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Matthäuskirche (Pforzheim): Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[1974]]-[[1975]] musste aufgrund massiver Betonschäden eine Tragwerksanierung vorgenommen werden. Die Betonsanierung setzte sich [[1990]] am Vordach über der Freitreppe und [[1998]]-[[1999]] am Turm fort.


Christoph Timm gibt folgende Bewertung für das Kulturdenkmal ab: ''„Künstlerische Bezüge lassen sich
Christoph Timm gibt folgende Bewertung für das Kulturdenkmal ab: ''„Ihre Formgebung im französisch anmutenden Palaststil eines barocken Historismus gehört zu den regional herausragenden Beispielen der Villenbaukunst der wilhelminischen Epoche..“''<ref>''' Lameystraße 67, Ehem. Villa Beckh '''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 369-370, hier S. 370.</ref>
auch zu den Architektur-Utopien des frühen 20. Jahrhunderts von [[Bruno Taut]] und [[Otto Bartning]] herstellen“''<ref>'''Ein Kleinod aus Glas und Beton: Hochkopfstraße 30, Matthäuskirche'''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 77-82, hier S. 82.</ref>


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* ''' Lameystraße 67, Ehem. Villa Beckh '''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 369-370.
* '''Ein Kleinod aus Glas und Beton: Hochkopfstraße 30, Matthäuskirche'''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 77-82.
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Version vom 5. Juni 2018, 21:08 Uhr

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Bildergalerie: weitere Bilder zu diesem Artikel finden sich auf Matthäuskirche (Pforzheim) (Galerie)
Adresse
Matthäuskirche
Hochkopfstraße 30
75179 Pforzheim (Arlinger)
Pfarrgemeinde
  • Pfarrer ist Martin Schleifer
Matthäusgemeinde
Oosstraße 1
75179 Pforzheim (Arlinger)
Telefon: (0 72 31) 44 24 24
Telefax: (0 72 31) 46 82 26
E-Mail: Ev.Matthaeusgemeinde-Pft-online.de

Die Matthäuskirche ist die evangelische Kirche im Pforzheimer Stadtteil Arlinger.

Sie wurde als Sichtbeton-Skelettbau nach dem Vorbild von Industriebauten in den Jahren 1952/1953 von Egon Eiermann erbaut. Der Entwurf der Matthäuskirche gehört zum Hauptwerk Eiermanns und diente als Vorbild für zahlreiche Nachkriegs-Kirchenbauten, darunter die berühmte Kaiser-Wilhelm-Gedächniskirche in Berlin. Das Mobiliar der Kirche stammt ebenfalls vom Architekten. Das ursprüngliche Altarkruzifix von Eiermann wurde 1959 durch ein vom Braunschweiger Künstler Jürgen Weber entworfenes ersetzt.

Die Einweihung erfolgte am 12. Juli 1953, unter Beisein des Architekten Egon Eiermann schloss Pfarrer Ludwig Eiermann symbolisch die Tür auf. Der Turm nördlich der Kirche wurde 1956 erbaut.

Die Betonwabensteine mit der farbigen Glasfüllung wurden aus dem Trümmersplitt des am 23. Februar 1945 zerstörten Pforzheim hergestellt. Durch bewusstes Beimengen des Schutts entstanden die weißen und roten Steine. Diese Fensterwände wurden nach einem Entwurf von Theo Baumann gefertigt.

Das Kirchengebäude ist zweistöckig, unter dem Kirchensaal in den ehemaligen Gemeinderäumen befindet sich heute ein Kindergarten.

Es gibt Bauschmuck an der Südwand, einen Engel als Relief vom Berliner Bildhauer Paul Dierkes, und am Turm einen Turmhahn von Fritz Theilmann.

1972-1975 wurde der begrünte Vorplatz, im Zusammenhang mit dem Neubau des benachbarten Gemeindezentrums, umgestaltet und gepflastert.

1974-1975 musste aufgrund massiver Betonschäden eine Tragwerksanierung vorgenommen werden. Die Betonsanierung setzte sich 1990 am Vordach über der Freitreppe und 1998-1999 am Turm fort.

Christoph Timm gibt folgende Bewertung für das Kulturdenkmal ab: „Künstlerische Bezüge lassen sich

auch zu den Architektur-Utopien des frühen 20. Jahrhunderts von Bruno Taut und Otto Bartning herstellen“[1]
Einzelnachweise
  1. Ein Kleinod aus Glas und Beton: Hochkopfstraße 30, Matthäuskirche. In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 77-82, hier S. 82.
Quellen
  • Ein Kleinod aus Glas und Beton: Hochkopfstraße 30, Matthäuskirche. In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 77-82.