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Eutingen: Unterschied zwischen den Versionen

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{{OpenStreetMap|48.9147|8.7469|12}}
[[Bild:Enz-Eutingen.jpg|thumb|Eutingen an der [[Enz]]]]{{Bildergalerie}}
'''Eutingen''' ist der östlichste [[Stadtteil]] von [[Pforzheim]]. Es war eine ursprünglich selbstständige Gemeinde und hat daher eine eigene Ortsverwaltung. Ortsvorsteher ist Helge Hutmacher (Stand: 2007). Mit 7930 Einwohnern (Stand: 31.12.2006) ist Eutingen der größte Pforzheimer Stadtteil. Über das Geschehen im Ort informiert das [[Mitteilungsblatt Eutingen]].

In der kommunalen Statistik zählt [[Mäuerach]] zu Eutingen.

== Lage ==
Eutingen schließt sich in nur 1 Kilometer Entfernung an die Pforzheimer [[Oststadt]] an und liegt an der [[Enz]].

== Geschichte ==
Die erste Erwähnung Eutingens als "Utingen" ist in einem Güterverzeichnis des Klosters Reichenbach von [[12. Jahrhundert|1143]] zu finden. [[13. Jahrhundert|1279]], mittlerweile im Besitz der Ritterfamilie von Roßwag, wurde der Ort an die Gebrüder Gunther und Emhard, zwei wohlhabende Pforzheimer Privatleute, verkauft. Nach deren Ableben wurde Eutingen unter den Erben aufgeteilt und die Besitzer wechselten häufig. Im Laufe der Zeit gingen die einzelnen Eutinger Besitzungen ins Eigentum des Klosters Maria Magdalena der Dominikanerinnen zu Pforzheim über. Der letzte urkundlich erwähnte Verkauf fand [[1454]] statt. Nach der Auflösung des Pforzheimer Frauenklosters in der zweiten Hälfte des [[16. Jahrhundert]]s wurde Eutingen ein Teil des badischen Lands. Der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] mit dem Einfall der Truppen Tillys und den folgenden Morden, Brandstiftungen und Plünderungen bewirkte, dass ein Großteil der Eutinger Einwohner nach Pforzheim flohen. Den Verwüstungen des Krieges folgte die Pest, die zahlreiche Opfer forderte.

Nach dem Krieg waren Eutingen und seine Einwohner durch Hunger und Krieg geschwächt. Noch vor der Erholung von den Kriegsfolgen wurden Eutingen und Umgebung von weiteren Kriegen überzogen. [[1689]] brachte der [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Orléanssche Krieg]] das Niederbrennen Pforzheims und Eutingens mit sich. Auch die darauf folgenden Spanischer Erbfolgekrieg, Polnischer Erbfolgekrieg und Österreichischer Erbfolgekrieg trotzten Eutingen viel ab. [[1748]] zog der Frieden ein. [[1783]] wurde die Leibeigenschaft durch [[Markgraf Karl Friedrich]] aufgehoben, was von der Eutinger Bevölkerung mit einem [[Denkmal]] neben der Kirche gewürdigt wurde. Im Zuge der Französischen Revolution litt Eutingen ab [[1792]] wieder durch Truppendurchmärsche und -einquartierungen sowie Viehlieferungen und Kriegsfronden in größerem Umfang. Auch die nachfolgenden Napoleonischen Kriege gingen nicht spurlos an dem Ort vorbei.

In der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s wandelte sich Eutingen vom Bauerndorf zur Arbeiterwohngemeinde. Durch den Wandel setzte umfangreiche Bautätigkeit und ungewöhnliches Bevölkerungswachstum ein. Von [[1871]] bis [[1910]] stieg die Einwohnerzahl Eutingens von 1286 auf 3000. Diese Entwicklung wurde vom [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] beendet. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] marschierten am [[10. April]] [[1945]] die Franzosen ein, setzten das Rathaus in Flammen und sprengten alle Brücken über die Enz.

In der Nachkriegszeit setzte wieder eine Aufwärtsentwicklung ein. Handwerk und Gewerbe verzeichneten Zuwächse und es neue Wohngebiete wurden erschlossen. Im Zuge der [[Gemeindereform]] wurde Eutingen an der Enz am [[20. September]] [[1975]] in die Stadt Pforzheim eingegliedert.

== Verkehr ==

Eutingen ist über die Anschlussstellen [[Anschlussstelle Pforzheim-Nord|Pforzheim-Nord]] und [[Anschlussstelle Pforzheim-Ost|Pforzheim-Ost]] der [[Bundesautobahn 8]] angebunden. Die [[Bundesstraße 10]] quert das Gebiet Eutingens in Ost-West-Richtung.

Eutingen hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke [[Karlsruhe]] - Pforzheim - [[Mühlacker]] - [[Stuttgart]]. Dieser wird von der Stadtbahnline [[S 5]] und den RegionalExpress-Zügen der Deutschen Bahn bedient.

Per Bus erreicht man Eutingen mit [[Buslinie 1|Stadtbuslinie 1]] und [[Buslinie 735]]. Vor der Eingemeindung nach Pforzheim bediente das Busunternehmen Flitsch die Strecke [[Kühler Grund]] - [[Marktplatz]].

==Wappen==
[[Bild:Wappen Eutingen.png|thumb|Das Wappen von Eutingen]]
Das Wappen zeigt ein goldenes Hufeisen auf rotem Hintergrund.

== Sehenswürdigkeiten ==
*[[Bäuerliches Museum]]
*[[Maislabyrinth Eutingen]]

== Schule ==
*[[Karl-Friedrich-Schule]] Grund- und Hauptschule
*[[Raphael-Schule Pforzheim|Raphael-Schule]] eine heilpädagogische Schule

== Sport ==
[[Stadtteilbad Eutingen]]

==Vereine==
* [[Heimatverein Eutingen an der Enz]]
* [[Tischtennis Club Eutingen '83|Tischtennis Club Eutingen '83 e.V.]], gegründet [[1983]]

== Gastronomie ==
* [[Eis Bibione]]
* [[Friedrichshof]]
* [[Krone]]
* [[Metzgerei Kuppinger]]
* [[Salmen]]
* [[Stadt Pforzheim "Bären"]]
* [[Gaststätte des Musikvereins Eutingen]]

== Unternehmen ==
* [[AmannGirrbach]]
* [[Applied Informatics]]
* [[Colordruck Pforzheim]]
* [[NAP automotive]]
* [[APH Haus Schauinsland]]
* [[Willi Hammer GmbH]]
* [http://www.mastro-it.de mastro-IT]

== Adresse ==
:Rathaus Eutingen
:[[Hauptstraße]] 93
:[[Postleitzahl#Teilorte|75181]] Pforzheim
:{{Telefon|0 72 31|39 10 71}}
:{{Telefax|0 72 31|39 17 52}}

:{{E-Mail|ov-eutingen|stadt-pforzheim.de}}

==Namensgleichheit ==
Es gibt auch eine Stadt [[Eutingen im Gäu]]. Zur Unterscheidung hiervon führte der heutige Pforzheimer Stadtteil früher als selbstständige Gemeinde die Bezeichnung ''Eutingen an der Enz''; der Bahnhof allerdings hieß und heißt noch heute ''Eutingen (Baden)''.

[[Kategorie:Eutingen| ]]
[[Kategorie:Stadtteil (Pforzheim)]]
{{Navigationsleiste Stadtteile Pforzheim}}

Version vom 10. November 2009, 19:07 Uhr

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