Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenz![]()
mail.de
Museum auf dem Schafhof/Obergeschoss: Unterschied zwischen den Versionen
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<small>'''[[Portal Museum auf dem Schafhof|Museum auf dem Schafhof]] / Obergeschoss'''</small> |
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==OG == |
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[[Datei:GHV_Schaf-OG.jpg|400px]] |
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[[Datei:GHV_Schaf-AufstiegDG.jpg|400px]] |
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Der erste Stock beherbergt neben dem großen Saal, der vom GHV für Sonderausstellungen, Vortrags- und Filmveranstaltungen genutzt wird, auch eine Küche mit Einrichtungsgegenständen aus dem 19. Jahrhundert. Die Küche wird während der offiziellen Öffnungszeiten als Café benutzt. |
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==historische Küche== |
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[[Datei:GHV_Schaf-Kueche.jpg|400px]] |
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[[Datei:GHV_Schaf-Kueche-Buffet.jpg|300px]] |
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Das Hauptthema des großen Saales ist Maulbronn. Exponate, Vitrinen und Bildtafeln zeigen Aspekte des Lebens und der Arbeit in der bürgerlichen Gemeinde. Maulbronn als früherer Oberamtssitz war durch Beamte aber auch Bauern und Handwerker geprägt. Die Steinbruchbetriebe und die Aluminiumgiessereien drückten der Stadt einen industriell-proletarischen Stempel auf. Der Schafhof, Heimat des Museums, ist in einem Modell zu sehen. |
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[[Datei:GHV_Schaf-Kueche-Herd.jpg|400px]] |
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[[Datei:GHV_Schaf-Kuechengeraete.jpg|400px]] |
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==Historische Küche== |
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[[Datei:GHV_Schaf-Kuechentisch.jpg|400px]] |
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Die Küche als sozialer Treffpunkt mit einer offenen Feuerstelle, Gerätschaften und Mobiliar des 18. und 19. Jahrhunderts entführt in die Gemütlichkeit des Biedermeier. |
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[[Datei:GHV_Schaf-Kueche-OmasHerd.jpg|400px]] |
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Der gemauerte Herd mit offener Feuerstelle wurde bis ins ausgehende 19. Jahrhundert von der bäuerlichen und ärmeren Bevölkerung genutzt. ({{Wikipedia|Rauchküche|Rauchküche}}) Der Nachbau von Dieter Ziegelbauer und Mattes Sieber orientiert sich an Vorbildern um 1830. |
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[[Datei:GHV_Schaf-Kueche-Wandregal.jpg|400px]] |
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[[Datei:GHV_Schaf-Buegeleisen.jpg|400px]] |
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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen verschiedene Kombinationen aus Heizofen und Kochherd auf den Markt, teilweise mit seitlich eingebauten Backröhren.({{Wikipedia|Herd|Herd}}) Diese waren bis ins beginnende 20. Jahrhundert gebräuchlich. Der ausgestellte Herd der Marke "Ebeha" (Erste Bruchsaler Herdfabrik) stammt aus dem Haus von [[Robs Mayer]] in der Frankfurter Straße.<ref>nach Dieter Ziegelbauer - Januar 2019 </ref> |
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Unsere Theatergruppe hat 2020 eine Szene in der Küche aufgenommen bei der sogar ein Marmorkuchen im holzbefeuerten Ofen gebacken wurde. |
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[[Datei:GHV_Kueche.png]] |
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Mit folgendem [https://vimeo.com/870774923?share=copy Link] gelangen Sie auf VIMEO um sich das Video anzusehen. Verwenden Sie anschließend den "zurück"-Button um wieder hier her zu gelangen. |
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Datei:GHV_Schaf-Kueche.jpg|Küche |
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Datei:GHV_Schaf-Kueche-Herd.jpg|Feuerstelle und Herd |
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Datei:GHV_Schaf-Kueche-OmasHerd.jpg|Herd Ebeha |
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[[Datei:GHV_Schaf-Kueche-Wandregal.jpg|300px]] |
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[[Datei:GHV_Schaf-Buegeleisen.jpg|300px]] |
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==Spielzeug== |
==Spielzeug== |
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[[Datei:GHV_Schaf-Spielzeug- |
