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Das '''Schloss Tiefenbronn''' war der Herrensitz der [[Herren von Gemmingen]] in der Ortsmitte von [[Tiefenbronn]]. |
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<!--* [[1375]] erstmalige Erwähnung darauf Abbruch des Gebäudes |
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* um [[1400]] Bau einer neuen Wasserburg, auf deren Grundmauern das heutige Schloss gebaut ist |
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== Lage == |
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* [[1429]]-[[1650]]: Das Schloss ist im Besitz |
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Das Schloss befand sich bei der Kirche [[St. Maria Magdalena (Tiefenbronn)|St. Maria Magdalena]]. Der Hauptbau stand westlich von der Kirche und hatte ungefähr auch deren Ausmaße. Er war über einen Übergang mit der Kirche verbunden, die die zentrale Grablege der Gemmingens war. Westlich der Kirche erstreckten sich die zum Schloss gehörigen Wirtschaftsgebäude Schlossscheuer (heute Haus St. Martin) und Zehntscheuer sowie das [[Jägerhaus (Tiefenbronn)|Jägerhaus]] als Sitz der Gemmingenschen Jagdverwaltung. Palas, Scheuern und Jägerhaus waren gemeinsam ummauert, die Mauer wies vier Türme auf. Die Kirche befand sich außerhalb der Ummauerung. |
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Dieses untere Schloß lässt sich bis ins [[14. Jahrhundert|14. Jahrhundert]] hinein nachweisen. [[1375]] kauft Heinrich von Niefern, genannt Wolgemut, von der Witwe eines Sigmund von Balshofen „zu freiem eigen, als unvogtbares und unverkümmerts gut“ ein Burstadel in den Wiesen im Tal bei Königsbach. Im Jahre [[1399]] wird Heinrich Wolgemut von Niefern, der Jüngere, mit einem Drittel der Vogtei Königsbach belehnt, die auch schon sein Vater besessen hatte. Er baute in der Nähe des Balshoferischen Burgstadels ein neues Schloß, das er mit zwei Gräben umgab. Mit dem Aushub der Gräben ließ er diejenigen des alten Burgstadels auffüllen und dessen ganzen Platz zu einer Wiese einebnen. Nach Angaben der Lehensbriefe und nach Zeugenaussagen in einem Lehensstreit im Jahre [[1465]] bestand das Schloß aus einem Wohnbau, einem Vorhof davor mit Kornhaus und einem Garten. Wassergräben umgaben Schloß und Vorhof. Im ganzen wird es also der heutigen Anlage entsprochen haben. |
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== Seit 1990 – gemeinnützige 'Olga-Marie Saint-André-Stiftung' == |
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== Geschichte == |
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Nach dem Tod der letzten Eigentümerin von Schloss Königsbach, Olga-Marie Freifrau von Gemmingen-Guttenberg, geborene Freiin von Saint-André wurde das Schloss ohne Inventar nebst Schlosspark und dem zum Schloss gehörenden Areal (Schlossacker), sowie der Familienfriedhof gemäß Ihrem letzten Willen im Rahmen eines Vermächtnisses in eine gemeinnützige Stiftung, namens ‘Olga-Marie Saint-André- Stiftung’ überführt. Das Schloss befindet sich deshalb seitdem nicht mehr in Privatbesitz - nicht mehr im Besitz/Eigentum der Familie von Saint-André’. Die Stifterin war die letzte Nachfahrin der Königsbacher Linie der Freiherrn von Saint-André, hatte keine eigenen Nachkommen und adoptierte 1960 Achim von Arnim und 1980 Marie-Kristin Freifrau von Papius, geborene Freiin von Schlotheim.--> |
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Als Bauherr des Schlosses gilt [[Dieter IX. von Gemmingen]] (1517-1586). Sein Sohn [[Wolf Dietrich von Gemmingen]] (1550-1601) hat das Schloss weitergebaut. Ein Wappenstein von 1595 mit dem Allianzwappen von Wolf Dietrich und seiner Frau, einer Gräfin von Neuneck, wurde nach dem Abriss des Schlosses am Rathaus vermauert. Die Tiefenbronner Linie der Familie Gemmingen starb 1797 mit [[Franz von Gemmingen]] (1746-1797) aus. Das zuletzt baufällige Schloss wurde [[Zerstört::1851]] abgerissen. Auch die Ummauerung mit den Wehrtürmen sowie ein Teil der Wirtschaftsgebäude gingen verloren. |
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Von der Schlossanlage blieben neben Jägerhaus und Gemeindehaus St. Martin noch Reste der Begrenzungstürme im Südosten und Südwesten sowie über den Ort verteilte Spolien vom Hauptgebäude wie ein am Bierkeller platziertes Bauteil mit Voluten und der am Rathaus eingemauerter Wappenstein erhalten. |
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== Literatur == |
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*Das beinahe vergessene Schloss von Tiefenbronn, in: Mitteilungsblatt Tiefenbronn, Nr. 33, 17. August 2017, S. 1. |
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[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk]] |
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[[Kategorie:Schloss]] |
[[Kategorie:Schloss]] |
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Aktuelle Version vom 3. Mai 2020, 09:59 Uhr
Das Schloss Tiefenbronn war der Herrensitz der Herren von Gemmingen in der Ortsmitte von Tiefenbronn.
Lage
Das Schloss befand sich bei der Kirche St. Maria Magdalena. Der Hauptbau stand westlich von der Kirche und hatte ungefähr auch deren Ausmaße. Er war über einen Übergang mit der Kirche verbunden, die die zentrale Grablege der Gemmingens war. Westlich der Kirche erstreckten sich die zum Schloss gehörigen Wirtschaftsgebäude Schlossscheuer (heute Haus St. Martin) und Zehntscheuer sowie das Jägerhaus als Sitz der Gemmingenschen Jagdverwaltung. Palas, Scheuern und Jägerhaus waren gemeinsam ummauert, die Mauer wies vier Türme auf. Die Kirche befand sich außerhalb der Ummauerung.
Geschichte
Als Bauherr des Schlosses gilt Dieter IX. von Gemmingen (1517-1586). Sein Sohn Wolf Dietrich von Gemmingen (1550-1601) hat das Schloss weitergebaut. Ein Wappenstein von 1595 mit dem Allianzwappen von Wolf Dietrich und seiner Frau, einer Gräfin von Neuneck, wurde nach dem Abriss des Schlosses am Rathaus vermauert. Die Tiefenbronner Linie der Familie Gemmingen starb 1797 mit Franz von Gemmingen (1746-1797) aus. Das zuletzt baufällige Schloss wurde 1851 abgerissen. Auch die Ummauerung mit den Wehrtürmen sowie ein Teil der Wirtschaftsgebäude gingen verloren.
Von der Schlossanlage blieben neben Jägerhaus und Gemeindehaus St. Martin noch Reste der Begrenzungstürme im Südosten und Südwesten sowie über den Ort verteilte Spolien vom Hauptgebäude wie ein am Bierkeller platziertes Bauteil mit Voluten und der am Rathaus eingemauerter Wappenstein erhalten.
Literatur
- Das beinahe vergessene Schloss von Tiefenbronn, in: Mitteilungsblatt Tiefenbronn, Nr. 33, 17. August 2017, S. 1.