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Das '''Kloster Herrenalb''' war ein 1148 unter dem Namen ''Alba Dominorum'' gestiftetes [[Zisterzienser]]kloster in [[Bad Herrenalb]] im [[Landkreis Calw]]. Es gehört neben dem [[Kloster Maulbronn]] zu den bedeutendsten Sakralbauten Baden-Württembergs. |
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Von den historischen Klosterbauten sind vor allem noch Überreste der einstigen Klosterkirche erhalten. Die Vorhallte der Kirche, das so genannte ''[[Paradies (Kloster Herrenalb)|Paradies]]'', ist nur als Ruine erhalten, der Chor der Klosterkirche wurde 1739 zur [[Klosterkirche Bad Herrenalb|Evangelischen Kirche]] umgebaut, die durch das Paradies erreicht werden kann. Die Evangelische Kirche ist die Kirche der [[Evangelische Kirchengemeinde Bad Herrenalb|Evangelischen Kirchengemeinde Bad Herrenalb]]. |
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* [[1148]] Stiftung durch Graf [[Berthold von Eberstein]] |
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* [[1177]] Bestätigung der Niederlassung durch Papst Alexander III. |
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* [[1338]] kommt das Kloster unter die Schirmherrschaft der [[Grafschaft Wirtemberg]] |
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* [[1450]] Das Kloster verfügt über 300 Quadratkilometer Fläche mit 37 Dörfern im Umkreis und Einfluß auf weitere 127 Güter mit Rechten |
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* [[1497]] Teilung der Schirmherrschaft zwischen Württemberg und Baden |
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* [[1525]] Pfinztaler Haufen plündert und brandschatzt die Anlage |
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* [[1525]] Bauernkrieg, mehrfache Plünderung, Auflösung, Instandsetzung |
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* [[1534]] Einführung der Reformation und Ende der Reichsunmittelbarkeit, die Mönche müssen das Kloster verlassen |
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* [[1535]] Das Kloster wird vorübergehend aufgehoben |
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* [[1556]] bis [[1595]] Evangelische Klosterschule |
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* [[1642]] Schwedische Truppen beschädigen im [[Dreißigjähriger Krieg]] die Klosteranlage schwer und endgültige Zerstörung des Klosters |
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* [[1649]] Endgültige Aufhebung des Zisterzienklosters |
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* [[1739]] Umbau des Chors der Klosterkirche zur heutigen evangelischen Kirche |
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== Bauliche Überreste == |
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* Das Paradies, eine romanische Vorkirche (Ruine), mit einer noch völlig erhaltenen doppelsäuligen romanischen Fensterreihe und zwei Portalen. |
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* Gotischer Chor der Stadtkirche mit den Grabmal des [[1431]] verstorbenen Markgrafen [[Bernhard I. von Baden]]. |
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* An dem hinter der Stadtkirche liegenden Pfarrhaus erinnern einige Gesimssteine an die ehemalige Klosterscheune. Im Garten links der Kirche steht ein vermutlich gotisches Taufbecken aus Buntsandstein. |
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* Erwähnt sei noch eine 50 m von der Vorkirche entfernt gelegene Scheune, deren Unterbau aus großen Buntsandsteinblöcken besteht und schmale romantisch gebogene Fensterschlitze besitzt. Es war der ehemalige Klosterspeicher, an den sich links die Pistorei und nach rechts eine Mahlmühle anschlossen. |
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Datei:Bad Herrenalb Kloster Teufel.JPG|Steinskulptur in der Mauer am Eingang zum Kloster, gestiftet anläßlich des 850jährigen Klosterjubiläums |
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Datei:Bad-Herrenalb-Moench.jpg|Mönch im Klosterbereich |
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Datei:Bad Herrenalb Klosterfest Band vor Klosterkirche erl.jpg|Band beim Klosterfest vor dem Paradies. Im Hintergrund der Turm der Klosterkirche |
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Datei:Bad Herrenalb Kloster Historischer Weg.jpg|Geschichte des Klosters |
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== Frauenalb == |
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Unweit von Bad Herrenalb, aber bereits auf [[Baden|badischer]] Seite, liegt der Flecken [[Karlsruhe:Frauenalb|Frauenalb]] (zur Gemeinde Marxzell im [[Landkreis Karlsruhe]] gehörend) mit der Ruine des [[Kloster Frauenalb|Klosters Frauenalb]]. Die Grenze zu [[Württemberg]] verläuft ganz in der Nähe und an einem Frauenalber Landgasthof ist noch ein badisches Grenzschild angebracht. |
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Hartnäckig hält sich bis in unsere Tage die [[Sage]], dass es einen unterirdischen Verbindungsgang zwischen den beiden Klöstern gegeben habe, so dass Herrenalber Mönche und Frauenalber Nonnen sich hätten heimlich besuchen können. |
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Aktuelle Version vom 1. Mai 2020, 08:48 Uhr

Das Kloster Herrenalb war ein 1148 unter dem Namen Alba Dominorum gestiftetes Zisterzienserkloster in Bad Herrenalb im Landkreis Calw. Es gehört neben dem Kloster Maulbronn zu den bedeutendsten Sakralbauten Baden-Württembergs.
