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Alice Wronker (verh. Engel): Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Datei:Alice Wronker, verh. Engel (1898-1985) mit Schwägerin Irma Lichter, verh. Wronker (1898-1983) (v.l.n.r.).png|thumb| ]]

(seit 1921 verh. Engel, ) war ein Pforzheimer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Sie hat die „Scho’a]]“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust) überlebt.
(seit 1921 verh. Engel, ) war ein Pforzheimer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Sie hat die „Scho’a]]“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust) überlebt.



Version vom 12. Juli 2018, 07:04 Uhr

(seit 1921 verh. Engel, ) war ein Pforzheimer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Sie hat die „Scho’a]]“ (hebräisch הַשׁוֹאָה; deutsch Holocaust) überlebt. 


Warenhaus Wronker

Sie war die einzige Tochter des Firmengründers Hermann Wronker , dem Inhaber des damals größten Kaufhauses in der Pforzheimer Innenstadt: Warenhaus "Simon Wronker & Co." (Westliche Karl-Friedrich-Straße 17).

Familie

Hermann Wronker (geb. 5.8.1867; gest. 1942 im KZ Auschwitz) mit Ehefrau Ida Wronker, geb. Friedeberg und Enkelkindern Erich und Gerda (Kinder von Max Wronker & Irma Lichter) sowie Ruth und Marion (Kinder von Alice Wronker & Hermann Engel)

Alice wurde als Tochter von Hermann und Ida Wronker, geb. Friedeberg geboren. Sie hatte zwei Brüder: Erich und Max.

  • Erich verstarb am 10. März 1918 in Frankfurt am Main an einer Tuberkulose, die er sich während des Ersten Weltkriegs als Soldat an der Front in Osteuropa zugezogen hatte; er liegt auf dem Jüdischen Friedhof Rat-Beil-Straße als 'Gefallener' beerdigt [1]
  • Max Wronker heiratete am 2. November 1919 Irma Lichter (geb. 21.5.1898 in Stuttgart; gest. 29.5.1983 in Jamaica, Queens, New York). Am 15. September 1933 zogen die Eheleute Max und Irma Wronker geb. Lichter gemeinsam mit ihren Kindern Erich und Gerda nach Paris. 1936 zogen sie nach Kairo für ein Kaufhausprojekt. Im Januar 1949 zogen sie von Kairo nach New York.

Alice widmete sich während des Ersten Weltkriegs der Kriegsgefangenenhilfe und arbeitete in der Medizin, u.a. in der Poliklinik für innere Medizin am Israelitischen Krankenhaus Berlin. 1921 heiratete sie den orthopädischen Chirurgen Hermann Engel, mit dem sie zwei Töchter hatte:Ruth und Marion. Alice flüchtete mit ihrem Ehemann Dr. Hermann Engel (1886-1971) und den beiden Töchtern Ruth und Marion zu ihrem Bruder Max nach Kairo und später in die USA.

Am 4.10.1961 schrieb Alice folgenden Brief an die Stadt Frankfurt am Main:
„Mein Vater war ein stolzer Jude, der jedoch ohne Unterschied der Religion Gutes tat. Sein grosser Stolz war ein Kinderbrief, den er immer bei sich trug: ‚An das liebe Christkind‘. Die Hauptpost schickte diese Zeilen an meinen Vater und am Weihnachtsabend stand ein Weihnachtsbaum mit allen erwuenschten Geschenken darunter vor der Tuere der betreffenden Familie.“ [2]

Einzelnachweise

  1. vgl. http://www.denkmalprojekt.org/2014/frankfurt-am-main_jued-frdhf_wk1_ns-opfer_hs.html, Aufruf am 12.04.2016.
  2. Brief von Alice Engel-Wronker, New York, 4.10.1961, in: ISG, S2/604.