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Theodor Mohr: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Mohr, Theodor.jpg|thumb|Theodor Mohr]]
'''Theodor Mohr''' (* [[Geburtstag::14. Juli]] [[Geburtsjahr::1826]] in Bonn, † [[Todestag::13. Oktober]] [[Todesjahr::1903]] in Karlsruhe) war [[Ist (unverlinkt)::Dirigent und Chorleiter]] in [[Tätig in::Pforzheim]].


'''Theodor Mohr''' (* [[Geburtstag::14. Juli]] [[Geburtsjahr::1826]] in {{Geboren in|Bonn}}; † [[Todestag::13. Oktober]] [[Todesjahr::1903]] in {{Gestorben in|Karlsruhe}}) war [[Ist (unverlinkt)::Dirigent und Chorleiter]] in [[Tätig in::Pforzheim]].
Der junge Violinist und Dirigent wirkte im Rheinland und in Freiburg, bis ihn der 1858 gegründete Männergesangverein 1867 nach Pforzheim rief. Er dirigierte außerdem die Gesangvereine „Freundschaft“ und „Liedertafel“ und übernahm die Leitung des „Musikvereins“. Jahrzehntelang haben diese Vereine, oft Hand in Hand arbeitend, das Pforzheimer Musikleben zu einer wahren Hochblüte gebracht. Mohr war viele Jahre Bundeschormeister des Badischen Sängerbundes und stand als Komponist von Männerchören in hohem Ansehen. 1903 zog er sich altershalber zurück und starb im gleichen Jahr in Karlsruhe. Nach ihm übernahm [[Albert Fauth]] den Männergesangverein, reorganisierte den nunmehr gemischten Chor zum „Oratorienchor“, mit dem auch unter seinem Nachfolger Walter Hennig anspruchsvolle Chorwerke aufgeführt werden konnten.

== Leben ==
Schon früh zeichnete er sich als jugendlicher Violinkünstler in Frankfurt a. M. aus, wo er unter Carl Guhrs Leitung in den berühmten Museumskonzerten als Solist mit Erfolg auftrat. Hier lernte er u. a. Felix Mendelsohn-Bartholdy kennen. Später trat er von Freiburg aus auch zu Richard Wagner in nähere Beziehungen. Bei den rheinischen Musikfesten, bei denen er jahrelang als Violinsolist mitwirkte, machte er die Bekanntschaft zahlreicher anderer Komponisten. Am Rhein ließ er auch voll den Zauber der dort so glänzend gepflegten Männerchöre auf sich wirken, so dass er, anfangs der 1850er Jahre nach Freiburg als Dirigent berufen, ganz im Sinne der rheinischen Vorbilder erfolgreich wirken konnte.

Der 1858 gegründete Männergesangverein rief Mohr 1867 nach Pforzheim. Er dirigierte außerdem die Gesangvereine „Freundschaft“ und „Liedertafel“ und übernahm die Leitung des neu gegründeten „Musikvereins“. Jahrzehntelang haben diese Vereine, oft Hand in Hand arbeitend, das Pforzheimer Musikleben zu einer wahren Hochblüte gebracht. Mohr war viele Jahre Bundeschormeister des Badischen Sängerbundes und stand als Komponist von Männerchören in hohem Ansehen. 1903 zog er sich altershalber zurück und starb im gleichen Jahr in Karlsruhe.

Nach ihm übernahm [[Albert Fauth]] den Männergesangverein, reorganisierte den nunmehr gemischten Chor zum [[Oratorienchor Pforzheim]], mit dem auch unter seinem Nachfolger [[Walter Hennig]] anspruchsvolle Chorwerke aufgeführt werden konnten.


== Quellen ==
== Quellen ==
*Stadtarchiv Pforzheim, Archivsignatur S1-29-M-047
*Stadtarchiv Pforzheim, Archivsignatur S1-29-M-047

== Literatur ==
*Jahrbuch der Stadt Pforzheim, Vierter Jahrgang 1903, S. 24-25.


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Aktuelle Version vom 28. Mai 2020, 11:21 Uhr

Theodor Mohr

Theodor Mohr (* 14. Juli 1826 in Bonn; † 13. Oktober 1903 in Karlsruhe) war Dirigent und Chorleiter in Pforzheim.

Leben

Schon früh zeichnete er sich als jugendlicher Violinkünstler in Frankfurt a. M. aus, wo er unter Carl Guhrs Leitung in den berühmten Museumskonzerten als Solist mit Erfolg auftrat. Hier lernte er u. a. Felix Mendelsohn-Bartholdy kennen. Später trat er von Freiburg aus auch zu Richard Wagner in nähere Beziehungen. Bei den rheinischen Musikfesten, bei denen er jahrelang als Violinsolist mitwirkte, machte er die Bekanntschaft zahlreicher anderer Komponisten. Am Rhein ließ er auch voll den Zauber der dort so glänzend gepflegten Männerchöre auf sich wirken, so dass er, anfangs der 1850er Jahre nach Freiburg als Dirigent berufen, ganz im Sinne der rheinischen Vorbilder erfolgreich wirken konnte.

Der 1858 gegründete Männergesangverein rief Mohr 1867 nach Pforzheim. Er dirigierte außerdem die Gesangvereine „Freundschaft“ und „Liedertafel“ und übernahm die Leitung des neu gegründeten „Musikvereins“. Jahrzehntelang haben diese Vereine, oft Hand in Hand arbeitend, das Pforzheimer Musikleben zu einer wahren Hochblüte gebracht. Mohr war viele Jahre Bundeschormeister des Badischen Sängerbundes und stand als Komponist von Männerchören in hohem Ansehen. 1903 zog er sich altershalber zurück und starb im gleichen Jahr in Karlsruhe.

Nach ihm übernahm Albert Fauth den Männergesangverein, reorganisierte den nunmehr gemischten Chor zum Oratorienchor Pforzheim, mit dem auch unter seinem Nachfolger Walter Hennig anspruchsvolle Chorwerke aufgeführt werden konnten.

Quellen

  • Stadtarchiv Pforzheim, Archivsignatur S1-29-M-047

Literatur

  • Jahrbuch der Stadt Pforzheim, Vierter Jahrgang 1903, S. 24-25.