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Es gibt im [[Grösseltal]] acht Quellen, von denen noch vier zur Trinkwassergewinnung genutzt werden. Die Quellen liegen alle im oberen Bereich des Grösseltals. Inzwischen sind die Jagesquelle, die Reichstätterquelle, der Glasbrunnen II und der Keck`sche Brunnen stillgelegt. Der Keck`sche Brunnen wurde [[1919]] nach einer Verunreinigung durch Typhusbakterien nicht mehr zur Trinkwassergewinnung verwendet. [[1929]] wurde der Brunnen noch einmal geprüft und durch einen Färbeversuch konnte nachgewiesen werden, daß von [[Waldrennach]] her Oberflächenwasser zufließt. |
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Das im Grösseltal gewonnene Wasser ist stark kohlensäurehaltig uns muß zur Trinkwassernutzung entsäuert werden. Die verwendete Entsäuerungsanlage hebt den pH-Wert mittels Kalkhydrat von 5,7 auf 8,3 – 8,4. Zusätzlich wird das Wasser automatisch, durch eine Chlorungsanlage entkeimt. Diese Anlage erzeugt eine |
Das im Grösseltal gewonnene Wasser ist stark kohlensäurehaltig uns muß zur Trinkwassernutzung entsäuert werden. Die verwendete Entsäuerungsanlage hebt den pH-Wert mittels Kalkhydrat von 5,7 auf 8,3 – 8,4. Zusätzlich wird das Wasser automatisch, durch eine Chlorungsanlage entkeimt. Diese Anlage erzeugt eine elektolytische Chlorlauge. |
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Die noch zur Trinkwassergewinnung genutzten Brunnen, Dettlingsbrunnen, Jakobsbrunnen, Kohlbrunnen und Glasbrunnen I, sind gut gefasst und sauber gehalten. |
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Aktuelle Version vom 2. September 2019, 08:39 Uhr
Die Grösseltalquellen, bestehend aus der Jages- und Reichstetterquelle, gehören zur Trinkwasserversorgung der Stadt Pforzheim. Sie zeichnen sich durch ein eher weiches Wasser im Härtebereich I (zwischen 1° und 7° Deutsche Härte) aus.
Im März 1866 wurde dem Oberamt Neuenbürg durch den Gemeinderat mitgeteilt, dass die Stadt Pforzheim beabsichtige, eine Wasserleitung von der Jages- und Reichstetterquelle nach Pforzheim zu verlegen. Das Verfahren dauerte mehrere Jahre und drohte zu scheitern. Erst als sich die Württembergische Eisenbahnverwaltung für das Projekt aussprach konnte eine Einigung erzielt und die Baugenehemigung der Wasserleitung am 8. Mai 1874 erteilt werden. Die Württembergische Eisenbahnverwaltung benötigte das Wasser dringend am Pforzheimer Hauptbahnhof für den Betrieb ihrer Dampflokomotiven.
1956 wurden die Grösseltalquellen etwa so beschrieben:
Es gibt im Grösseltal acht Quellen, von denen noch vier zur Trinkwassergewinnung genutzt werden. Die Quellen liegen alle im oberen Bereich des Grösseltals. Inzwischen sind die Jagesquelle, die Reichstätterquelle, der Glasbrunnen II und der Keck`sche Brunnen stillgelegt. Der Keck`sche Brunnen wurde 1919 nach einer Verunreinigung durch Typhusbakterien nicht mehr zur Trinkwassergewinnung verwendet. 1929 wurde der Brunnen noch einmal geprüft und durch einen Färbeversuch konnte nachgewiesen werden, daß von Waldrennach her Oberflächenwasser zufließt.
Das im Grösseltal gewonnene Wasser ist stark kohlensäurehaltig uns muß zur Trinkwassernutzung entsäuert werden. Die verwendete Entsäuerungsanlage hebt den pH-Wert mittels Kalkhydrat von 5,7 auf 8,3 – 8,4. Zusätzlich wird das Wasser automatisch, durch eine Chlorungsanlage entkeimt. Diese Anlage erzeugt eine elektolytische Chlorlauge.
Die noch zur Trinkwassergewinnung genutzten Brunnen, Dettlingsbrunnen, Jakobsbrunnen, Kohlbrunnen und Glasbrunnen I, sind gut gefasst und sauber gehalten.
13% der Pforzheimer Haushalte in folgenden Stadtteilen werden aus den Grösseltalquellen versorgt:
Außerdem wird noch der Neuenbürger Ortsteil Waldrennach mitversorgt.
Quelle
- Stadtwerke Pforzheim (Hrsg.): Leben mit Wasser – Wasser ist leben – Trinkwasser für Pforzheim, Pforzheim 2000.
- Volksgesundheit im Raum Pforzheim, Oswald Geissler 1956