[[Datei:GHV_Schaf-Spielzeug-Haushaltsgeraete.jpg|thumb|Spielzeughaushaltsgeräte aus den [[1950]]er/[[1960]]er-Jahren |
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[[Datei:GHV_Schaf-Spielzeug-Bahn.jpg|400px]] |
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[[Datei:GHV_Schaf-Spielzeug-Kueche.jpg|thumb|Spielzeug Küche]] |
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Eisenbahn von Hans Ludwig vormals Landwirt Stuttgarterstraße 36 |
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(heute Reisebüro Graf) - Leihgabe der Familie |
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[[Datei:GHV_Schaf-Puppenkueche.jpg|thumb|Puppenküche]] |
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Im Museum auf dem Schafhof ist auch ein Blick in längst vergangene Kinderzimmer möglich. |
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[[Datei:GHV_Schaf-Spielzeug-Haushaltsgeraete.jpg|400px]] |
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Über die Stockwerke verteilt sind immer wieder Puppenstuben zu bestaunen, im Obergeschoß können auch einige andere Spielzeuge aus Maulbronner Kinderzimmern bewundert werden. |
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Spielzeughaushaltsgeräte aus den 50er/60er-Jahren |
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[[Datei:GHV_Schaf-Spielzeug- |
[[Datei:GHV_Schaf-Spielzeug-Autorennen.jpg|300px]] |
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BLITZ-TYP 216 RAKETEN-AUTO-RENNEN, Harzer Spielzeugschachtel / Wernigerode (DDR), 1959; |
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[[Datei:GHV_Schaf-Puppenkueche.jpg|400px]] |
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mechanisches Autorennen mit Holzautos die mit Hilfe einer speziellen Gummizug-Startvorrichtung |
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Raketenartig Richtung Ziel katapultiert werden; mit 3 Renn-Autos, 2 Start-Katapulte<ref> gefunden: https://vintique-toys.de/BLITZ-TYP-216-RAKETEN-AUTO-RENNEN-Harzer-Spielzeugschachtel-Wernigerode-DDR-1959 (Februar 2021; gesichert in Internet Archive</ref> |
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==Steinbruch== |
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Eisenbahn von Hans Ludwig vormals Landwirt [[Stuttgarter_Straße_(Maulbronn)|Stuttgarterstraße]] 36 |
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[[Datei:GHV_Schaf-Steinbruchgebiete.jpg|400px]] |
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(heute Reisebüro Graf) - Leihgabe der Familie |
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Die Blecheisenbahn der Spur 0 besteht aus einer Lok mit Schlepptender, einem Personenwagen, zwei beladenen Plattenwagen und zwei Rungenwagen beladen mit Langholz. Die Dampflokomotive mit der Kennzeichnung 302417 <ref> Von 1930 bis ca.1950 wurde diese Lok in immer wieder abweichenden Details hergestellt. Wurde die Lokomotive zu Beginn mit einem Uhrwerk angtrieben, bekam die Lok 1950 einen 4,5 Volt Batterie-Motor</ref> wurde von der Firma Distler<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Distler</ref> hergestellt. |
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[[Datei:GHV_Schaf-Steinhauerwerkzeug.jpg|400px]] |
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[[Datei:GHV_Spielzeugeisenbahn-Lok-Distler-302417.JPG|thumb|Distler-Lok 302417]] |
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==Giesserei== |
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Die Plattenwagen können keinem Hersteller zugeordnet werden. Personenwagen und die beiden Rungenwagen stammen von Märklin aus der sogenannten 3.Generation (1930- ca.1940)<ref>http://www.alte-spur-0.de/maerklin/navigation/uebersicht</ref> |
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Wilhelm Schenks Vater war als Küfer-Wandergeselle nach (Maulbronn-) [[Schmie]] gekommen und wurde dort ansässig. Da die Aufträge im Steinhauerdorf Schmie nicht ausreichten, arbeitete er für die Klosterbrauerei in Maulbronn. |
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Wilhelm Schenk erlernte das Steinhauerhandwerk in Offenburg und arbeitete anschließend in Schmie. Kurz darauf wurde er zum zweijährigen Wehrdienst nach Ludwigsburg eingezogen. Im Alter von 24 Jahren wanderte er nach Südafrika aus und leitete schon bald eine Bierbrauerei in Johannesburg. 1895 heiratete er die aus Schmie stammende, damals in Amerika lebende Luise Goutier. |
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Datei:GHV_Spielzeugeisenbahn-Personenwagen.JPG|Märklin Personenwagen ähnlich 17190 |
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Datei:GHV_Spielzeugeisenbahn-Plattenwagen-Wybert.JPG|Plattwagen mit Wybert-Büchse |
