=== Andere Beispiele ===
Andere Beispiele sind die von Napoléon III. in Auftrag gegebenen Eckpavillons im Louvre-Hof sowie die Opéra Garnier und die Wohnbauten der neuen Boulevards.

== Beschreibung ==
Der Stilbegriff Neomanierismus wurde 1998 von Albrecht Mann eingeführt und definiert. Die Stilkennzeichen lauten: allseitige klare Abgrenzung der Fassade, „antik-klassische Zierformen, stark plastische Oberfläche, Überladung mit Formelementen (horror vacui=Angst vor der leeren Fläche).“ Dieser Rückgriff auf die Architektur-Merkmale des Manierismus und die „prunkhafte Grundhaltung“ begründeten den Neomanierismus. Da die Ausführung stilisiert erfolgt, ist dieser Kunststil als stilisierter Manierismus zu bezeichnen.


== Literatur ==
== Literatur ==
* Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 159–160.
* Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 159–160.


'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Historismus#Neumanierismus Neomanierismus] aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.'''
'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Historismus#Neumanierismus Neomanierismus] aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.'''

Version vom 29. April 2018, 17:39 Uhr

Neomanierismus auch stilisierter Manierismus ist eine Variante des Historismus.

Beispiele

Beispiel in Pforzheim

Im Zuge der europäischen Ausbreitung wurde der Neumanierismus die Ausdrucksform der wilhelminischen Ära. Bei der Fassade von Ketterers Schlosskeller am Bahnhofplatz 3 in Pforzheim erklärt Christoph Timm: Ketterers Schlosskeller bildet mit seiner repräsentativen Baugestalt, die zentrale Dominante der südseitigen Bahnhofplatz-Bebauung, die als Baugruppe ... den Ausbau Pforzheims in der späteren wilhelminischen Kaiserzeit und den damaligen Baustil bezeugt.

Ketterers Schlosskeller am Bahnhofplatz 3 in Pforzheim.

Andere Beispiele

Andere Beispiele sind die von Napoléon III. in Auftrag gegebenen Eckpavillons im Louvre-Hof sowie die Opéra Garnier und die Wohnbauten der neuen Boulevards.

Beschreibung

Der Stilbegriff Neomanierismus wurde 1998 von Albrecht Mann eingeführt und definiert. Die Stilkennzeichen lauten: allseitige klare Abgrenzung der Fassade, „antik-klassische Zierformen, stark plastische Oberfläche, Überladung mit Formelementen (horror vacui=Angst vor der leeren Fläche).“ Dieser Rückgriff auf die Architektur-Merkmale des Manierismus und die „prunkhafte Grundhaltung“ begründeten den Neomanierismus. Da die Ausführung stilisiert erfolgt, ist dieser Kunststil als stilisierter Manierismus zu bezeichnen.

Literatur

  • Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 159–160.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Neomanierismus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.