Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: mail.de

Oberhofen (Knittlingen): Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Smilodon (Diskussion | Beiträge)
neu
 
Smilodon (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
'''Oberhofen''' ist eine [[Wüstung]] auf der Gemarkung [[Knittlingen]]s.
'''Oberhofen''' ist eine [[Wüstung]] auf der Gemarkung [[Knittlingen]]s.


Der Ort wird nicht urkundlich erwähnt und ist nur durch den Fund eines Friedhofes aus der spät- oder [[Merowinger|endmerowinger]] Zeit (7./8. Jahrhundert) nachgewiesen. Der Friedhof befand sich in der Flur ''"Ob Oberhofen"'' östlich vom Knittlinger Zentrum, weshalb man davon ausgeht, dass der Name der Siedlung Oberhofen war. Angesichts des auffallenden Flursnamens ging man schon länger davon aus, dass sich dort eine Wüstung befindet. Allerdings weist Knittlingen mehrere Flure auf, die auf ehemalige Siedlungsanlagen spekulieren lassen, wie zum Beispiel ''Altenhofen'', ''Kalkofen'', ''Wartbühl'' oder ''Stetten''.
Der Ort wird nicht urkundlich erwähnt und ist nur durch den Fund eines Friedhofes aus der spät- oder [[Merowinger|endmerowinger]] Zeit (7./8. Jahrhundert) nachgewiesen. Der Friedhof befand sich in der Flur ''"Ob Oberhofen"'' östlich vom Knittlinger Zentrum, weshalb man davon ausgeht, dass der Name der Siedlung Oberhofen war. Angesichts des auffallenden Flurnamens ging man schon länger davon aus, dass sich dort eine Wüstung befindet. Allerdings weist Knittlingen mehrere Flure auf, die auf ehemalige Siedlungsanlagen spekulieren lassen, wie zum Beispiel ''Altenhofen'', ''Kalkofen'', ''Wartbühl'' oder ''Stetten''.

Der Standort der Wüstung ist (nord)östlich von Knittlingen im Bereich der Flure "Oberhofen", "Farrenäcker", "Feierabend", "Litzelbach" und "Brühl" zu suchen.

==Funde==
1984 wurden beim Straßenbau der K4516 Sandsteinmauerwerke eines Gebäudes gefunden. Das Gebäude stand nahe der [[Weißach]].


==Die Einwohner Oberhofens==
==Die Einwohner Oberhofens==

Version vom 9. Oktober 2015, 20:58 Uhr

Oberhofen ist eine Wüstung auf der Gemarkung Knittlingens.

Der Ort wird nicht urkundlich erwähnt und ist nur durch den Fund eines Friedhofes aus der spät- oder endmerowinger Zeit (7./8. Jahrhundert) nachgewiesen. Der Friedhof befand sich in der Flur "Ob Oberhofen" östlich vom Knittlinger Zentrum, weshalb man davon ausgeht, dass der Name der Siedlung Oberhofen war. Angesichts des auffallenden Flurnamens ging man schon länger davon aus, dass sich dort eine Wüstung befindet. Allerdings weist Knittlingen mehrere Flure auf, die auf ehemalige Siedlungsanlagen spekulieren lassen, wie zum Beispiel Altenhofen, Kalkofen, Wartbühl oder Stetten.

Der Standort der Wüstung ist (nord)östlich von Knittlingen im Bereich der Flure "Oberhofen", "Farrenäcker", "Feierabend", "Litzelbach" und "Brühl" zu suchen.

Funde

1984 wurden beim Straßenbau der K4516 Sandsteinmauerwerke eines Gebäudes gefunden. Das Gebäude stand nahe der Weißach.

Die Einwohner Oberhofens

Der Arächologe Folke Damminger schätzt anhand der Skelette die Zahl der Einwohner auf 80-120 bzw. 55-75, bei einer längeren Friedhofsnutzung bis in die Mitte des 8. Jahrhunderts.[1] Dadurch dürfte es sich bei Oberhofen um eine kleinere und jüngere Siedlung gegenüber dem Hauptort Knittlingen handeln. Auch anhand der geringen Grabbeigaben ist anzunehmen, dass die Bewohner eher einer unteren Schicht angehört haben.[2]

Erwähnungen

In Urkunden aus dem Jahr 1250 und 1259 ist von "inferiori villa de Knuthelingen, superiori va media" (unteres Dorf Knittlingens, oberes und mittleres") die Rede. Dass es sich beim oberen Dorf vielleicht um Oberhofen handelt, ist nicht nachweisbar.


Einzelnachweise

  1. Folke Damminger, 1994, S. 206
  2. Ian Wood (Hrsg): Franks and Alamanni in the Merovingian Period: An Ethnographic Perspective, S. 209