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Unteres Schloßtor (Pforzheim): Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Datei:Pforzheim, Unteres Schloßtor, Wappenstein Markgraf Ernsts, 1537.jpg|thumb|Pforzheim, Unteres Schloßtor, Wappenstein Markgraf Ernsts, 1537 ]]


Das '''Untere Schloßtor''' war ein abgegangenes Tor mit Rundturm des [[Pforzheimer Schloss]]es, das Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet wurde. 1861 wurde es abgebrochen. Es stand an der Stelle des Hauses Nr. 13 des heutigen Schlossberges. Eine moderne Skulptur erinnert heute an das historische untere Schlosstor am Schlossberg.



Das '''Untere Schloßtor''' war ein abgegangenes Tor mit Rundturm des [[Pforzheimer Schloss]]es, das Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet wurde. 1861 wurde es abgebrochen. Es stand an der Stelle des heutigen Haus Nr. 13 des heutigen Schlossberges.


== Lage ==
== Lage ==
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== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Das Untere Schloßtor bestand aus einem großen und kleinen Tor. Es stand in der Südmauer und wurde im Zuge der Schloßerweiterung nach Süden Anfang des 15. Jahrhunderts als neuer Ausgang zur Stadt errichtet. Das Tor war an seiner südwestlichen Flanke mit einem viertelrunden Turm ausgestattet.
Das Untere Schloßtor bestand aus einem großen und kleinen Tor. Es stand in der Südmauer und wurde im Zuge der Schloßerweiterung nach Süden Anfang des 15. Jahrhunderts als neuer Ausgang zur Stadt errichtet. Das Tor war an seiner südwestlichen Flanke mit einem viertelrunden Turm ausgestattet.

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Datei:Pforzheimer Schloßviertel mit Bergfried und Schlosskirche, Großer Speicherneubau auf dem Platz des abgebrannten Neuen Schlosses, Zeichnung von Julius Ernst Naeher (1824–1911).jpg|Unteres Schloßtor, Großes Tor mit dem Wappenstein von 1575, Markgraf Karls II. von Baden-Durlach (1529-1577) und daneben das Kleine Tor mit dem Wappenstein Markgraf Ernsts I. von Baden-Durlach (1482 -1553).
Datei:Schlossberg-Einnehmerei-Schlosskirche.jpg|Schloßberg mit ''Schlosstor-Skulptur'', [[Einnehmerei]], [[Archivbau]] und Westfassade der [[Schlosskirche]]
Datei:Pf-stadttor-schlossb.jpg|''Skulptur zur Erinnerung an das historische Schlosstor am Schlossberg''
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== Ausstattung ==
== Ausstattung ==
=== Wappenstein Karls II. ===
Über dem großen Tor war an der Stadtseite bis 1861 der heute im Archivbau befindliche Wappenstein Karls II. aus dem Jahre 1575 angebracht.<ref>Lacroix,Hirschfeld und Paeseler 1939, S. 284.</ref>
Über dem großen Tor war an der Stadtseite bis 1861 der heute im Archivbau befindliche Wappenstein Karls II. aus dem Jahre 1575 angebracht. Das Renaissance-Epitaph hat eine Höhe von 1,69 m und eine Breite von 1,06 m. Die Tafel wurde an den Seiten von Pilastern eingefasst. Die Innenseiten der Pilastern sind mit Ranken geschmückt. Zwischen den beiden Pilastern befinden sich drei Wappen. Das Wappen Badens ruht auf dem Wappen Brandenburgs (links) und dem Wappen von Pfalz-Veldenz (rechts). Am Sockel befindet sich folgende Inschrift, die von Rollwerk eingeramt ist. Die Inschrift weist Markgraf [[Karl II. von Baden-Durlach|Karl II. von Baden-Durlach]] (1529-1577) als Urheber der Tafel aus: CAROL VON GOTTES GNADEN MARG/GRAVE ZV BADEN VND HOCHBERG LAND/TGRAVE ZV SVSEMBERG HERR ZV ROTELN / VND BADEWEILER .ETC. ANO. DENE. M.D.LXXV.<ref>Lacroix,Hirschfeld und Paeseler 1939, S. 284.</ref>

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Datei:Pforzheim, Unteres Schloßtor, Wappenstein von 1575, Markgraf Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577).jpg|Pforzheim, Unteres Schloßtor, Wappenstein von 1575, Markgraf Karl II. von Baden-Durlach (Fotografie).
Datei:1688 Wappenstein über dem u. Schloßtor.jpg|Pforzheim, Unteres Schloßtor, Wappenstein von 1575, Markgraf Karl II. von Baden-Durlach (Zeichnung).


