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Striembach: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Striembach''' ist der Name einer Flur in der Gemarkung [[Lienzingen]] nahe [[Schmie]]. Da die Flur einem Zufluss der [[Schmie (Fluss)|Schmie]], der gemäß Umweltlandesanstalt die "Unbenannt"-Bezeichnung '''NN-NV3''' trägt, entlang folgt, ist anzunehmen, dass die Flur ihren Namen von diesem Bach erhielt. Ob der Name noch heute für ''NN-NV3'' in Gebrauch ist, ist unbekannt.
'''Striembach''' ist der Name einer Flur in der Gemarkung [[Lienzingen]] nahe [[Schmie]]. Die Flur liegt an einem Zufluss der [[Schmie (Fluss)|Schmie]], der gemäß Umweltlandesanstalt die "Unbenannt"-Bezeichnung '''NN-NV3''' trägt. Der Bach ist 1,577 km lang und mündet kurz vor Lienzingen in die Schmie.


== Geschichte ==
== Geschichte ==


Der Flurname taucht bereits in den frühen Lagerbüchern unter folgenden Varianten auf<ref>vgl. Friedrich Wissmann: Das Ortsbuch von Lienzingen. Ludwigsburg 1970. S. 351</ref>:
Der Name "Striembach" tritt erstmals [[1771]] als ''Strie'''n'''bach'' in Erscheinung. Nach Angaben des Ortsbuchs von Schmie<ref>Friedrich Wissmann: Das Ortsbuch von Schmie. Die rund 1200jährige Geschichte von Schmie und seine Beziehungen zum Kloster Maulbronn. Ludwigsburg 1974. S. 30.</ref> wird damit die Schmie bezeichnet. Wie der Autor zu diesem Schluss kam, welche Quelle er nutzte oder ob er den heutigen Flurnamen "Striembach" kannte, wird nicht genannt.

:1511 ''Sprunbach'' (Flur auf der Ötisheimer Zelg)
:1551 ''Sprienbach''

Die Belege verweisen auf den ursprünglichen Namen "Sprungbach" oder "Springbach". Der Begriff ''Spring'' bzw. ''Sprung'' bezeichnete früher eine Quelle<ref>Otto Springer: Die Flussnamen Württembergs und Badens. Stuttgart 1930. S. 132</ref>. Der Name Springbach dürfte daher ursprünglich einen Quellbach bzw. den Oberlauf der Schmie bezeichnet haben.

Der Name Striembach wurde später als synonymer Begriff für die ganze Schmie verwendet, wie das Lienzinger Kirchenkonventsprotokoll von 1771 belegt: "Der hiesige Bach heißt Strienbach. Er entspringt auf unserer Markung gegen Abend und läuft gegen Morgen. Er fließt bis hierher und hat verschiedene Quellen, deren Wasser ihn zufließen. Bei dem Dorfe läuft der andere Bach, Kießbach [heute [[Scherbentalbach]] genannt], in ihn hinein. Unter dem Dorfe treibt er die hiesige Mühle und in Vaihingen wieder eine, wo er sich dann in die Enz ergießt. [....] Beide Bäche laufen 2 Stunden weit. "<ref>zitiert nach Friedrich Wissmann: Das Ortsbuch von Lienzingen. Ludwigsburg 1970. 58</ref>


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==


<references />
<references />

[[Kategorie:Fluss]]

Aktuelle Version vom 24. September 2015, 23:35 Uhr

Striembach ist der Name einer Flur in der Gemarkung Lienzingen nahe Schmie. Die Flur liegt an einem Zufluss der Schmie, der gemäß Umweltlandesanstalt die "Unbenannt"-Bezeichnung NN-NV3 trägt. Der Bach ist 1,577 km lang und mündet kurz vor Lienzingen in die Schmie.

Geschichte

Der Flurname taucht bereits in den frühen Lagerbüchern unter folgenden Varianten auf[1]:

1511 Sprunbach (Flur auf der Ötisheimer Zelg)
1551 Sprienbach

Die Belege verweisen auf den ursprünglichen Namen "Sprungbach" oder "Springbach". Der Begriff Spring bzw. Sprung bezeichnete früher eine Quelle[2]. Der Name Springbach dürfte daher ursprünglich einen Quellbach bzw. den Oberlauf der Schmie bezeichnet haben.

Der Name Striembach wurde später als synonymer Begriff für die ganze Schmie verwendet, wie das Lienzinger Kirchenkonventsprotokoll von 1771 belegt: "Der hiesige Bach heißt Strienbach. Er entspringt auf unserer Markung gegen Abend und läuft gegen Morgen. Er fließt bis hierher und hat verschiedene Quellen, deren Wasser ihn zufließen. Bei dem Dorfe läuft der andere Bach, Kießbach [heute Scherbentalbach genannt], in ihn hinein. Unter dem Dorfe treibt er die hiesige Mühle und in Vaihingen wieder eine, wo er sich dann in die Enz ergießt. [....] Beide Bäche laufen 2 Stunden weit. "[3]

Einzelnachweise

  1. vgl. Friedrich Wissmann: Das Ortsbuch von Lienzingen. Ludwigsburg 1970. S. 351
  2. Otto Springer: Die Flussnamen Württembergs und Badens. Stuttgart 1930. S. 132
  3. zitiert nach Friedrich Wissmann: Das Ortsbuch von Lienzingen. Ludwigsburg 1970. 58