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Wagmühle: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Datei:Frühere Wagmühle, Eckquader mit Wappenschild darauf Mühlrad und Zahl 1568, später am Fachwerkhaus Gerberstraße 41.jpg|thumb|Frühere Wagmühle, Eckquader mit Wappenschild, darauf Mühlrad und Zahl 1568, vom Fachwerkhaus Gerberstraße 41]]
[[Datei:Frühere Wagmühle, Eckquader mit Wappenschild darauf Mühlrad und Zahl 1568, später am Fachwerkhaus Gerberstraße 41.jpg|thumb|Frühere Wagmühle, Eckquader mit Wappenschild, darauf Mühlrad und Zahl 1568, vom Fachwerkhaus Gerberstraße 41]]


Die '''Wagmühle''' in [[Pforzheim]] befand sich auf der Trasse der [[Emma-Jaeger-Straße]], etwas 15 m westlich der Einmündung der [[Theaterstraße]]. Das Gebäude Große Gerberstraße Nr. 41 zeigte einen auf das Jahr 1568 datierten Wappenstein mit Mühlrad, den man als Indiz für einen früheren Mühlenstandort an diesem Platz wertet und der Wagmühle zuschreibt. Der Wappenstein ging bei der Trümmerräumung nach dem Zweiten Weltkrieg verloren.
Die [[zerstört::1945]] zerstörte '''Wagmühle''' in [[Pforzheim]] befand sich auf der Trasse der [[Emma-Jaeger-Straße]], etwas 15 m westlich der Einmündung der [[Theaterstraße]]. Das Gebäude Große Gerberstraße Nr. 41 zeigte einen auf das Jahr [[erbaut::1568]] datierten Wappenstein mit Mühlrad, den man als Indiz für einen früheren Mühlenstandort an diesem Platz wertet und der Wagmühle zuschreibt. Der Wappenstein ging bei der Trümmerräumung nach dem Zweiten Weltkrieg verloren.


[[Alfons Kirchenmaier]] kritisiert die Art der Trümmerräumung:<br>''„Sehr geehrter Herr Bürgermeister! Nachdem vor einigen Tagen eine Lorenbahn in die Große Gerberstraße bis zum Hof des Emma-Jaeger-Bades gelegt worden war, ist der Eckquader mit dem Hauszeichen der Waagmühle und der Jahreszahl 1568 verschwunden, der auf meine Veranlassung beim Einreißen des Hauses Nr. 41 von Herrn Sprengmeister Schwarz auf dem Sockel stehen gelassen werden sollte… Dieser bezeichnende Vorfall ist die Fortsetzung einer einzigen Kette von Katastrophen, die ich als Denkmalpfleger mit der Entrümmerung hier erleben musste…“''.<ref name="Trümmerräumung">'''Eine einzige Kette von Katastrophen'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 66.</ref><ref>Alfons Kirchenmaier, Durchschlag eines Briefes vom 26.10.1948 an das Baudezernat.</ref>
[[Alfons Kirchenmaier]] kritisiert die Art der Trümmerräumung:<br>''„Sehr geehrter Herr Bürgermeister! Nachdem vor einigen Tagen eine Lorenbahn in die Große Gerberstraße bis zum Hof des Emma-Jaeger-Bades gelegt worden war, ist der Eckquader mit dem Hauszeichen der Waagmühle und der Jahreszahl 1568 verschwunden, der auf meine Veranlassung beim Einreißen des Hauses Nr. 41 von Herrn Sprengmeister Schwarz auf dem Sockel stehen gelassen werden sollte… Dieser bezeichnende Vorfall ist die Fortsetzung einer einzigen Kette von Katastrophen, die ich als Denkmalpfleger mit der Entrümmerung hier erleben musste…“''.<ref name="Trümmerräumung">'''Eine einzige Kette von Katastrophen'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 66.</ref><ref>Alfons Kirchenmaier, Durchschlag eines Briefes vom 26.10.1948 an das Baudezernat.</ref>

Version vom 22. März 2019, 15:48 Uhr

Frühere Wagmühle, Eckquader mit Wappenschild, darauf Mühlrad und Zahl 1568, vom Fachwerkhaus Gerberstraße 41

Die 1945 zerstörte Wagmühle in Pforzheim befand sich auf der Trasse der Emma-Jaeger-Straße, etwas 15 m westlich der Einmündung der Theaterstraße. Das Gebäude Große Gerberstraße Nr. 41 zeigte einen auf das Jahr 1568 datierten Wappenstein mit Mühlrad, den man als Indiz für einen früheren Mühlenstandort an diesem Platz wertet und der Wagmühle zuschreibt. Der Wappenstein ging bei der Trümmerräumung nach dem Zweiten Weltkrieg verloren.

Alfons Kirchenmaier kritisiert die Art der Trümmerräumung:
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister! Nachdem vor einigen Tagen eine Lorenbahn in die Große Gerberstraße bis zum Hof des Emma-Jaeger-Bades gelegt worden war, ist der Eckquader mit dem Hauszeichen der Waagmühle und der Jahreszahl 1568 verschwunden, der auf meine Veranlassung beim Einreißen des Hauses Nr. 41 von Herrn Sprengmeister Schwarz auf dem Sockel stehen gelassen werden sollte… Dieser bezeichnende Vorfall ist die Fortsetzung einer einzigen Kette von Katastrophen, die ich als Denkmalpfleger mit der Entrümmerung hier erleben musste…“.[1][2]

Einzelnachweise

  1. Eine einzige Kette von Katastrophen. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 66.
  2. Alfons Kirchenmaier, Durchschlag eines Briefes vom 26.10.1948 an das Baudezernat.

Literatur

  • Nr. 179 Wagmühle. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 177-178.