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Bezirksamtsgebäude (Pforzheim): Unterschied zwischen den Versionen

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K hat „Bezirksamtsturm“ nach „Ehemaliges großherzoglich-badisches Bezirksamtsgebäude Pforzheim“ verschoben: Nicht nur Turm auch Gebäude
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[[Datei:Bezirksamt-Turm 02.jpg|thumb|Der Bezirksamtsturm 1906]]
[[Datei:Bezirksamt-Turm 02.jpg|thumb|Der Bezirksamtsturm 1906]]


Das ehemalige großherzoglich-badische Bezirksamtsgebäude Pforzheim an der Bahnhofstraße 22–26 in Pforzheim steht unter Denkmalschutz. In diesem Gebäude war vor ihrem Umzug in das Gebäude der ehemaligen Hauptpost schräg gegenüber lange Jahre die [[Polizei]]direktion Pforzheim untergebracht.
Der '''Bezirksamtsturm''' in [[Pforzheim]] ist der markante [[Turm]] am Gebäude des ehemaligen Großherzoglichem [[Landkreis Pforzheim#Geschichte|Bezirksamts Pforzheim]] an der [[Bahnhofstraße]].


== Geschichte ==
Erbaut 1901-1903 nach den Plänen des Architekten und Bezirksbauinspektors Emil Lang aus Bretten. Am [[23. Februar]] 1945 wurde der Turm und die angebauten Gebäude schwer beschädigt.
Seit 1819 besteht das Oberamt Pforzheim. Ab 1864 wurde es zum Bezirksamt Pforzheim. das zum Landeskommissärbezirk Karlsruhe gehörte. Es bestand in seinen Grenzen bis 1920 unverändert. Durch das „Gesetz über die Landkreisselbstverwaltung“ von 1939 wurde das Bezirksamt unter Ausgliederung der Stadt Pforzheim zum Landkreis Pforzheim. 1903 wurde das Pforzheim Bezirksamtsgebäude für das Großherzogtum Baden erbaut. Nach Kriegszerstörung und seit dem Wiederaufbau dient das Gebäude an der Bahnhofstraße 22 als Landratsamt. Der Gebäudeteil an der Bahnhofstraße 24 beherbergt heute die Pforzheimer Polizeidirektion.


== Architektur ==
1948-49 nach alten Plänen und unter Einbeziehung noch vorhandener Teile wiederhergestellt. Der Turm wurde 1961-62 neu mit Kupfer behelmt.


Das Bezirksamtsgebäude wurde 1901-1903 nach Entwürfen des Architekten und Bezirksbauinspektors Emil Lang aus Bruchsal errichtet. Am [[23. Februar]] 1945 wurde der Turm und die angebauten Gebäude schwer beschädigt. Das Gebäude wurde 1948-49 nach alten Plänen und unter Einbeziehung noch vorhandener Teile nach Entwürfen des Architekten Heinrich Gremmelspacher (* 1910, † 1990), vom staatlichen Hochbauamt Pforzheim wiederhergestellt. Der Bezirksamtsturm in [[Pforzheim]] ist der markante [[Turm]] am Gebäude des ehemaligen Großherzoglichem [[Landkreis Pforzheim#Geschichte|Bezirksamts Pforzheim]] an der [[Bahnhofstraße]]. Der „Bezirksamtsturm“ zeigt das Wappen von Pforzheim und Baden als Hoheitszeichen. Der 42 Meter hohe Turm ist ein stadtbildprägendes Wahrzeichen. Der Turm wurde 1961-62 neu mit Kupfer behelmt. Die zwei farbigen Jugendstilbilder und die Tierkreiszeichen auf den Zifferblättern wurden vom Karlsruher Jugenstilkünstler Hellmuth Eichrodt gestaltet. Innen beherbergt der Turm ein hallenartiges Treppenhaus, das auf drei Ebenen mit Farbglasfenstern mit Alt-Pforzheim Motiven ausgestattet ist. Die Innenausstattung wurde von Jugendstilkünstlern geschaffen: Hermann Billing, Hellmut Eichrodt und Max Laeuger sowie Adolf Sautter. Die Steinreliefs des Supraportes mit Eichenlaubdekor wurden nach einem Entwurf des Pforzheimer Bildhauers Adolf Sautter geschaffen.
Die zwei farbigen Jugendstilbilder und die Tierkreiszeichen auf den Zifferblättern wurden vom Karlsruher Jugenstilkünstler Hellmuth Eichrodt gestaltet.

