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Die Gestapo nahm am [[7. August]] [[1940]] Oscar Glocker, Kaufmann für Wein und Spirituosen, in Pforzheim in ''Vorbeugehaft'' und hielt ihn mit der Anschuldigung, er verweigere den ''deutschen Gruß'' und habe eine ''staatsfeindliche Einstellung'', bis September 1940 im Gefängnis an der Rohrstraße fest. |
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Vom [[27. September]] 1940 bis zum [[23. Januar]] [[1941]] war er im Konzentrationslager Dachau die Nummer 20098, bis [[29. April]] [[1941]] im Konzentrationslager Neuengamme die Nummer 24830, dann bis [[7. Juli]] [[1942]] im Konzentrationslager Buchenwald. Auf seiner Häftlings-Karteikarte steht die Nummer 6989, als angeblicher Grund für die ''Schutzhaft'' ist auf einmal ''arbeitsscheu'' eingetragen. |
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Ab 7. Juli 1942 trug im Konzentrationslager Dachau als ''Arbeitszwangs-Häftling'' die Nummer 30956 bis zu seinem Tod am [[11. August]] 1942. |
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Der Lagerarzt bescheinigte als angebliche Todesursache: ''Versagen von Herz und Kreislauf bei Darmkatarrh''. |
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Die Witwe und ihr noch minderjähriger Sohn Erich versuchten vergeblich herauszufinden, ob Emil Glocker bei medizinischen Experimenten ermordet wurde. |
Die Witwe und ihr noch minderjähriger Sohn Erich versuchten vergeblich herauszufinden, ob Emil Glocker bei medizinischen Experimenten ermordet wurde. |
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*Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN): Liste der Kreisstelle für die politisch Verfolgten des Naziregimes, Fragebogen 1945/46, Zusammenstellung: K. Richardon |
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Aktuelle Version vom 25. Juli 2019, 08:24 Uhr
Oscar Glocker (* 22. August 1890 in Schwäbisch Gmünd; † 11. August 1942 im KZ Dachau) war Kaufmann in Pforzheim. Er war Gegner und Opfer der Nationalsozialisten.
In den Fängen der Gestapo: Pforzheim, Dachau, Neuengamme, Buchenwald, Dachau
Die Gestapo nahm am 7. August 1940 Oscar Glocker, Kaufmann für Wein und Spirituosen, in Pforzheim in Vorbeugehaft und hielt ihn mit der Anschuldigung, er verweigere den deutschen Gruß und habe eine staatsfeindliche Einstellung, bis September 1940 im Gefängnis an der Rohrstraße fest.
Vom 27. September 1940 bis zum 23. Januar 1941 war er im Konzentrationslager Dachau die Nummer 20098, bis 29. April 1941 im Konzentrationslager Neuengamme die Nummer 24830, dann bis 7. Juli 1942 im Konzentrationslager Buchenwald. Auf seiner Häftlings-Karteikarte steht die Nummer 6989, als angeblicher Grund für die Schutzhaft ist auf einmal arbeitsscheu eingetragen.
Ab 7. Juli 1942 trug im Konzentrationslager Dachau als Arbeitszwangs-Häftling die Nummer 30956 bis zu seinem Tod am 11. August 1942.
Der Lagerarzt bescheinigte als angebliche Todesursache: Versagen von Herz und Kreislauf bei Darmkatarrh.
Die Witwe und ihr noch minderjähriger Sohn Erich versuchten vergeblich herauszufinden, ob Emil Glocker bei medizinischen Experimenten ermordet wurde.
Quellen
- Auskunft Internationaler Suchdienst Arolsen
- Auskunft Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau
- Stadt Pforzheim (Stadt): Liste von Personen, die in Euthanasie-Mordanstalten oder Konzentrationslagern ermordet wurden, und Akten des Garten- und Friedhofsamtes Pforzheim, Ordner: Ehrengrabfeld Opfer des Nationalsozialismus
- Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN): Liste der Kreisstelle für die politisch Verfolgten des Naziregimes, Fragebogen 1945/46, Zusammenstellung: K. Richardon