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Datei:GHV_Spielzeugeisenbahn-Rungenwagen-Bremserhaus.JPG|Märklin Rungenwagen 18520 |
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Datei:GHV_Spielzeugeisenbahn-Rungenwagen-Märklin-Signet2.JPG|Märklin Rungenwagen 17720 |
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1897 wurde der Sohn Willy Schenk in Johannesburg geboren. |
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Datei:GHV_Spielzeugeisenbahn-Lok-Distler-Führerhaus.JPG|Distler-Lok Führerhaus |
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Als im Jahr 1899 der zweite Burenkrieg in Südafrika ausbrach, führte Wilhelm Schenk eine aus deutschstämmigen Freiwilligen und Buren aufgestellte Artillerie-Abteilung bis zur Niederlage 1902. |
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Datei:GHV_Spielzeugeisenbahn-Personenwagen-Märklin-Signet.JPG|Personenwagen Märklin Schriftzug |
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==Steinbruch== |
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1906 kehrten die Schenks nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Paris nach Schmie zurück, zogen aber im Jahr darauf nach Maulbronn. Wilhelm Schenk erwarb ein Patent zur "Herstellung nahtloser Aluminiumgeschirre im Wege des Gussverfahrens" und gründete 1913 seine Gießerei in Maulbronn. Im selben Jahr rief er die Sanitätskolonne Maulbronn ins Leben, deren erster Leiter er selbst war. |
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1914 brannte die Fabrik völlig nieder, konnte aber im folgenden Jahr wieder neu aufgebaut werden. Als während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) die Klosterbrauerei in Konkurs geriet, beteiligte sich Wilhelm Schenk an einem Nachfolgebetrieb, dem 1923 dei Aktiengesellschaft "Firma Klosterkellerei Maulbronn" mit einem Grundkapital von 35 Millionen Mark während der Inflationszeit folgte. Das Unternehmen produzierte und vertrieb Malz, Bier und sonstige Erzeugnisse der Nahrungs- sowie Futtermittelindustrie und handelte mit Wein. Nebenbei betrieb er eine aus der Brauerei stammende Branntweinbrennerei. |
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[[Datei:GHV_Schaf-Steinbruch-Bild.jpg|300px]] |
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Der vielbeschäftigte Wilhelm Schenk kam, wenn ihn seine Freunde in den frühen Morgenstunden zur Jagd abholten, manches Mal direkt von der Arbeit. |
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1921 übernahm Sohn Willy Schenk als junger Ingenieur die Aluminium-Gießerei. |
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==Giesserei== |
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[[Wilhelm Schenk]] erwarb einst ein Patent zur "Herstellung nahtloser Aluminiumgeschirre im Wege des Gussverfahrens" und gründete [[1913]] eine Gießerei in Maulbronn. |
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[[1914]] brannte die Fabrik völlig nieder, konnte aber im folgenden Jahr wieder neu aufgebaut werden. |
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[[1921]] übernahm Sohn [[Willy Schenk]] als junger Ingenieur die Aluminium-Gießerei. |
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Kokille, Baujahr 1956 |
Kokille, Baujahr [[1956]] |
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Teil: Sattel für Lichtmaschine |
Teil: Sattel für Lichtmaschine |
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Abnehmer: Auto Union, Ingolstadt |
Abnehmer: Auto Union, Ingolstadt |
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Deckel Automatikgetriebe für FORD |
Deckel Automatikgetriebe für FORD |
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im Druckgußverfahren |
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im Druckgßverfahren |
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==Brauerei== |
==Brauerei== |
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Als während des Ersten Weltkriegs ([[1914]]-[[1918]]) die Klosterbrauerei in Konkurs geriet, beteiligte sich [[Wilhelm Schenk]] an einem Nachfolgebetrieb, dem [[1923]] die Aktiengesellschaft "Firma Klosterkellerei Maulbronn" mit einem Grundkapital von 35 Millionen Mark während der Inflationszeit folgte. Das Unternehmen produzierte und vertrieb Malz, Bier und sonstige Erzeugnisse der Nahrungs- sowie Futtermittelindustrie und handelte mit Wein. Nebenbei betrieb er eine aus der Brauerei stammende Branntweinbrennerei. |
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==Druckerei== |
