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Karl Dürr: Unterschied zwischen den Versionen
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(kein Unterschied)
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Version vom 24. April 2013, 18:00 Uhr
Karl Dürr (1892 – 1976) war ab 1924 erst Vikar, dann ab 1925 Pfarrer der heutigen Lukasgemeinde in Pforzheim in der Weststadt.
Er kam durch Martin Niemöller zur „Bekennenden Kirche“. Am 22. Nov. 1933 waren im Melanchthonhaus und im Saalbau zusammen über 3 400 evang. Christen versammelt, um gegen die "Deutschen Christen (DC)", eine NS-nahe Gruppierung, zu protestieren, die das Alte Testament als "Viehhändler- und Zuhältergeschichten" verunglimpft hatten. Dürr nannte die DC "Totengräber des evangelischen Bekenntnisses und Schrittmacher eines neuen Heidentums".
Dürr schrieb 1934 an den Landesbischof Julius Kühlewein: „Enttäuschung und Verbitterung erfüllt uns, daß Sie nur einen „ungewöhnlichen Weg” zugeben, wo brutale und zynische Beiseitesetzung von Recht und Verfassung vorliegt, […]. Denn dieser Geist [der Geist der Deutschen Christen; Anm. d. Autorin] ist im tiefsten Grund der Geist weltlicher Macht und Gewaltanwendung, dem bis aufs Blut widerstanden werden muß, […]” Seine Predigten wurden von der Gestapo überwacht, er wurde mehrmals verhört, seine Post wurde geöffnet. Die Kirchenleitung versetzte ihn 1935 nach Freiburg.
1985 wurde eine Strasse im Wohngebiet Maihälden in Pforzheim nach ihm benannt.
Literatur:
Witt, Caroline, Die Bekennende Kirche in Baden, in: Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein e.V., o.O., 2006 (http://www.ag-landeskunde-oberrhein.de/index.php?id=p458v), Lang, Christoph, Karl Dürr und die Anfänge der badischen Bekenntnisgemeinschaft, Tübingen, 1994