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Zur Römerzeit gab es im Letten eine römische [[Villa rustica Fronäcker|Villa rustica]], ebenso im [[Villa rustica Mutele|Mutele]] nahe der Enzfurt. Lomersheim ist eine alamannisch-fränkische Gründung. Die erste urkundliche Nennung findet sich in einer Urkunde des [[Lorscher Codex|Kloster Lorsch]] vom 9. Februar [[800]] als "Lotmarsheim". Dieser Name deutet auf einen Sippenführer oder Grund-/Hofbesitzer namens "Lotmar". Die Endung ''-heim'' war besonders bei den Franken eine oft verwendete Endung, allerdings heißt dies nicht unbedingt, dass der Ort von Franken gegründet wurde. Zum einen wurde das Suffix "-heim" nicht ausschließlich von Franken verwendet und zum anderen hat man Ortsnamen auch ein -heim angehängt, wie z. B. bei [[Lienzingen]] - Leutzenheim. Umstritten ist ob es sich bei dem am 22. September 768 in einer Lorscher Urkunde erwähnten "Rothmarsheim" um Lomersheim oder um Rutesheim bei Leonberg handelt. In einer zweiten Erwähnung im Lorscher Kodex vom 20. April 835 wird der Ort als "Lotmarse" betitelt. Der ursprüngliche Siedlungsschwerpunkt Lomersheim könnte bei der Enzfurt am Doctorbuckel gelegen haben, wo wahrscheinlich das im Hochmittelalter genannte [[Niederhofen]] lag. Erst mit dem Bau der [[Burg Lomersheim]] im 11./12. Jahrhundert begann demnach sukzessiv die Siedlungsverlagerung flussaufwärts. |
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== Geschichte == |
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Das [[Kloster Maulbronn]] wurde vom ehemaligen Statthalter von Lomersheim gegründet. Walter von Lomersheim stiftet 1138 sein Gut Eckenweiher zur Gründung eines Zisterzienserklosters. 1146/47 wird das Kloster nach Maulbronn verlegt. |
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=== Mittelalter === |
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'''Walter von Lomersheim''' war ein Angehöriger des edelfreien Ortsadels von [[Lomersheim]]. |
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Im [[12. Jahrhundert]] wurde die sogenannte Rotenburg auf der Höhe über Lomersheim errichtete. Ein bis dahin erhaltener 50 Fuß hoher Turm wurde [[1817]] von einem Schatzsucher gesprengt. |
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Um 1138 war er Stifter des [[Kloster Maulbronn|Klosters Maulbronn]], für das er sein väterliches Erbgut in Eckenweiher (heute: [[Mühlacker]]) bereitstellte. Walter trat in das von ihm selbst gestiftete Kloster als [[Laienbruder]] ein. Das Kloster wurde im Sommer 1147 von dem heute zu Mühlacker gehörenden Flurgewann Eckenweiher an seinen heutigen Standort in Maulbronn verlegt. Bekannt sind auch zwei Geschwister von ihm: Konrad und Ita von Lomersheim. |
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Der Burgherr Walter von Lomersheim vermachte [[1138]] sein Erbe einem Zisterzienserkloster, das [[1146]]-[[1147]] nach [[Maulbronn]] verlegt wurde. Neben dem Ortsadel waren hier auch die [[Herren von Dürrmenz]] und [[Herren von Enzberg|von Enzberg]] begütert. Ab [[1285]] erwarb das [[Kloster Maulbronn]] in Lomersheim Güter und Rechte bis es schließlich Mitte des 15. Jahrhundert den ganzen Ort besaß. Die Herren von Lomersheim verlegten ihren Sitz [[1461]] nach Untereisesheim. |
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== Literatur == |
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Im [[14. Jahrhundert]] wurde die Kirche St. Peter gebaut, die ihren Taufstein aus der Kirche St. Martin in Niederhofen erhielt. St. Peter wurde [[1459]] erneuert, dann wieder [[1601]], [[1780]] und [[1925]]. |
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* Andreas Butz: ''Die Herren von Lomersheim und das Kloster Maulbronn.'' In: Thomas Adam / Konrad Dussel [Hrsg.]: ''Lomersheim an der Enz. (Mehr als) 1200 Jahre Geschichte.'' Ubstadt-Weiher, 2000 (= Beiträge zur Geschichte der Stadt Mühlacker, Bd. 3), S. 32-43; dazu S. 59-61 die Anm. 16-39 zu S. 32-42. |
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[[File:Lomersheim, Mühlacker, Andreas Kieser.png|thumb|Lomersheim im Kieserschen Forstlagerbuch von 1684]] |
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=== Neuzeit === |
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[[Kategorie:Deutscher|Lomersheim, Walter von]] |
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Lomersheim wurde [[1504]] württembergisch. |
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Lomersheim wird in Urkunden des Klosters Maulbronn aus dem 16. Jahrhundert auch alternativ als "Lomerschen", "Lamersheim" oder "Lommersheim" bezeichnet. |
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[[1603]] wurde eine Kelter mit zwei Bäumen in Lomersheim gebaut. Aber der Weinbau wurde durch den [[dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieg]] vollständig vernichtet. Erst um [[1830]] wurde im Ort wieder Wein gebaut. |
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== Sehenswürdigkeiten == |
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* Die [[Burg Lomersheim]] ist ehemaliger Sitz der Herren von Lomersheim. Die Burg wurde im Bauernkrieg 1525 zerstört, der erhalten gebliebene Turm 1817 gesprengt. Mit dem „Turmschdumpa“ (Turmstumpen) und einigen Wehrmauern blieben Fragmente der Anlage erhalten. |
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* Die Kirche [[St. Peter (Lomersheim)|St. Peter]] wurde 1459 im spätgotischen Stil erbaut. |
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== Ehrenbürger == |
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* [[Eberhard Wendler sen.]], Fabrikant in Reutlingen, Ehrenbürger 1932 |
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* [[Carl Jakob]], Fabrikant, Ehrenbürger 1960 |
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* [[Eugen Lutz sen.]], Unternehmer, Ehrenbürger 1962 |
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* [[Emil Heidinger]], Unternehmer, Ehrenbürger 1963 |
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== Weblinks == |
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[[Kategorie:Mühlacker]] |
[[Kategorie:Mühlacker]] |
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[[Kategorie:Württemberger Weinstraße]] |
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[[Kategorie:Ortschaft]] |
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{{Navigationsleiste Orte im Enzkreis|Mühlacker}} |
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Aktuelle Version vom 14. Dezember 2020, 09:50 Uhr

