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Henkelberg: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Henkelberg''' ist eine [[Wüstung]] bei [[Wiernsheim]].
'''Henkelberg''' ist eine [[Wüstung]] bei [[Iptingen]].


Henkelberg wird einmal urkundlich genannt: Kaiser Heinrich bestätigt [[1194]] dem [[Kloster Maulbronn]] die Schenkungen des Ortes [[Iptingen]] sowie Güter in Wiernsheim, Henkelberg und ''Wurenberc'' ([[Wurmberg]]) durch [[Herren von Iptingen|Ulrich von Iptingen]]. In späteren Steitigkeiten um diese Schenkung werden die Orte Wurmberg und Henkelberg nicht mehr erwähnt. Erst [[1221]] wird Wurmberg erneut genannt und darin als neu gegründeter Ort beschrieben. Es ist daher anzunehmen, dass es sich damals bei Henkelberg um eine kleinere Hof-, Weiler- oder Hüttensiedlung handelte, die im Gegensatz zu Wurmberg über diesen Status nicht hinaus gewachsen ist und später aufgegeben wurde.
Henkelberg wird einmal urkundlich genannt: Kaiser Heinrich bestätigt [[1194]] dem [[Kloster Maulbronn]] die Schenkungen des Ortes Iptingen sowie Güter in [[Wiernsheim]], Henkelberg und ''Wurenberc'' ([[Wurmberg]]) durch [[Herren von Iptingen|Ulrich von Iptingen]]. In späteren Steitigkeiten um diese Schenkung werden die Orte Wurmberg und Henkelberg nicht mehr erwähnt. Erst [[1221]] wird Wurmberg erneut genannt und darin als neu gegründeter Ort beschrieben. Es ist daher anzunehmen, dass es sich damals bei Henkelberg um eine kleinere Hof-, Weiler- oder Hüttensiedlung handelte, die im Gegensatz zu Wurmberg über diesen Status nicht hinaus gewachsen ist und später aufgegeben wurde.


Alois Seiler hält den Hochberg (heute Hohberg) östlich von [[Iptingen]] für den Standort der Siedlung.<ref>Alois Seiler (1959): Studien zu den Anfängen der Pfarrei- und Landdekanatsorganisation in den rechtsrheinischen Archidiakonaten des Bistums Speyer. in:Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg</ref> Das WUB dagegen glaubt, der Name habe sich im Höckbergwald/Hönigbergwald/Heegwald erhalten, der in der Leonberger Forstbeschreibung [[1682]] als ''Henckhberg'' bezeichnet wird.<ref>http://www.wubonline.de/?wub=564</ref>
Alois Seiler hält den Hochberg (heute Hohberg) östlich von [[Iptingen]] für den Standort der Siedlung.<ref>Alois Seiler (1959): Studien zu den Anfängen der Pfarrei- und Landdekanatsorganisation in den rechtsrheinischen Archidiakonaten des Bistums Speyer. in:Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg</ref> Das WUB dagegen glaubt, der Name habe sich im Höckbergwald/Hönigbergwald/Heegwald erhalten, der in der Leonberger Forstbeschreibung [[1682]] als ''Henckhberg'' bezeichnet wird und nordöstlich bei der Dreiergemarkungsgrenze zwischen Iptingen, [[Großglattbach]] und Nußdorf liegt.<ref>http://www.wubonline.de/?wub=564</ref>

Die Siedlung könnt zum ehemaligen Reichsgut "[[Eigen]]" gehört haben.<ref>Karl Seeger (1986): Wiernsheimer Heimatbuch, S.24. Andere Lokalhistoriker bezweifeln, dass das "Eigen" Reichsgut war und sehen es als "Eigen"-Land des Kloster Maulbronns</ref> Im Iptinger Fleckenbuch von [[1565]] wird ein "Henkhberger Wäldle, daselbst gehet die Markung [...] von Nußdorf hinab" und eine "Hänckbergglammen" erwähnt.<ref>Karl Seeger (1986): S.133</ref>


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Version vom 8. Februar 2016, 17:49 Uhr

Henkelberg ist eine Wüstung bei Iptingen.

Henkelberg wird einmal urkundlich genannt: Kaiser Heinrich bestätigt 1194 dem Kloster Maulbronn die Schenkungen des Ortes Iptingen sowie Güter in Wiernsheim, Henkelberg und Wurenberc (Wurmberg) durch Ulrich von Iptingen. In späteren Steitigkeiten um diese Schenkung werden die Orte Wurmberg und Henkelberg nicht mehr erwähnt. Erst 1221 wird Wurmberg erneut genannt und darin als neu gegründeter Ort beschrieben. Es ist daher anzunehmen, dass es sich damals bei Henkelberg um eine kleinere Hof-, Weiler- oder Hüttensiedlung handelte, die im Gegensatz zu Wurmberg über diesen Status nicht hinaus gewachsen ist und später aufgegeben wurde.

Alois Seiler hält den Hochberg (heute Hohberg) östlich von Iptingen für den Standort der Siedlung.[1] Das WUB dagegen glaubt, der Name habe sich im Höckbergwald/Hönigbergwald/Heegwald erhalten, der in der Leonberger Forstbeschreibung 1682 als Henckhberg bezeichnet wird und nordöstlich bei der Dreiergemarkungsgrenze zwischen Iptingen, Großglattbach und Nußdorf liegt.[2]

Die Siedlung könnt zum ehemaligen Reichsgut "Eigen" gehört haben.[3] Im Iptinger Fleckenbuch von 1565 wird ein "Henkhberger Wäldle, daselbst gehet die Markung [...] von Nußdorf hinab" und eine "Hänckbergglammen" erwähnt.[4]

Einzelnachweise

<references>

  1. Alois Seiler (1959): Studien zu den Anfängen der Pfarrei- und Landdekanatsorganisation in den rechtsrheinischen Archidiakonaten des Bistums Speyer. in:Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg
  2. http://www.wubonline.de/?wub=564
  3. Karl Seeger (1986): Wiernsheimer Heimatbuch, S.24. Andere Lokalhistoriker bezweifeln, dass das "Eigen" Reichsgut war und sehen es als "Eigen"-Land des Kloster Maulbronns
  4. Karl Seeger (1986): S.133