==Druckerei== |
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Robert Friedrich Mayer |
[[Robert_Friedrich_Mayer|Robert Friedrich Mayer]] übernahm die von seinem Schwager geleitete elterliche Druckerei in Maulbronn und gab die Zeitung "Maulbronner Bürgerfreund", später "Maulbronner Tagblatt", für den Oberamtsbezirk Maulbronn heraus. |
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Die Zeitung wurde als offizielles Amtsblatt vom nationalsozialistischen "Braunen Sender" ab 1. September 1933 offizielles Bezirksamtsblatt. Im Gemeinderatsprotokoll der Stadt Maulbronn vom 19. September 1933 heißt es: "Der Vorsitzende (Bürgermeister August Kienzle) bemerkte hiezu, dass ihm diese Veröffentlichung die peinlichste gewesen sei, die er in den 17 Jahren seiner hies. Ortsvorstehertätigkeiot bekanntgeben musste; er erblicke in dieser Massnahme selbst einen Prestigeverlust für die Oberamtsstadt, die ganz unbeteiligt ist und nicht einmal gehört wurde." |
Die Zeitung wurde als offizielles Amtsblatt vom nationalsozialistischen "Braunen Sender" ab 1. September 1933 offizielles Bezirksamtsblatt. Im Gemeinderatsprotokoll der Stadt Maulbronn vom [[19. September]] [[1933]] heißt es: "Der Vorsitzende (Bürgermeister August Kienzle) bemerkte hiezu, dass ihm diese Veröffentlichung die peinlichste gewesen sei, die er in den 17 Jahren seiner hies. Ortsvorstehertätigkeiot bekanntgeben musste; er erblicke in dieser Massnahme selbst einen Prestigeverlust für die Oberamtsstadt, die ganz unbeteiligt ist und nicht einmal gehört wurde." |
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In den Rechnungsunterlagen der Stadt Maulbronn ist das "Maulbronner Tagblatt" bis ins Jahr 1941 nachgewiesen. |
In den Rechnungsunterlagen der Stadt Maulbronn ist das "Maulbronner Tagblatt" bis ins Jahr [[1941]] nachgewiesen. |
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[[Datei:GHV-Schaf-DerBuergerfreund.jpg|300px]] |
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Außer der Zeitung gab Robert Mayer verschiedene lokalgeschichtliche Bücher, Klosterführer und den Titel "Bruder Ulricus" von Max Dürr, illustriert von Marianne Schneegans, heraus. |
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Außer der Zeitung gab Robert Mayer verschiedene lokalgeschichtliche Bücher, Klosterführer und den Titel "Bruder Ulricus" von Max Dürr, illustriert von [[Marianne Schneegans]], heraus. |
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Nur durch gelegentliche Druckaufträge und den Laden der Frau konnte nach dem Zweiten Weltkrieg der Lebensunterhalt gesichert werden. |
Nur durch gelegentliche Druckaufträge und den Laden der Frau konnte nach dem Zweiten Weltkrieg der Lebensunterhalt gesichert werden. |
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Der Sohn ist der Kunstmaler Robert Manfred Friedrich Mayer. |
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[[Datei:GHV_Schaf- |
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==Modell-Schafhof== |
==Modell-Schafhof== |
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Das Modell zum Schafhof wurde im Maßstab 1:87 angefertigt. |
Das Modell zum Schafhof wurde im Maßstab 1:87 angefertigt. |
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Es wurde von Siegfried Strobel (Maulbronn) angefertigt und im September 2010 dem Museum übergeben. |
Es wurde von Siegfried Strobel (Maulbronn) angefertigt und im September [[2010]] dem Museum übergeben. |
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[[Datei:GHV_Schaf-Modell3.jpg| |
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[[Datei:GHV_Schaf-Modell4.jpg| |
[[Datei:GHV_Schaf-Modell4.jpg|300px]] |
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[[Datei:GHV_Schaf-Modell5.jpg| |
[[Datei:GHV_Schaf-Modell5.jpg|300px]] |
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[[Datei:GHV_Schaf-Modell6.jpg| |
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==Robs Mayer== |
==Robs Mayer== |
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(eigentlich Robert Manfred Friedrich Mayer) |
(eigentlich [[Robert Manfred Friedrich Mayer]] ) |
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[[Datei:GHV_Schaf-RobsMayer-Selbstportrait.jpg|300px]] |
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Sohn von Robert Friedrich Mayer. |
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Robs Mayer, Selbstbildnis, [[1943]] |
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Parallel zu seiner Graveurlehre in Pforzheim widmete er sich bei Prof. Hildenbrandt der Ölmalerei. In Stuttgart, Wien, Florenz und Berlin vervollständigte er seine Studien. Ein reiches Portraitschaffen belegt diese Zeit. |