Von den historischen Klosterbauten sind vor allem noch Überreste der einstigen Klosterkirche erhalten. Die Vorhallte der Kirche, das so genannte Paradies, ist nur als Ruine erhalten, der Chor der Klosterkirche wurde 1739 zur Evangelischen Kirche umgebaut, die durch das Paradies erreicht werden kann. Die Evangelische Kirche ist die Kirche der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Herrenalb.
Geschichte
- 1148 Stiftung durch Graf Berthold von Eberstein
- 1177 Bestätigung der Niederlassung durch Papst Alexander III.
- 1250 Fertigstellung des Klausurgebäudes
- 1275 Beginn der Reichsunmittelbarkeit des Klosters
- 1298 gerät das Kloster in den Einflussbereich der Markgrafschaft Baden
- 1338 kommt das Kloster unter die Schirmherrschaft der Grafschaft Wirtemberg
- 1450 Das Kloster verfügt über 300 Quadratkilometer Fläche mit 37 Dörfern im Umkreis und Einfluß auf weitere 127 Güter mit Rechten
- 1460 Spätgotische Umbauphase der Abtei
- 1497 Teilung der Schirmherrschaft zwischen Württemberg und Baden
- 1525 Pfinztaler Haufen plündert und brandschatzt die Anlage
- 1525 Bauernkrieg, mehrfache Plünderung, Auflösung, Instandsetzung
- 1534 Einführung der Reformation und Ende der Reichsunmittelbarkeit, die Mönche müssen das Kloster verlassen
- 1535 Das Kloster wird vorübergehend aufgehoben
- 1556 bis 1595 Evangelische Klosterschule
- 1642 Schwedische Truppen beschädigen im Dreißigjähriger Krieg die Klosteranlage schwer und endgültige Zerstörung des Klosters
- 1649 Endgültige Aufhebung des Zisterzienklosters
- 1739 Umbau des Chors der Klosterkirche zur heutigen evangelischen Kirche
Bauliche Überreste
- Das Paradies, eine romanische Vorkirche (Ruine), mit einer noch völlig erhaltenen doppelsäuligen romanischen Fensterreihe und zwei Portalen.
- Gotischer Chor der Stadtkirche mit den Grabmal des 1431 verstorbenen Markgrafen Bernhard I. von Baden.
- An dem hinter der Stadtkirche liegenden Pfarrhaus erinnern einige Gesimssteine an die ehemalige Klosterscheune. Im Garten links der Kirche steht ein vermutlich gotisches Taufbecken aus Buntsandstein.
- Erwähnt sei noch eine 50 m von der Vorkirche entfernt gelegene Scheune, deren Unterbau aus großen Buntsandsteinblöcken besteht und schmale romantisch gebogene Fensterschlitze besitzt. Es war der ehemalige Klosterspeicher, an den sich links die Pistorei und nach rechts eine Mahlmühle anschlossen.
-
Durchgang vom Paradies zur Klosterkirche Bad Herrenalb
-
Grabmal von Berthold von Baden in der Klosterkirche
-
romanische Bögen am Paradies
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Steine des ehemaligen Klosters in der Nähe vom Paradies
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Kinderspielplatz im Kloster
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Blick von der Bahnhofstraße zur Klosterkirche
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Reste der Klostermauer
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Steinskulptur in der Mauer am Eingang zum Kloster, gestiftet anläßlich des 850jährigen Klosterjubiläums
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Mönch im Klosterbereich
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Band beim Klosterfest vor dem Paradies. Im Hintergrund der Turm der Klosterkirche
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Geschichte des Klosters
Frauenalb
Unweit von Bad Herrenalb, aber bereits auf badischer Seite, liegt der Flecken Frauenalb (zur Gemeinde Marxzell im Landkreis Karlsruhe gehörend) mit der Ruine des Klosters Frauenalb. Die Grenze zu Württemberg verläuft ganz in der Nähe und an einem Frauenalber Landgasthof ist noch ein badisches Grenzschild angebracht.
Hartnäckig hält sich bis in unsere Tage die Sage, dass es einen unterirdischen Verbindungsgang zwischen den beiden Klöstern gegeben habe, so dass Herrenalber Mönche und Frauenalber Nonnen sich hätten heimlich besuchen können.