Innen beherbergt der Turm ein hallenartiges Treppenhaus, das auf drei Ebenen mit Farbglasfenstern mit Alt-Pforzheim Motiven ausgestattet ist.

In diesem Gebäude war vor ihrem Umzug in das Gebäude der ehemaligen Hauptpost schräg gegenüber lange Jahre die [[Polizei]]direktion Pforzheim untergebracht.

Das Bezirksamtsgebäude wurde 1903 nach Entwürfen des Architekten und Bezirksbauinspektors Emil Lang aus Bruchsal errichtet und 1949 nach Entwürfen des Architekten Heinrich Gremmelspacher (* 1910, † 1990),[3][4] vom staatlichen Hochbauamt Pforzheim rekonstruiert. Der „Bezirksamtsturm“ zeigt das Wappen von Pforzheim und Baden als Hoheitszeichen. Der 42 Meter hohe Turm ist ein stadtbildprägendes Wahrzeichen. Die Innenausstattung wurde von Jugendstilkünstlern geschaffen: Hermann Billing, Hellmut Eichrodt und Max Laeuger sowie Adolf Sautter. Die Steinreliefs des Supraportes mit Eichenlaubdekor wurden nach einem Entwurf des Pforzheimer Bildhauers Adolf Sautter geschaffen. Die farbigen Jugendstil-Wandbilder am „Bezirksamtsturm“ gestaltete der Karlsruher Jugendstilkünstler Hellmuth Eidrodt.





Version vom 14. April 2018, 20:32 Uhr

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Der Bezirksamtsturm vom Blumenhof her gesehen
Der Bezirksamtsturm 1906

Das ehemalige großherzoglich-badische Bezirksamtsgebäude Pforzheim an der Bahnhofstraße 22–26 in Pforzheim steht unter Denkmalschutz. In diesem Gebäude war vor ihrem Umzug in das Gebäude der ehemaligen Hauptpost schräg gegenüber lange Jahre die Polizeidirektion Pforzheim untergebracht.

Geschichte

Seit 1819 besteht das Oberamt Pforzheim. Ab 1864 wurde es zum Bezirksamt Pforzheim. das zum Landeskommissärbezirk Karlsruhe gehörte. Es bestand in seinen Grenzen bis 1920 unverändert. Durch das „Gesetz über die Landkreisselbstverwaltung“ von 1939 wurde das Bezirksamt unter Ausgliederung der Stadt Pforzheim zum Landkreis Pforzheim. 1903 wurde das Pforzheim Bezirksamtsgebäude für das Großherzogtum Baden erbaut. Nach Kriegszerstörung und seit dem Wiederaufbau dient das Gebäude an der Bahnhofstraße 22 als Landratsamt. Der Gebäudeteil an der Bahnhofstraße 24 beherbergt heute die Pforzheimer Polizeidirektion.

Architektur

Das Bezirksamtsgebäude wurde 1901-1903 nach Entwürfen des Architekten und Bezirksbauinspektors Emil Lang aus Bruchsal errichtet. Am 23. Februar 1945 wurde der Turm und die angebauten Gebäude schwer beschädigt. Das Gebäude wurde 1948-49 nach alten Plänen und unter Einbeziehung noch vorhandener Teile nach Entwürfen des Architekten Heinrich Gremmelspacher (* 1910, † 1990), vom staatlichen Hochbauamt Pforzheim wiederhergestellt. Der Bezirksamtsturm in Pforzheim ist der markante Turm am Gebäude des ehemaligen Großherzoglichem Bezirksamts Pforzheim an der Bahnhofstraße. Der „Bezirksamtsturm“ zeigt das Wappen von Pforzheim und Baden als Hoheitszeichen. Der 42 Meter hohe Turm ist ein stadtbildprägendes Wahrzeichen. Der Turm wurde 1961-62 neu mit Kupfer behelmt. Die zwei farbigen Jugendstilbilder und die Tierkreiszeichen auf den Zifferblättern wurden vom Karlsruher Jugenstilkünstler Hellmuth Eichrodt gestaltet. Innen beherbergt der Turm ein hallenartiges Treppenhaus, das auf drei Ebenen mit Farbglasfenstern mit Alt-Pforzheim Motiven ausgestattet ist. Die Innenausstattung wurde von Jugendstilkünstlern geschaffen: Hermann Billing, Hellmut Eichrodt und Max Laeuger sowie Adolf Sautter. Die Steinreliefs des Supraportes mit Eichenlaubdekor wurden nach einem Entwurf des Pforzheimer Bildhauers Adolf Sautter geschaffen.


Literatur

  • Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 163–164.