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1931 heiratete Robs Mayer die gebürtige Kreuznacher Kunstmalerein Marianne Schneegans und nahm am Evangelischen Seminar Maulbronn einen Lehrauftrag an. Daneben erschienen Illustrationen in Büchern und Zeitschriften sowie Werbegrafik. |
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Im April 1940 wurde er Wehrmachtssoldat. Robs Mayer lernte Europa von Norwegen bis zur russischen Steppe kennen. Es entstanden bewegende Bilder. |
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1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde anschließend nach Elsass interniert. |
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Im Sommer 1948 malte er in Maulbronn Wald- und Erntebilder, nahm Lehraufträge am Evangelischen Seminar sowie am Progymnasium an und fand allmählich wieder Anschluss an das Schaffen vor 1933. |
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1957/58 erhielt er einen Lehrauftrag am Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim a. Glan. |
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Nach dem Ruhestand 1972 bis in die frühen 1980er Jahre entstehen neue eigenwillige Arbeiten voll kräftiger Wirkung und Schönheit. |
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Bis zu seinem Tod in Meisenheim war Robs Mayer kontinuierlich als Künstler tätig. |
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==Pianoforte== |
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Robs Mayer, Selbstbildnis, 1943 |
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==Pianoforte== |
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==Möbel== |
==Möbel== |
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Der Schrank neben dem Eingang zur Küche wurde in [[Maulbronn]] geschreinert. |
Der Schrank neben dem Eingang zur Küche wurde in [[Maulbronn]] geschreinert. |
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Spange datiert auf 1775 Johann Gottfried Sauter (Sohn des Closterschreiners Johann Georg Sauter). |
Spange datiert auf [[1775]] Johann Gottfried Sauter (Sohn des Closterschreiners Johann Georg Sauter). |
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Er stand ursprünglich im Gasthaus Löwen in [[Schmie]]. |
Er stand ursprünglich im Gasthaus Löwen in [[Schmie]]. |
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[[Datei:GHV_Schaf-Tischgruppe.jpg|400px]] |
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==Schubladen Schrank== |
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==Tunverein== |
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Ein aus dem Bekleidungsgeschäft Druskus-Beuchle stammender Schubladen Schrank, der umgearbeitet wurde, bietet Einblicke in verschiedene Themen wie Handwerk, Gemeinde, Oberamt, Vereine oder Grenzsteinzeugen. Ilse und Rolf Kern, Peter Krüger und Martin Ehlers konnten dank der Unterstützung einiger Leihgeber die Schubladen bestücken. |
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[[Datei:GHV_Schaf-FahneTurnvereinMaulbronn.jpg|400px]] |
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==Turnverein== |
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==Stadtkapelle== |
==Stadtkapelle== |
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[[Bild:GHV_Schaf-Urkunde-4-Musikfest.jpg|thumb|Urkunde für den Musikverein [[1924]]]] |
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Im Jahre [[1924]] richtete die '''Stadtkapelle''' Maulbronn, gegründet [[1894]], das 4.Bezirksmusikfest für den Bezirk mittlere Enz aus. Das Fest dauerte vom 31.Mai bis 2.Juni und fiel mit den Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Kapelle zusammen. Einen Preis beim „Wettspiel“ durfte jedoch der noch nicht einmal ein Jahr zuvor gegründete '''Musikverein''' Maulbronn mit nach Hause nehmen. Die Musiker des Vereins hatten schon vor der Vereinsgründung durch einen 3. Preis beim Musikfest in Gemmrigheim auf sich aufmerksam gemacht. |
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Der Musikverein war eine Gründung der jüngeren Generation die eher der Arbeiterschicht angehörte. |
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Ein weiteres Jahr später fusionierten die beiden Vereine, die Stadtkapelle ging im '''Musikverein Maulbronn''' auf. |
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Ab [[1933]] geriet der Verein seitens der Nationalsozialisten unter Druck: die in der Sozialdemokratie verwurzelte Kapelle, weigerte sich die Fackelumzüge der örtlichen NSDAP zu begleiten. Aktive Musiker sollten ausgeschlossen werden, das Repertoire wurde kontrolliert. |