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=== Wappenstein Markgraf Ernsts ===
Über dem kleinen Tor war an der Stadtseite bis 1861 der heute im Archivbau befindliche Wappenstein Markgraf Ernsts aus dem Jahre 1537 angebracht. <ref>Lacroix,Hirschfeld und Paeseler 1939, S. 285.</ref>
Über dem kleinen Tor war an der Stadtseite bis 1861 der heute im Archivbau befindliche Wappenstein Markgraf Ernsts aus dem Jahre 1537 angebracht, geschaffen von [[Christoph von Urach]]. Das Renaissance-Epitaph hat eine Höhe von 1,07 m und eine Breite von 1,03 m. Die Tafel wurde an den Seiten von Pilastern eingefasst, die durch perspektivisch gegebene Bogen verbunden sind. Zwischen den beiden Pilastern ein großes Wappen mit dem badischen Schrägbalken, umgeben von vier kleinen Wappen: Breisgau, Saufenberg, Badenweiler, Rötteln. Die Inschrift weist den Markgraf [[Ernst I. von Baden-Durlach|Ernst I. von Baden-Durlach]] (1482 -1553) als Auftraggeber der Tafel aus: ERNESTVS M BADENSIS RESTITVI FECIT AN M D XXXVII .<ref>Lacroix,Hirschfeld und Paeseler 1939, S. 284 und S. 285.</ref>


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Datei:Pforzheim, Unteres Schloßtor, Wappenstein von 1537, Markgraf Ernst I. von Baden-Durlach (1482 -1553).jpg|Pforzheim, Unteres Schloßtor, Wappenstein von 1537, Markgraf Ernst I. von Baden-Durlach (1482 -1553).
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== Lageplan ==
[[Datei:Lageplan vom ehemaligen Schloß der Markgrafen von Baden samt Schloßkirche und Schloßberg in Pforzheim.jpg|thumb|350px|Lageplan]]
:1 = [[Alter Hoher Turm|Bergfried]] (1225-1763)
:2 = [[Mittleres Schloßtor (Pforzheim)|Mittleres Schloßtor]] (1225-1768)
:3 = [[Oberes Schloßtor (Pforzheim)|Oberes Schloßtor]] (1225-1837)
:4 = [[Alter Schloßbrunnen (Pforzheim)| Schloßbrunnen]] (1225-1763)
:5 = [[Ehemaliger Marstall des Pforzheimer Schloßes|Marstall]] (1445-1841)
:6 = [[Neues Fruchthaus des Pforzheimer Schloßes|Fruchthaus]] (1445-1841)
:7 = [[Altes Gebäu|Altes Gebäu]] (1445-1841)
:8 = [[Neue Kanzlei (Pforzheim)|Neue Kanzlei]] (1558-1744)
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:10 = [[Unteres Schloßtor (Pforzheim)|Unteres Schloßtor]] (1537-1861)
:11 = [[Einnehmerei]] (1699-1960)
:12 = [[Archivbau]] (ab 1560)
:13 = [[Schloßbrücke (Pforzheim)|Schloßbrücke]] (1698-1837)
:14 = [[Ehemalige Ställe des Pforzheimer Schloßes|Ställe]] (1758-1841)


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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* '''Nr. 62 Unteres Schloßtor'''. In: Simon M. Haag und Andrea Bräuning: ''Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt '' (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 133.
* '''Nr. 62 Unteres Schloßtor'''. In: Simon M. Haag und Andrea Bräuning: ''Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt '' (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 133.



