Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Fürstliche Kanzlei (Pforzheim): Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Neue Kanzlei''' wurde 1558 von Markgraf Karl II. an der Bahnhofstraße 24 in Pforzheim erbaut. |
Die '''Neue Kanzlei''' wurde 1558 von Markgraf Karl II. an der Bahnhofstraße 24 in Pforzheim erbaut. Matthäus Merian nennt das Gebäude "Neue Kanzlei" und zeigt das Gebäude im Jahre 1643 mit einem niedrigen Rundturm an der nordwestlichen Ecke. J. Wolff beschreibt es auf seinem Plan von 1695 als "die alte Stattschreibery". Lauterbach 1744 und Hörrmann 1766 sprechen von der "alten Canzley". Michael Hörrmann zeichnet in seinem Plan im Jahre 1766 an der südwestlichen Ecke des Hauses ein viereckiges Turmfundament. Erhalten blieb die große Inschrifttafel aus dem Jahre 1558 im Stil der Renaissance, sie befindet sich heute im Reuchlin-Museum. Be den Franzosenbränden im Jahre 1692 blieb das Kanzleigebäude unbeschadet. 1744 stand noch das ganze Gebäude. |
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== Beschreibung der Inschriftentafel == |
== Beschreibung der Inschriftentafel == |
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Version vom 1. Mai 2018, 04:38 Uhr
Die Neue Kanzlei wurde 1558 von Markgraf Karl II. an der Bahnhofstraße 24 in Pforzheim erbaut. Matthäus Merian nennt das Gebäude "Neue Kanzlei" und zeigt das Gebäude im Jahre 1643 mit einem niedrigen Rundturm an der nordwestlichen Ecke. J. Wolff beschreibt es auf seinem Plan von 1695 als "die alte Stattschreibery". Lauterbach 1744 und Hörrmann 1766 sprechen von der "alten Canzley". Michael Hörrmann zeichnet in seinem Plan im Jahre 1766 an der südwestlichen Ecke des Hauses ein viereckiges Turmfundament. Erhalten blieb die große Inschrifttafel aus dem Jahre 1558 im Stil der Renaissance, sie befindet sich heute im Reuchlin-Museum. Be den Franzosenbränden im Jahre 1692 blieb das Kanzleigebäude unbeschadet. 1744 stand noch das ganze Gebäude.
Beschreibung der Inschriftentafel
- Das Giebelfeld der Inschriftentafel ist reich geschmückt. Als Relief ist dort in der Mitte ein Medaillon als Relief angebracht, das einen Kopf zeigt. Vermutlich handelt es sich hierbei um ein Porträt des Markgrafen. Das Porträt wird von Blattwerk eingerahmt.
- An den Schrägflächen des Giebels steht:
- ANNO. SALVATIS. MILLESIMO QINGENTESIMO. QINQUAGESIMO OCTAVO
- Im Architrav steht folgende deutsche Inschrift:
- CARL VON GOTTES GNADEN MARGGRAVE ZV. BADEN / VND HOCHBERG LANDGRAVE. ZV. SVSENBERG / HERR ZV RÖTTELEN VND BADENWEYLER .
- CARL VON GOTTES GNADEN MARGGRAVE ZV. BADEN / VND HOCHBERG LANDGRAVE. ZV. SVSENBERG / HERR ZV RÖTTELEN VND BADENWEYLER .
- Der Mittelteil der Renaissancetafel wird zwei Pilastern an den Seiten geschmückt. Zwischen den Pilastern wurde ein Relief angebracht, das das badische Wappen zeigt.
- Der untere Teil wird von Rollwerk eingerahmt. Dort steht folgende lateinische Inschrift:
- CAROLVS HAS PRINCEPS BADENVS CONSTRVIT AEDES. / VT SINT CONSILIIS CVRIA SANCTA BONIS. / HIC POPVLO PAR EST AEQVAS PRAESCRIBERE LEGES. /OMNIBVS EX MERITO REDDERE IVRA SVO. / AMBIGVAS IVSTO DECIDERE TRAMITE CAVSAS. / ET CELERI MISERAS FINE IVVARE PRECES / HINC PROCVL AFFECTVS ANIMI SEPONERE PRAVOS / ET REM IVDICIO NOSCERE QVAMQUE BONO
Literatur
- Emil Lacroix, Peter Hirschfeld und Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1983, ISBN 978-3-8035-1225-3, S. 371-373.