|||
Im Jahre [[1938]] wurde der Verein dann schließlich aufgelöst. |
|||
Zehn Jahre später, [[1948]], konnte der Musikverein wieder gegründet werden. |
|||
Im Jahr [[2004]], sechzig Jahre nach dem denkwürdigen Bezirksmusikfest, wurde dann der Musikverein in '''Stadtkapelle Maulbronn''' umbenannt<ref>Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.305</ref>. |
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===Weblinks=== |
|||
* Vereinsgeschichte: http://www.stadtkapelle-maulbronn.de/?q=node/29 |
|||
==Obstbauverein== |
==Obstbauverein== |
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[[Datei:GHV_Schaf-Obstaustellung 1929-Diplom.jpg| |
[[Datei:GHV_Schaf-Obstaustellung 1929-Diplom.jpg|thumb|Diplom anlässlich der Bezirks-Obstausstellung in Maulbronn 1929]] |
||
Im Jahr 1920 fanden sich Maulbronner zusammen, um sich bei der Pflege und Veredelung von Obstbäumen und -sträuchern zu helfen, sowie sich Kenntnisse im Obstbau anzueignen: man gründete einen Obstbau-Verein. Leider sind aus der Gründerzeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs keine Dokumente erhalten.<ref>Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.303 f.</ref> |
|||
Stand damals zunächst die Rolle des Obstbaus als Säule der Ernährung der Bevölkerung im Fokus, änderten sich diese Aufgaben und Ziele im Laufe der Jahrzehnte hin zu den Themen Gartenkultur fördern - Landschaft bewahren.<ref>Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V. - Leitbild</ref> |
|||
So sind Baumschnittkurse, insbesondere zur Förderung und Erhaltung von Streuobstwiesen, bis heute gut besucht. |
|||
Zwar wirkt der Verein nunmehr ein Jahrhundert, meist im Stillen, wurde aber erst 2004 ein eingetragener Verein. |
|||
===Weblinks=== |
|||
*https://de.wikipedia.org/wiki/Obst-_und_Gartenbauverein |
|||
*https://de.wikipedia.org/wiki/Landesverband_für_Obstbau,_Garten_und_Landschaft_Baden-Württemberg |
|||
*https://www.logl-bw.de/index.php/logl/leitbild |
|||
== Einzelnachweise == |
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<references/> |
|||
==diverse Sonderausstellungen== |
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{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}} |
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[[Portal_Museum_auf_dem_Schafhof|zurück]] |
|||
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]] |
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]] |
||
[[Kategorie: Maulbronn]] |
|||
[[Kategorie: Geschichte]] |
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Aktuelle Version vom 10. November 2023, 23:35 Uhr
Museum auf dem Schafhof / Obergeschoss
Der erste Stock beherbergt neben dem großen Saal, der vom GHV für Sonderausstellungen, Vortrags- und Filmveranstaltungen genutzt wird, auch eine Küche mit Einrichtungsgegenständen aus dem 19. Jahrhundert. Die Küche wird während der offiziellen Öffnungszeiten als Café benutzt.
Das Hauptthema des großen Saales ist Maulbronn. Exponate, Vitrinen und Bildtafeln zeigen Aspekte des Lebens und der Arbeit in der bürgerlichen Gemeinde. Maulbronn als früherer Oberamtssitz war durch Beamte aber auch Bauern und Handwerker geprägt. Die Steinbruchbetriebe und die Aluminiumgiessereien drückten der Stadt einen industriell-proletarischen Stempel auf. Der Schafhof, Heimat des Museums, ist in einem Modell zu sehen.
Historische Küche
Die Küche als sozialer Treffpunkt mit einer offenen Feuerstelle, Gerätschaften und Mobiliar des 18. und 19. Jahrhunderts entführt in die Gemütlichkeit des Biedermeier.
Der gemauerte Herd mit offener Feuerstelle wurde bis ins ausgehende 19. Jahrhundert von der bäuerlichen und ärmeren Bevölkerung genutzt. (Wikipedia zum Thema „Rauchküche”) Der Nachbau von Dieter Ziegelbauer und Mattes Sieber orientiert sich an Vorbildern um 1830.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen verschiedene Kombinationen aus Heizofen und Kochherd auf den Markt, teilweise mit seitlich eingebauten Backröhren.(Wikipedia zum Thema „Herd”) Diese waren bis ins beginnende 20. Jahrhundert gebräuchlich. Der ausgestellte Herd der Marke "Ebeha" (Erste Bruchsaler Herdfabrik) stammt aus dem Haus von Robs Mayer in der Frankfurter Straße.[1]
Unsere Theatergruppe hat 2020 eine Szene in der Küche aufgenommen bei der sogar ein Marmorkuchen im holzbefeuerten Ofen gebacken wurde.
Mit folgendem Link gelangen Sie auf VIMEO um sich das Video anzusehen. Verwenden Sie anschließend den "zurück"-Button um wieder hier her zu gelangen.