[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Pforzheim]]
[[Kategorie:Pforzheimer Schloß]]
[[Kategorie:Gebäude]]

Aktuelle Version vom 21. Juni 2018, 11:58 Uhr


Das Untere Schloßtor war ein abgegangenes Tor mit Rundturm des Pforzheimer Schlosses, das Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet wurde. 1861 wurde es abgebrochen. Es stand an der Stelle des Hauses Nr. 13 des heutigen Schlossberges. Eine moderne Skulptur erinnert heute an das historische untere Schlosstor am Schlossberg.

Lage

Es befand sich auf der Trasse Alter Schloßberg, an der Südostecke des heutigen Landratsamtes.

Beschreibung

Das Untere Schloßtor bestand aus einem großen und kleinen Tor. Es stand in der Südmauer und wurde im Zuge der Schloßerweiterung nach Süden Anfang des 15. Jahrhunderts als neuer Ausgang zur Stadt errichtet. Das Tor war an seiner südwestlichen Flanke mit einem viertelrunden Turm ausgestattet.

Ausstattung

Wappenstein Karls II.

Über dem großen Tor war an der Stadtseite bis 1861 der heute im Archivbau befindliche Wappenstein Karls II. aus dem Jahre 1575 angebracht. Das Renaissance-Epitaph hat eine Höhe von 1,69 m und eine Breite von 1,06 m. Die Tafel wurde an den Seiten von Pilastern eingefasst. Die Innenseiten der Pilastern sind mit Ranken geschmückt. Zwischen den beiden Pilastern befinden sich drei Wappen. Das Wappen Badens ruht auf dem Wappen Brandenburgs (links) und dem Wappen von Pfalz-Veldenz (rechts). Am Sockel befindet sich folgende Inschrift, die von Rollwerk eingeramt ist. Die Inschrift weist Markgraf Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577) als Urheber der Tafel aus: CAROL VON GOTTES GNADEN MARG/GRAVE ZV BADEN VND HOCHBERG LAND/TGRAVE ZV SVSEMBERG HERR ZV ROTELN / VND BADEWEILER .ETC. ANO. DENE. M.D.LXXV.[1]

Wappenstein Markgraf Ernsts

Über dem kleinen Tor war an der Stadtseite bis 1861 der heute im Archivbau befindliche Wappenstein Markgraf Ernsts aus dem Jahre 1537 angebracht, geschaffen von Christoph von Urach. Das Renaissance-Epitaph hat eine Höhe von 1,07 m und eine Breite von 1,03 m. Die Tafel wurde an den Seiten von Pilastern eingefasst, die durch perspektivisch gegebene Bogen verbunden sind. Zwischen den beiden Pilastern ein großes Wappen mit dem badischen Schrägbalken, umgeben von vier kleinen Wappen: Breisgau, Saufenberg, Badenweiler, Rötteln. Die Inschrift weist den Markgraf Ernst I. von Baden-Durlach (1482 -1553) als Auftraggeber der Tafel aus: ERNESTVS M BADENSIS RESTITVI FECIT AN M D XXXVII .[2]

Lageplan

Lageplan
1 = Bergfried (1225-1763)
2 = Mittleres Schloßtor (1225-1768)
3 = Oberes Schloßtor (1225-1837)
4 = Schloßbrunnen (1225-1763)
5 = Marstall (1445-1841)
6 = Fruchthaus (1445-1841)
7 = Altes Gebäu (1445-1841)
8 = Neue Kanzlei (1558-1744)
9 = Neues Schloß (1537-1689)
10 = Unteres Schloßtor (1537-1861)
11 = Einnehmerei (1699-1960)
12 = Archivbau (ab 1560)
13 = Schloßbrücke (1698-1837)
14 = Ställe (1758-1841)

Einzelnachweise

  1. Lacroix,Hirschfeld und Paeseler 1939, S. 284.
  2. Lacroix,Hirschfeld und Paeseler 1939, S. 284 und S. 285.

Literatur

  • Unteres Schloßtor. In: Emil Lacroix, Peter Hirschfeld und Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1983, ISBN 978-3-8035-1225-3, S. 283-284.
  • Nr. 62 Unteres Schloßtor. In: Simon M. Haag und Andrea Bräuning: Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 133.