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Karl Bissinger († 1920): Unterschied zwischen den Versionen
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'''Karl Bissinger''' († [[Todesjahr::1920]]) war ein [[Tätig in::Pforzheim]]er [[Ist::Schmuckgestalter]]. |
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Ab 1904 produzierten der Schmuckentwerfer Karl Bissinger († 1920<ref>''Deutsche Goldschmiede-Zeitung.'' Band 23, 1920.</ref>) und der Bijouterie Händler Emil Levinger unter dem gemeinsamem Namen Firma Levinger & Bissinger in Pforzheim hoch qualitative Gold- und Silberwaren. <ref>vgl. Fritz Falk, Jugendstil-Schmuck // Art Nouveau jewellery from Pforzheim, 2009, S. 240.</ref> Bissinger hatte zu diesem Zeitpunkt bereits an mehreren Schmuckwettbewerben teilgenommen und Preise gewonnen. So zum Beispiel beim ''F.W. Müller-Wettbewerb'' oder 1902 zum 25-jährigen Bestehen des ''Kunstgewerbe-Vereins Pforzheim''<ref>[http://www.kunstvereinpforzheim.de/ueber.php Geschichte des Kunstvereins Pforzheim]</ref> den ''C.A. Schmitz-Jubelpreis''.<ref>Fritz Falk: ''Jugendstil-Schmuck aus Pforzheim // Art Nouveau Jewellery from Pforzheim.'' S. 53</ref> Nach Bissingers Eintritt in das Unternehmen wurden die Schmuckstücke zum Teil mit drei verschiedenen [[Feingehaltstempel|Punzen]] gekennzeichnet: einem [[Ligatur (Typografie)|ligierten]] ''HL'', ''H und L'' oder seltener auch mit ''LB'', dies ebenfalls ligiert. |
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'''Karl Bissinger'''(geb. 1845 in Karlsruhe; gest. 1910 in Pforzheim) war Geheimer Hofrat, Schulpädagoge, Heimatforscher und Münzsammler. |
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Ab [[1895]] war er Direktor des [[Reuchlin-Gymnasium]]s. Er vermachte der Stadt [[Pforzheim]] eine umfangreiche und wertvolle Münzsammlung. |
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Neben Entwürfen Karl Bissingers stellte das Unternehmen auch Schmuck nach Entwürfen des österreichischen Kunsthandwerkers [[Otto Prutscher]] und des Pforzheimer Künstlers [[Georg Kleemann]]<ref>Brigitte Leonhardt:''Theodor Fahrner - Schmuck zwischen Avantgarde und Tradition : Jugendstil, Art Deco, Fünfziger Jahre '', Verlag Arnoldsche, Stuttgart 2005, S. 36.</ref> her. Bissinger verließ die Firma bereits nach wenigen Jahren wieder. Ab 1909 wurde sie von Emil Berthold Levinger unter dem Namen ''Heinrich Levinger'' fortgeführt. Das Unternehmen besteht heute nicht mehr. |
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Nach Karl Bissinger wurde [[1913]] die [[Geehrt mit Straße::Bissingerstraße]] benannt. |
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Ab 1904 produzierten der Schmuckentwerfer [[Karl Bissinger († 1920)]] und der Bijouterie Händler Emil Levinger unter dem gemeinsamem Namen Firma Levinger & Bissinger in Pforzheim hoch qualitative Gold- und Silberwaren. <ref>vgl. Fritz Falk, Jugendstil-Schmuck // Art Nouveau jewellery from Pforzheim, 2009, S. 240.</ref> |
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In seinem Testament vermachte er der Stadt seine schon zur damaligen Zeit exklusive und äußerst wertvolle Sammlung mit 14.000 Münzen. Vertreten sind darin die Antike mit vor allem griechischen und römischen Münzen, das Mittelalter und die Neuzeit mit deutschen Prägungen vor allem aus Baden. Die Sammlung enthält aber auch zahlreiche Münzen aus Europa und Übersee. |
