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'''Arlingen''' ist eine [[Wüstung]] auf der Gemarkung [[Brötzingen]], welche nur anhand von Flurnamen erkennbar ist. Nach der Flur ''Arlinger'' ist die heutige [[Arlinger|gleichnamige Siedlung]] benannt worden. |
'''Arlingen''' ist eine vermutete [[Wüstung]] auf der Gemarkung [[Brötzingen]], welche nur anhand von Flurnamen erkennbar ist. Nach der Flur ''Arlinger'' ist die heutige [[Arlinger|gleichnamige Siedlung]] benannt worden. |
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Ab [[1527]] tauchen die ersten urkundlichen Nennungen von Fluren mit Bezug zu Arlingen auf (z.B. "zu Arlingen zwischen den zweyen wegen"). Diese waren etwa nur 500 m vom Brötzinger Ortskern entfernt und reichten bis an die [[Birkenfeld]]er Gemarkungsgrenze.<ref>Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedlungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III. Fs. für G. Haselier. Bretten 1975. S. 94</ref> Trotzdem wurden die meisten von ihnen einer östlichen Zelg zugeordnet, was als nachträgliche Erweiterung der Zelg nach Abgang einer Wüstung interpretiert werden könnte.<ref>vgl. Jänichen: ''Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte des schwäbischen Dorfes'', Kohlhammer Stuttgart, 1970, S. 162-199, ISBN 9783170701236 </ref> Der Historiker Rüdiger Stenzel rekonstruierte die Arlinger Gemarkung ungefähr zwischen der heutigen [[Arlingerstraße]] und der [[Dietlinger Straße]]. Für das Jahr [[1580]] sind die Flurnamen Burgrain und Burgsteig in "Underarlingen" belegt, was möglicherweise auf eine eigene Burg hinweist.<ref>Stenzel (1975), S.94</ref> |
Ab [[1527]] tauchen die ersten urkundlichen Nennungen von Fluren mit Bezug zu Arlingen auf (z.B. "zu Arlingen zwischen den zweyen wegen"). Diese waren etwa nur 500 m vom Brötzinger Ortskern entfernt und reichten bis an die [[Birkenfeld]]er Gemarkungsgrenze.<ref>Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedlungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III. Fs. für G. Haselier. Bretten 1975. S. 94</ref> Trotzdem wurden die meisten von ihnen einer östlichen Zelg zugeordnet, was als nachträgliche Erweiterung der Zelg nach Abgang einer Wüstung interpretiert werden könnte.<ref>vgl. Jänichen: ''Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte des schwäbischen Dorfes'', Kohlhammer Stuttgart, 1970, S. 162-199, ISBN 9783170701236 </ref> Der Historiker Rüdiger Stenzel rekonstruierte die Arlinger Gemarkung ungefähr zwischen der heutigen [[Arlingerstraße]] und der [[Dietlinger Straße]]. Für das Jahr [[1580]] sind die Flurnamen Burgrain und Burgsteig in "Underarlingen" belegt, was möglicherweise auf eine eigene Burg hinweist.<ref>Stenzel (1975), S.94</ref> |
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Version vom 3. August 2015, 18:18 Uhr
Arlingen ist eine vermutete Wüstung auf der Gemarkung Brötzingen, welche nur anhand von Flurnamen erkennbar ist. Nach der Flur Arlinger ist die heutige gleichnamige Siedlung benannt worden.
Ab 1527 tauchen die ersten urkundlichen Nennungen von Fluren mit Bezug zu Arlingen auf (z.B. "zu Arlingen zwischen den zweyen wegen"). Diese waren etwa nur 500 m vom Brötzinger Ortskern entfernt und reichten bis an die Birkenfelder Gemarkungsgrenze.[1] Trotzdem wurden die meisten von ihnen einer östlichen Zelg zugeordnet, was als nachträgliche Erweiterung der Zelg nach Abgang einer Wüstung interpretiert werden könnte.[2] Der Historiker Rüdiger Stenzel rekonstruierte die Arlinger Gemarkung ungefähr zwischen der heutigen Arlingerstraße und der Dietlinger Straße. Für das Jahr 1580 sind die Flurnamen Burgrain und Burgsteig in "Underarlingen" belegt, was möglicherweise auf eine eigene Burg hinweist.[3]
Abgang
R. Stenzel vermutet, dass Birkenfeld eine "Tochtersiedlung" Arlingens gewesen war und als dieses 1322 württembergisch wurde, gelang Arlingen in Grenzlage zwischen Baden und Württemberg und wurde abgesiedelt. Als Indiz hierfür nennt er die pfarrliche Zuordnung Birkenfelds zu Brötzingen bis ins 15. Jahrhundert.
Einzelnachweise
- ↑ Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedlungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III. Fs. für G. Haselier. Bretten 1975. S. 94
- ↑ vgl. Jänichen: Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte des schwäbischen Dorfes, Kohlhammer Stuttgart, 1970, S. 162-199, ISBN 9783170701236
- ↑ Stenzel (1975), S.94