Lomersheim ist ein Teilort von Mühlacker im Enzkreis.
Geschichte
Vorgeschichte und Gründung
Zur Römerzeit gab es im Letten eine römische Villa rustica, ebenso im Mutele nahe der Enzfurt. Lomersheim ist eine alamannisch-fränkische Gründung. Die erste urkundliche Nennung findet sich in einer Urkunde des Kloster Lorsch vom 9. Februar 800 als "Lotmarsheim". Dieser Name deutet auf einen Sippenführer oder Grund-/Hofbesitzer namens "Lotmar". Die Endung -heim war besonders bei den Franken eine oft verwendete Endung, allerdings heißt dies nicht unbedingt, dass der Ort von Franken gegründet wurde. Zum einen wurde das Suffix "-heim" nicht ausschließlich von Franken verwendet und zum anderen hat man Ortsnamen auch ein -heim angehängt, wie z. B. bei Lienzingen - Leutzenheim. Umstritten ist ob es sich bei dem am 22. September 768 in einer Lorscher Urkunde erwähnten "Rothmarsheim" um Lomersheim oder um Rutesheim bei Leonberg handelt. In einer zweiten Erwähnung im Lorscher Kodex vom 20. April 835 wird der Ort als "Lotmarse" betitelt. Der ursprüngliche Siedlungsschwerpunkt Lomersheim könnte bei der Enzfurt am Doctorbuckel gelegen haben, wo wahrscheinlich das im Hochmittelalter genannte Niederhofen lag. Erst mit dem Bau der Burg Lomersheim im 11./12. Jahrhundert begann demnach sukzessiv die Siedlungsverlagerung flussaufwärts.
Mittelalter
Im 12. Jahrhundert wurde die sogenannte Rotenburg auf der Höhe über Lomersheim errichtete. Ein bis dahin erhaltener 50 Fuß hoher Turm wurde 1817 von einem Schatzsucher gesprengt.
Der Burgherr Walter von Lomersheim vermachte 1138 sein Erbe einem Zisterzienserkloster, das 1146-1147 nach Maulbronn verlegt wurde. Neben dem Ortsadel waren hier auch die Herren von Dürrmenz und von Enzberg begütert. Ab 1285 erwarb das Kloster Maulbronn in Lomersheim Güter und Rechte bis es schließlich Mitte des 15. Jahrhundert den ganzen Ort besaß. Die Herren von Lomersheim verlegten ihren Sitz 1461 nach Untereisesheim.
Im 14. Jahrhundert wurde die Kirche St. Peter gebaut, die ihren Taufstein aus der Kirche St. Martin in Niederhofen erhielt. St. Peter wurde 1459 erneuert, dann wieder 1601, 1780 und 1925.

Neuzeit
Lomersheim wurde 1504 württembergisch.
Lomersheim wird in Urkunden des Klosters Maulbronn aus dem 16. Jahrhundert auch alternativ als "Lomerschen", "Lamersheim" oder "Lommersheim" bezeichnet.
1603 wurde eine Kelter mit zwei Bäumen in Lomersheim gebaut. Aber der Weinbau wurde durch den dreißigjährigen Krieg vollständig vernichtet. Erst um 1830 wurde im Ort wieder Wein gebaut.
1870 ist eine Mahlmühle des Klosters Maulbronn mit vier Gängen und einem Gerbgang in Lomersheim genannt.
Gegenwart
Nach 1945 wuchs der Ort stetig, bis an die Gemarkungsgrenze von Mühlacker.
1970 wurde Lomersheim nach Mühlacker eingemeindet.
Wappen

Das Wappen von Lomersheim stammt von den Herren von Lomersheim. Es zeigt ein geteiltes Schild, das oben von gold und rot 5 mal gespalten ist, 3 sogenannte Pfähle, diese symbolisieren die Enzbrücke. Der untere Teil ist blau und soll die Enz darstellen.
Sehenswürdigkeiten
- Die Burg Lomersheim ist ehemaliger Sitz der Herren von Lomersheim. Die Burg wurde im Bauernkrieg 1525 zerstört, der erhalten gebliebene Turm 1817 gesprengt. Mit dem „Turmschdumpa“ (Turmstumpen) und einigen Wehrmauern blieben Fragmente der Anlage erhalten.
- Die Kirche St. Peter wurde 1459 im spätgotischen Stil erbaut.
Ehrenbürger
- Eberhard Wendler sen., Fabrikant in Reutlingen, Ehrenbürger 1932
- Carl Jakob, Fabrikant, Ehrenbürger 1960
- Eugen Lutz sen., Unternehmer, Ehrenbürger 1962
- Emil Heidinger, Unternehmer, Ehrenbürger 1963
Weblinks
Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Illingen, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Kieselbronn, Knittlingen, Königsbach-Stein, Maulbronn, Mönsheim, Mühlacker, Neuenbürg, Neuhausen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Remchingen, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg bilden den Enzkreis.