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Nach dem Studium begann Karl Bissinger seine Laufbahn am Karlsruher Gymnasium. Über Donaueschingen führte ihn sein Weg nach Pforzheim, wo er 1895 das Direktorat am Reuchlin-Gymnasium übernahm. Die Archivkommission der Stadt erfreute sich 15 Jahre lang seiner tatkräftigen Mitarbeit. Zahlreiche Veröffentlichungen von ihm und über ihn zeugen von seiner ausgewiesenen Kennerschaft und fachlichen Kompetenz vor allem in der Münzkunde. Die Wertschätzung der Stadt zeigte die teilweise Umwidmung der Simmlerstraße: Bereits seit 1913 ist die Bissingerstraße in der Innenstadt zwischen Goethe- und Roßbrücke erwähnt. |
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== Einzelnachweise == |
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* '''Bissinger (Familie, Schmuckfirma)'''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 50. |
* '''Bissinger (Familie, Schmuckfirma)'''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 50. |
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* '''Bissinger, Karl'''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 172. |
* '''Bissinger, Karl'''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet.'' Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 172. |
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== Weblink == |
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* https://www.enzkreis.de/Kreis-Verwaltung/Aktuelles/Aus-der-Serie-GESCHICHTSORT-ARCHIV-Bedeutende-M%C3%BCnzsammlung-Bissinger-im-Stadtarchiv-Pforzheim-neu-erschlossen.php?object=&ModID=7&FID=2032.6048.1&mNavID=2032.3&NavID=2032.156 |
* https://www.enzkreis.de/Kreis-Verwaltung/Aktuelles/Aus-der-Serie-GESCHICHTSORT-ARCHIV-Bedeutende-M%C3%BCnzsammlung-Bissinger-im-Stadtarchiv-Pforzheim-neu-erschlossen.php?object=&ModID=7&FID=2032.6048.1&mNavID=2032.3&NavID=2032.156 |
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Aktuelle Version vom 11. März 2019, 16:35 Uhr



Karl Bissinger († 1920) war ein Pforzheimer Schmuckgestalter.
Ab 1904 produzierten der Schmuckentwerfer Karl Bissinger († 1920[1]) und der Bijouterie Händler Emil Levinger unter dem gemeinsamem Namen Firma Levinger & Bissinger in Pforzheim hoch qualitative Gold- und Silberwaren. [2] Bissinger hatte zu diesem Zeitpunkt bereits an mehreren Schmuckwettbewerben teilgenommen und Preise gewonnen. So zum Beispiel beim F.W. Müller-Wettbewerb oder 1902 zum 25-jährigen Bestehen des Kunstgewerbe-Vereins Pforzheim[3] den C.A. Schmitz-Jubelpreis.[4] Nach Bissingers Eintritt in das Unternehmen wurden die Schmuckstücke zum Teil mit drei verschiedenen Punzen gekennzeichnet: einem ligierten HL, H und L oder seltener auch mit LB, dies ebenfalls ligiert.
Neben Entwürfen Karl Bissingers stellte das Unternehmen auch Schmuck nach Entwürfen des österreichischen Kunsthandwerkers Otto Prutscher und des Pforzheimer Künstlers Georg Kleemann[5] her. Bissinger verließ die Firma bereits nach wenigen Jahren wieder. Ab 1909 wurde sie von Emil Berthold Levinger unter dem Namen Heinrich Levinger fortgeführt. Das Unternehmen besteht heute nicht mehr.
Einzelnachweise
- ↑ Deutsche Goldschmiede-Zeitung. Band 23, 1920.
- ↑ vgl. Fritz Falk, Jugendstil-Schmuck // Art Nouveau jewellery from Pforzheim, 2009, S. 240.
- ↑ Geschichte des Kunstvereins Pforzheim
- ↑ Fritz Falk: Jugendstil-Schmuck aus Pforzheim // Art Nouveau Jewellery from Pforzheim. S. 53
- ↑ Brigitte Leonhardt:Theodor Fahrner - Schmuck zwischen Avantgarde und Tradition : Jugendstil, Art Deco, Fünfziger Jahre , Verlag Arnoldsche, Stuttgart 2005, S. 36.
Literatur
- Bissinger (Familie, Schmuckfirma). In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 50.
- Bissinger, Karl. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 172.