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Bernhard Kruse: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Bernhard Kruse''' (* [[26. März]] [[1879]] in [[Bramsche]] bei Osnabrück, gest. [[21. Januar]] [[1955]]) war Gewerkschafter in Mühlacker und Gegner der [[Nationalsozialismus|Nazi-Diktatur]] in Pforzheim |
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unbekannt, aber nicht vom einstellenden [[Benutzer:Ernst Feuerle]] verfasst: |
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== Im Kaiserreich == |
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Bernhard Kruse war seit 1898 Mitglied im Deutschen Metallarbeiter Verband (DMV). Ab 1912 lebte er in Karlsruhe, wo er bei den Badischen Staatsbahnen als Schlosser arbeitete. In Karlsruhe war er von 1913 bis 1924 auch SPD-Stadtverordneter. |
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Vom 26. bis 28. März 1915 fand in Bern die internationale sozialistische Frauenkonferenz statt. Von dieser ersten internationalen Konferenz seit Beginn des 1. Weltkrieges ging ein flammender Aufruf an die „Frauen des arbeitenden Volkes“ aus, sich über ''„die Schlachtfelder hinweg zusammenzuschließen“'' und den Ruf nach Frieden zu erheben. |
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In diesem Zusammenhang verteilte Bernhard Kruse Flugblätter gegen den Krieg, wurde deshalb wegen Hochverrat verhaftet und saß neun Monate in Untersuchungshaft. Aus Protest gegen die Bewilligung der Kriegskredite durch die SPD wechselte er wie sein Verteidiger Hugo Haase, der im Hochverratsprozess seinen Freispruch erreichte, 1917 zur USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands). Diese Erfahrungen verarbeitete Bernhard Kruse in seinem Buch „Als politischer Gefangener“, das 1925 in der Thüringer Verlagsanstalt erschienen ist. |
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== Weimarer Zeit == |
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Nach dem 1. Weltkrieg war Bernhard Kruse Landessekretär der USPD für Baden und Redakteur der „Sozialistischen Republik“. Ab 1922 war er als Sekretär beim Verband der Fabrikarbeiter, der Vorläuferorganisation der heutigen IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie), angestellt. |
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1924 übernahm er in Mühlacker die Leitung des örtlichen Büros des ADGB (Allgemeiner Deutscher Gewerkschafts-Bund). Der Sitz der Gewerkschaften in Mühlacker war ab 1924 im Haus Bahnhofstraße 51, wo es bis Anfang der 1970er Jahre noch ein Büro des DGB gab. |
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== In den Fängen der Gestapo == |
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Am 2. Mai 1933 besetzten auch in Mühlacker SA und SS das Gewerkschaftshaus und zerschlugen die Gewerkschaftsorganisation. Wie in Pforzheim geschah das unter Führung des als „fanatischer und brutaler Nazityp“ bezeichneten „Kreisbetriebszellenleiters“ Heinrich Steiger aus Karlsruhe. |
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Bernhard Kruse wurde allerdings schon am 21. März 1933 in Zusammenhang mit der Verhaftungswelle nach dem Reichstagsbrand in sog. „Schutzhaft“ genommen und im Konzentrationslager Heuberg eingesperrt. Das KZ Heuberg wurde im Dezember 1933 aufgelöst, die Nazis brachten die Häftlinge, unter ihnen auch Bernhard Kruse, ins KZ Oberer Kuhberg in Ulm. Von dort wurde er am 26. Februar oder am 3. März 1934 mit der Auflage entlassen, dass ihm das Betreten der Stadt Mühlacker und des Bezirkes des damaligen Oberamtes Maulbronn verboten ist. |
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== Illegal gegen die Nazi-Diktatur == |
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Er zog daraufhin nach Pforzheim, wo er seinen Lebensunterhalt durch den Verkauf von Salatöl verdiente, das er seinen Kunden frei Haus lieferte. Nebenher sorgte er dabei für die Verbreitung von Informationen der SAP (Sozialistische Arbeiter-Partei), Nachrichten aus dem Widerstand und der illegalen Schriften „Das Fanal“ und „Das Banner“. ''„Er ist nützlich in vielerlei Hinsicht und ´der Ölmann kommt´ war ein Begriff in turbulenter Zeit“'' , erinnerte sich Karl Schroth. |
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In Zusammenhang mit dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde Bernhard Kruse in der ''"Aktion Gitter"'' ein zweites Mal verhaftet. Vom Mitte August bis zum 10. September 1944 war er im KZ Dachau. |
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== Nach 1945 == |
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Nach der Befreiung vom Faschismus war der Wiederaufbau der SPD und der Gewerkschaften in Mühlacker und im ehemaligen Kreis Vaihingen/Enz in der Hauptsache das Werk von Bernhard Kruse. 1946/47 saß er für die SPD im Stadtrat von Mühlacker. |
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Er starb am 21. Januar 1955 im Alter von knapp 76 Jahren. |
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== Quellen und Literatur == |
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- Archiv der sozialen Demokratie bei der Friedrich-Ebert-Stiftung |
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- Brändle-Zeile, Elisabeth, Opfer der NS-Herrschaft in Mühlacker 1933 – 1945, in: Historische Streiflichter 1596 bis 1945, |
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Mühlacker/Ubstadt-Weiher, 1997, S. 139 ff. |
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- Burkhardt, Bernd, Eine Stadt wird braun, Hamburg, 1980 |
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- Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg/Ulm |
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- Schroth, Karl, Der vorgezeichnete Weg (unveröffentlichtes Manuskript), o.O., o. J. |
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- Stadtarchiv Mühlacker |
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(Erstautor: Gogo) |
(Erstautor: Gogo) |
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Aktuelle Version vom 9. Dezember 2012, 18:50 Uhr
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