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Küche
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Feuerstelle und Herd
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Herd Ebeha
Spielzeug



Im Museum auf dem Schafhof ist auch ein Blick in längst vergangene Kinderzimmer möglich.
Über die Stockwerke verteilt sind immer wieder Puppenstuben zu bestaunen, im Obergeschoß können auch einige andere Spielzeuge aus Maulbronner Kinderzimmern bewundert werden.
BLITZ-TYP 216 RAKETEN-AUTO-RENNEN, Harzer Spielzeugschachtel / Wernigerode (DDR), 1959; mechanisches Autorennen mit Holzautos die mit Hilfe einer speziellen Gummizug-Startvorrichtung Raketenartig Richtung Ziel katapultiert werden; mit 3 Renn-Autos, 2 Start-Katapulte[2]
Eisenbahn von Hans Ludwig vormals Landwirt Stuttgarterstraße 36 (heute Reisebüro Graf) - Leihgabe der Familie
Die Blecheisenbahn der Spur 0 besteht aus einer Lok mit Schlepptender, einem Personenwagen, zwei beladenen Plattenwagen und zwei Rungenwagen beladen mit Langholz. Die Dampflokomotive mit der Kennzeichnung 302417 [3] wurde von der Firma Distler[4] hergestellt.
Die Plattenwagen können keinem Hersteller zugeordnet werden. Personenwagen und die beiden Rungenwagen stammen von Märklin aus der sogenannten 3.Generation (1930- ca.1940)[5]
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Märklin Personenwagen ähnlich 17190
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Plattwagen mit Wybert-Büchse
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Märklin Rungenwagen 18520
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Märklin Rungenwagen 17720
Steinbruch
Giesserei
Wilhelm Schenk erwarb einst ein Patent zur "Herstellung nahtloser Aluminiumgeschirre im Wege des Gussverfahrens" und gründete 1913 eine Gießerei in Maulbronn. 1914 brannte die Fabrik völlig nieder, konnte aber im folgenden Jahr wieder neu aufgebaut werden.
1921 übernahm Sohn Willy Schenk als junger Ingenieur die Aluminium-Gießerei.
Brauerei
Als während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) die Klosterbrauerei in Konkurs geriet, beteiligte sich Wilhelm Schenk an einem Nachfolgebetrieb, dem 1923 die Aktiengesellschaft "Firma Klosterkellerei Maulbronn" mit einem Grundkapital von 35 Millionen Mark während der Inflationszeit folgte. Das Unternehmen produzierte und vertrieb Malz, Bier und sonstige Erzeugnisse der Nahrungs- sowie Futtermittelindustrie und handelte mit Wein. Nebenbei betrieb er eine aus der Brauerei stammende Branntweinbrennerei.
Druckerei
Robert Friedrich Mayer übernahm die von seinem Schwager geleitete elterliche Druckerei in Maulbronn und gab die Zeitung "Maulbronner Bürgerfreund", später "Maulbronner Tagblatt", für den Oberamtsbezirk Maulbronn heraus. Die Zeitung wurde als offizielles Amtsblatt vom nationalsozialistischen "Braunen Sender" ab 1. September 1933 offizielles Bezirksamtsblatt. Im Gemeinderatsprotokoll der Stadt Maulbronn vom 19. September 1933 heißt es: "Der Vorsitzende (Bürgermeister August Kienzle) bemerkte hiezu, dass ihm diese Veröffentlichung die peinlichste gewesen sei, die er in den 17 Jahren seiner hies. Ortsvorstehertätigkeiot bekanntgeben musste; er erblicke in dieser Massnahme selbst einen Prestigeverlust für die Oberamtsstadt, die ganz unbeteiligt ist und nicht einmal gehört wurde."
In den Rechnungsunterlagen der Stadt Maulbronn ist das "Maulbronner Tagblatt" bis ins Jahr 1941 nachgewiesen.
Außer der Zeitung gab Robert Mayer verschiedene lokalgeschichtliche Bücher, Klosterführer und den Titel "Bruder Ulricus" von Max Dürr, illustriert von Marianne Schneegans, heraus.
Nur durch gelegentliche Druckaufträge und den Laden der Frau konnte nach dem Zweiten Weltkrieg der Lebensunterhalt gesichert werden.
Modell-Schafhof
Das Modell zum Schafhof wurde im Maßstab 1:87 angefertigt. Es wurde von Siegfried Strobel (Maulbronn) angefertigt und im September 2010 dem Museum übergeben.
