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Villa rustica: Unterschied zwischen den Versionen
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Als '''Villa rustica''' bezeichnet man ein Landhaus beziehungsweise Landgut aus dem römischen Reich. Dem Herrn eines solchen Gutes oblagen meist die Verwaltung der Belange und Infrastruktur der umliegenden Region. |
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Die erste Ansiedlung auf Pforzheimer Gemarkung ist heute als Überrest eines römischen Gutshofes im Kanzlerwald zu finden. |
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Östlich des Kanzlersträßchens liegt diese archäologische Anlage auf einem bewaldeten Plateau am Hang des Enztals. Circa aus der 1. Hälfte des zweiten Jahrhunderts stammen die dort freigelegten Grundmauern eines ''Villae rusticae''. [[1966]] bis [[1975]] wurde der Gutshof vom Landesdenkmalamt ausführlich untersucht und restauriert. Seither ist die Anlage öffentlich zugänglich. Ein Modell davon ist im [[Archäologischer Schauplatz Kappelhof|Archäologischen Schauplatz Kappelhof]] zu sehen. |
Östlich des Kanzlersträßchens liegt diese archäologische Anlage auf einem bewaldeten Plateau am Hang des Enztals. Circa aus der 1. Hälfte des zweiten Jahrhunderts stammen die dort freigelegten Grundmauern eines ''Villae rusticae''. [[1966]] bis [[1975]] wurde der Gutshof vom Landesdenkmalamt ausführlich untersucht und restauriert. Seither ist die Anlage öffentlich zugänglich. Ein Modell davon ist im [[Archäologischer Schauplatz Kappelhof|Archäologischen Schauplatz Kappelhof]] zu sehen. |
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Der römische Gutshof "Kanzler" im Kanzlerwald gilt als eine der besterhaltensten römischen Anlagen in Baden. Durch die vollständige Freilegung ist die Größe eines römischen landwirtschaftlichen Guts dieser Zeit eindrucksvoll zu erkennen. Innerhalb der Umfassungsmauer sind die Grundmauern eines Hauptgebäudes, eines Badehauses und drei Vorrats- und Gesindehäusern mit einem Brunnen zu erkennen. |
Der römische Gutshof "Kanzler" im Kanzlerwald gilt als eine der besterhaltensten römischen Anlagen in Baden. Durch die vollständige Freilegung ist die Größe eines römischen landwirtschaftlichen Guts dieser Zeit eindrucksvoll zu erkennen. Innerhalb der Umfassungsmauer sind die Grundmauern eines Hauptgebäudes, eines Badehauses und drei Vorrats- und Gesindehäusern mit einem Brunnen zu erkennen. |
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Die ''villa rustica portus'' war über das [[Kanzlerstraße|Kanzlersträßchen]] leicht zu erreichen. Eine Anbindung an die neue, [[zweite Buckenbergauffahrt]] wird stark vermutet. |
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Version vom 30. Mai 2007, 16:32 Uhr
Als Villa rustica bezeichnet man ein Landhaus beziehungsweise Landgut aus dem römischen Reich. Dem Herrn eines solchen Gutes oblagen meist die Verwaltung der Belange und Infrastruktur der umliegenden Region.
Entlang des Römerspuren-Radweg befinden diese sich in Enzberg, Pforzheim und Wilferdingen.
Römischer Gutshof "Kanzler" im Kanzlerwald
Die erste Ansiedlung auf Pforzheimer Gemarkung ist heute als Überrest eines römischen Gutshofes im Kanzlerwald zu finden. Östlich des Kanzlersträßchens liegt diese archäologische Anlage auf einem bewaldeten Plateau am Hang des Enztals. Circa aus der 1. Hälfte des zweiten Jahrhunderts stammen die dort freigelegten Grundmauern eines Villae rusticae. 1966 bis 1975 wurde der Gutshof vom Landesdenkmalamt ausführlich untersucht und restauriert. Seither ist die Anlage öffentlich zugänglich. Ein Modell davon ist im Archäologischen Schauplatz Kappelhof zu sehen.
Eine etwa 95 m lange fast quadratische Umfassungsmauer umschließt verschiedene Gebäude, Grundmauern und einen Brunnen. Die leicht aus dem Boden ragenden sichtbaren Grundmauern wurden mit einer schützenden Mörtelschicht abgedeckt.
Der römische Gutshof "Kanzler" im Kanzlerwald gilt als eine der besterhaltensten römischen Anlagen in Baden. Durch die vollständige Freilegung ist die Größe eines römischen landwirtschaftlichen Guts dieser Zeit eindrucksvoll zu erkennen. Innerhalb der Umfassungsmauer sind die Grundmauern eines Hauptgebäudes, eines Badehauses und drei Vorrats- und Gesindehäusern mit einem Brunnen zu erkennen.
Lage
Die villa rustica portus war über das Kanzlersträßchen leicht zu erreichen. Eine Anbindung an die neue, zweite Buckenbergauffahrt wird stark vermutet.