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Johann Georg Müller: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Johann Georg Müller''' (* 7. Dezember 1792 in Meckesheim bei Heidelberg, † 12. März 1866 in Pforzheim) war Arzt in [[Pforzheim]] und Direktor der Heil- und Pflegeanstalt.
'''Johann Georg Müller''' (* [[Geburtstag::7. Dezember]] [[Geburtsjahr::1792]] in {{Geboren in|Meckesheim}} bei Heidelberg, † [[Todestag::12. März]] [[Todesjahr::1866]] in {{Gestorben in|Pforzheim}}) war [[Ist::Arzt]] in [[Tätig in::Pforzheim]] und Direktor der Heil- und Pflegeanstalt.


Er absolvierte eine Lehre bei einem Wundarzt in seinem Heimatort, besuchte danach das Gymnasium und studierte dann ab 1809 Medizin. In den Napoleonischen Kriegen wurde er 1812 als Unterarzt mit en Truppen in Richtung Russland entsandt, kam dann jedoch als Leiter eines Krankentransports 1813 zurück nach Ettlingen. Anschließend wurde er mit den badischen Truppen nach Sachsen entsandt, wo er an verschiedenen Gefechten teilnahm. Bei der Schlacht bei Leipzig geriet er in Gefangenschaft. Anschließend war er als Kriegsgefangener Arzt im Gefangenenlager in Neuruppin. Für seine Bemühungen um die Blatternimpfung wurde er dort mit der preußischen Impfmedaialle ausgezeichnet. 1814 kam er mit den badischen Truppen ins Elsass. Nach dem Pariser Frieden blieb er in Freiburg im Breisgau, wo er seine Studien vollendete und 1815 promovierte. Nach vollendetem Studium war er ab 1816 Arzt beim Großherzoglichen Physikat in Pforzheim. 1826 wurde er leitender Arzt der Pforzheimer Irrenanstalt und des Taubstummeninstituts. 1850 wurde er mit dem Zähringer Löwenorden ausgezeichnet. 1852 erhielt er zum 40-jährigen Dienstjubiläum den Titel Geheimer Hofrat. Er war Vorstand der Museumgesellschaft und Obermeister sowie Ehrenobermeister der [[Löbliche Singergesellschaft von 1501|Löblichen Singergesellschaft]].
Er absolvierte eine Lehre bei einem Wundarzt in seinem Heimatort, besuchte danach das Gymnasium und studierte dann ab 1809 Medizin. In den Napoleonischen Kriegen wurde er 1812 als Unterarzt mit en Truppen in Richtung Russland entsandt, kam dann jedoch als Leiter eines Krankentransports 1813 zurück nach Ettlingen. Anschließend wurde er mit den badischen Truppen nach Sachsen entsandt, wo er an verschiedenen Gefechten teilnahm. Bei der Schlacht bei Leipzig geriet er in Gefangenschaft. Anschließend war er als Kriegsgefangener Arzt im Gefangenenlager in Neuruppin. Für seine Bemühungen um die Blatternimpfung wurde er dort mit der preußischen Impfmedaialle ausgezeichnet. 1814 kam er mit den badischen Truppen ins Elsass. Nach dem Pariser Frieden blieb er in Freiburg im Breisgau, wo er seine Studien vollendete und 1815 promovierte. Nach vollendetem Studium war er ab 1816 Arzt beim Großherzoglichen Physikat in Pforzheim. 1826 wurde er leitender Arzt der Pforzheimer Irrenanstalt und des Taubstummeninstituts. 1850 wurde er mit dem Zähringer Löwenorden ausgezeichnet. 1852 erhielt er zum 40-jährigen Dienstjubiläum den Titel Geheimer Hofrat. Er war Vorstand der Museumgesellschaft und Obermeister sowie Ehrenobermeister der [[Mitglied von::Löbliche Singergesellschaft von 1501|Löblichen Singergesellschaft]].


== Quellen ==
== Quellen ==

Aktuelle Version vom 29. Februar 2020, 09:48 Uhr

Johann Georg Müller (* 7. Dezember 1792 in Meckesheim bei Heidelberg, † 12. März 1866 in Pforzheim) war Arzt in Pforzheim und Direktor der Heil- und Pflegeanstalt.

Er absolvierte eine Lehre bei einem Wundarzt in seinem Heimatort, besuchte danach das Gymnasium und studierte dann ab 1809 Medizin. In den Napoleonischen Kriegen wurde er 1812 als Unterarzt mit en Truppen in Richtung Russland entsandt, kam dann jedoch als Leiter eines Krankentransports 1813 zurück nach Ettlingen. Anschließend wurde er mit den badischen Truppen nach Sachsen entsandt, wo er an verschiedenen Gefechten teilnahm. Bei der Schlacht bei Leipzig geriet er in Gefangenschaft. Anschließend war er als Kriegsgefangener Arzt im Gefangenenlager in Neuruppin. Für seine Bemühungen um die Blatternimpfung wurde er dort mit der preußischen Impfmedaialle ausgezeichnet. 1814 kam er mit den badischen Truppen ins Elsass. Nach dem Pariser Frieden blieb er in Freiburg im Breisgau, wo er seine Studien vollendete und 1815 promovierte. Nach vollendetem Studium war er ab 1816 Arzt beim Großherzoglichen Physikat in Pforzheim. 1826 wurde er leitender Arzt der Pforzheimer Irrenanstalt und des Taubstummeninstituts. 1850 wurde er mit dem Zähringer Löwenorden ausgezeichnet. 1852 erhielt er zum 40-jährigen Dienstjubiläum den Titel Geheimer Hofrat. Er war Vorstand der Museumgesellschaft und Obermeister sowie Ehrenobermeister der Löblichen Singergesellschaft.

Quellen

  • Stadtarchiv Pforzheim, Archivsignatur S1-29-M-070
  • Aloys Stolz (Bearb.): Geschichte der Stadt Pforzheim, Pforzheim 1901, S. 495-496. (online)