Robs Mayer
(eigentlich Robert Manfred Friedrich Mayer )
Robs Mayer, Selbstbildnis, 1943
Pianoforte
Möbel
Der Schrank neben dem Eingang zur Küche wurde in Maulbronn geschreinert.
Spange datiert auf 1775 Johann Gottfried Sauter (Sohn des Closterschreiners Johann Georg Sauter).
Er stand ursprünglich im Gasthaus Löwen in Schmie.
Schubladen Schrank
Ein aus dem Bekleidungsgeschäft Druskus-Beuchle stammender Schubladen Schrank, der umgearbeitet wurde, bietet Einblicke in verschiedene Themen wie Handwerk, Gemeinde, Oberamt, Vereine oder Grenzsteinzeugen. Ilse und Rolf Kern, Peter Krüger und Martin Ehlers konnten dank der Unterstützung einiger Leihgeber die Schubladen bestücken.
Turnverein
Stadtkapelle

Im Jahre 1924 richtete die Stadtkapelle Maulbronn, gegründet 1894, das 4.Bezirksmusikfest für den Bezirk mittlere Enz aus. Das Fest dauerte vom 31.Mai bis 2.Juni und fiel mit den Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Kapelle zusammen. Einen Preis beim „Wettspiel“ durfte jedoch der noch nicht einmal ein Jahr zuvor gegründete Musikverein Maulbronn mit nach Hause nehmen. Die Musiker des Vereins hatten schon vor der Vereinsgründung durch einen 3. Preis beim Musikfest in Gemmrigheim auf sich aufmerksam gemacht.
Der Musikverein war eine Gründung der jüngeren Generation die eher der Arbeiterschicht angehörte.
Ein weiteres Jahr später fusionierten die beiden Vereine, die Stadtkapelle ging im Musikverein Maulbronn auf.
Ab 1933 geriet der Verein seitens der Nationalsozialisten unter Druck: die in der Sozialdemokratie verwurzelte Kapelle, weigerte sich die Fackelumzüge der örtlichen NSDAP zu begleiten. Aktive Musiker sollten ausgeschlossen werden, das Repertoire wurde kontrolliert. Im Jahre 1938 wurde der Verein dann schließlich aufgelöst.
Zehn Jahre später, 1948, konnte der Musikverein wieder gegründet werden.
Im Jahr 2004, sechzig Jahre nach dem denkwürdigen Bezirksmusikfest, wurde dann der Musikverein in Stadtkapelle Maulbronn umbenannt[6].
Weblinks
- Vereinsgeschichte: http://www.stadtkapelle-maulbronn.de/?q=node/29
Obstbauverein

Im Jahr 1920 fanden sich Maulbronner zusammen, um sich bei der Pflege und Veredelung von Obstbäumen und -sträuchern zu helfen, sowie sich Kenntnisse im Obstbau anzueignen: man gründete einen Obstbau-Verein. Leider sind aus der Gründerzeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs keine Dokumente erhalten.[7]
Stand damals zunächst die Rolle des Obstbaus als Säule der Ernährung der Bevölkerung im Fokus, änderten sich diese Aufgaben und Ziele im Laufe der Jahrzehnte hin zu den Themen Gartenkultur fördern - Landschaft bewahren.[8] So sind Baumschnittkurse, insbesondere zur Förderung und Erhaltung von Streuobstwiesen, bis heute gut besucht.
Zwar wirkt der Verein nunmehr ein Jahrhundert, meist im Stillen, wurde aber erst 2004 ein eingetragener Verein.
Weblinks
- https://de.wikipedia.org/wiki/Obst-_und_Gartenbauverein
- https://de.wikipedia.org/wiki/Landesverband_für_Obstbau,_Garten_und_Landschaft_Baden-Württemberg
- https://www.logl-bw.de/index.php/logl/leitbild
Einzelnachweise
- ↑ nach Dieter Ziegelbauer - Januar 2019
- ↑ gefunden: https://vintique-toys.de/BLITZ-TYP-216-RAKETEN-AUTO-RENNEN-Harzer-Spielzeugschachtel-Wernigerode-DDR-1959 (Februar 2021; gesichert in Internet Archive
- ↑ Von 1930 bis ca.1950 wurde diese Lok in immer wieder abweichenden Details hergestellt. Wurde die Lokomotive zu Beginn mit einem Uhrwerk angtrieben, bekam die Lok 1950 einen 4,5 Volt Batterie-Motor
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Distler
- ↑ http://www.alte-spur-0.de/maerklin/navigation/uebersicht
- ↑ Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.305
- ↑ Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.303 f.
- ↑ Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V. - Leitbild

