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Reuchlin-Gymnasium Pforzheim: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Reuchlingymnasium.jpg|thumb|Reuchlin-Gymnasium in der Schwarzwaldstraße, Ansicht von Osten von der [[Vogesenallee]]]] |
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Das '''Reuchlin-Gymnasium''' ist ein humanistisches [[Ist::Kategorie:Gymnasium|Gymnasium]] an der [[Schwarzwaldstraße]] 84 in [[Pforzheim]]. |
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[[Datei:Reuchlingymnasium.jpg|thumb|Von Osten, von der [[Vogesenallee]]]] |
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Das Reuchlin-Gymnasium ist ein allgemeinbildendes humanistisches Gymnasium der Stadt Pforzheim mit einer sprachlichen und einer naturwissenschaftlichen Ausrichtung. Es wurde nach dem Humanisten Johannes Reuchlin (1455–1522) benannt und ging aus der [[Pforzheimer Lateinschule]] hervor. |
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In der Jahrhundert alten Geschichte der Schule hatte sie bereits mehre verschiedene Standorte. |
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Ihr 40-jähriges bestehen am Alten Wasserturm, feierte die Schule am 19. Juli 2008 auf dem Schulfest "40 Jahre Reuchlin auf der Höhe". |
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Neben einem sprachlichen und einem naturwissenschaftlichen Zug, bietet die Schule seit 2006 auch einen Hochbegabtenzug an. |
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Schulleiter ist Jochen Kleppel, Stellvertreterin Claudia Schnabel. |
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== Geschichte == |
== Geschichte == |
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[[Datei:Gymnasium Pforzheim - Reuchlin-Gymnasium, eingeweiht am 9. 2. 1905, Entwurf Bezirksbauinspektor Heinrich Henz.png|thumb|Vorkriegsbau des Gymnasiums an der Simmlerstraße, erbaut 1905]] |
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Die Schule ging aus der [[Pforzheimer Lateinschule]] hervor und ist nach [[Johannes Reuchlin]] benannt. In der Jahrhundert alten Geschichte der Schule hatte sie bereits mehrere verschiedene Standorte. Ein 1905 errichteter [[Altes Reuchlin-Gymnasium|Vorkriegsbau]] befand sich an der [[Simmlerstraße]]. |
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Der heutige Bau am alten Wasserturm wurde am 25. Oktober 1968 eingeweiht. 1970 wurde der Neubau vergrößert und im Jahre 1999 wurde das sog. Griechische Theater am Schulgebäude errichtet. Am 19. Juli 2008 feierte die Schule ihr 40-jähriges Jubiläum und Bestehen am Alten Wasserturm auf dem Schulfest "40 Jahre Reuchlin auf der Höhe". |
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Die Geschichte des Reuchlin-Gymnasiums reicht über 500 Jahre zurück. 1447 wird erstmals eine Pforzheimer Lateinschule als Vorgängerschule erwähnt, deren Gründung im Dunkeln liegt. Wahrscheinlich verdankt sie ihr Entstehen der Errichtung des Kollegiatstiftes an der Schlosskirche St. Michael. Mitglieder des Stiftes sind aller Wahrscheinlichkeit die Lehrer gewesen, als der 5-jährige Johannes Reuchlin in die Schule eintrat. Zehn Jahre wurde Reuchlin hier unterrichtet. |
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In den beiden letzten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts erlangte die Pforzheimer Lateinschule größere Bedeutung. Sie wuchs über die Lateinschule in Baden-Baden und die in Ettlingen hinaus. Die Lateinschule in Pforzheim hatte tüchtige Lehrer, und bedeutende Männer rühmen sich, in dieser Schule in Pforzheim ihr erstes Wissen empfangen zu haben. Unter Rektor Georg Simmler wurde die Schule um 1500 von der Stiftsherrenschule zur städtischen Schule. |
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Ein halbes Jahrhundert dauerte die Blütezeit der Schule. Mit dem Tode Reuchlins sank jedoch allmählich die Bedeutung der Pforzheimer Lateinschule. |
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1692 wurde das Dominikanerkloster, in dem die Lateinschule untergebracht war, durch einen großen Stadtbrand völlig vernichtet. Die Lateinschule als „Collegium Reuchlinianum“ im Sakristeianbau der Schlosskirche wurde erst 1718 weitergeführt. |
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Dem raschen Wachstum der Stadt am Ende des 19. Jahrhunderts entsprach man durch die Errichtung neuer Schulgebäude. In dieser Zeit wurde das Gymnasium als Nachfolgerin der Lateinschule an der Brücke in der Goethestraße erbaut, das 1905 bezogen wurde. Es war ein stattlicher Renaissancebau. Höhepunkt war die Mitteilung, dass die neue Schule den Namen „Reuchlin-Gymnasium“ tragen werde. |
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Die Uferstraße an der Enz beim Reuchlin-Gymnasium erhielt den Namen Simmlerstraße zur Erinnerung an den ersten bekannten Rektor der Lateinschule. Elf Jahre später bezog die Oberrealschule, das heutige Hebel-Gymnasium, in unmittelbarer Nachbarschaft des Reuchlin-Gymnasiums ihr neues Haus. |
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Die Zerstörung der Stadt am 23. Februar 1945 traf das Reuchlin-Gymnasium in der Bausubstanz so stark, dass es nicht mehr aufgebaut wurde. Dagegen wurde die Oberrealschule (Hebel-Gymnasium) wieder aufgebaut, die das Reuchlin-Gymnasium und das Mädchen-Realgymnasium in ihre Räume aufnahm. Zwanzig Jahre lang (1948-1968) war das Reuchlin-Gymnasium Gast beim Hebel-Gymnasium. |
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1955 erhielt das Reuchlin-Gymnasium aus Anlass des 500. Geburtstages des Humanisten Johannes Reuchlin seine organisatorische Selbständigkeit wieder. |
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In das eigene Haus am alten Wasserturm konnte das Reuchlin-Gymnasium aber erst am 25. Oktober 1968 einziehen. Fernab vom lauten Verkehr der Stadt, aber doch stadtnah und mit der Stadtbuslinie 7 und direkten Schulbusverbindungen mit dem Hauptbahnhof, allen Stadtteilen leicht erreichbar, liegt das Reuchlin-Gymnasium. Inmitten von Grünanlagen und Pausenhöfen erheben sich die vier Gebäude des Gymnasiums, der Klassenzimmertrakt mit dem Atrium als Stätte der Begegnung, der Kommunikation und des Feierns, der Musikpavillon, der naturwissenschaftliche Bau mit der Sporthalle, seit 1970 der Erweiterungsbau und seit 1999 das „Griechische Theater“. Zur Zeit besuchen ca. 900 Schüler das Reuchlin-Gymnasium. |
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Neben einem sprachlichen und einem naturwissenschaftlichen Zug, bietet die Schule seit 2006 auch einen Hochbegabtenzug an. Schulleiter ist Jochen Kleppel, Stellvertreterin Claudia Schnabel. Jährlich findet ein Schulfest und das Konzert [[Adventsrock]] statt. |
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== Bildungsmöglichkeiten == |
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== Technische Daten == |
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Das Reuchlin-Gymnasium bietet nach Schuleintritt einen alt- und einen neusprachlichen Zug sowie einen bilingualen. Besonders bekannt ist die Schule auch für ihren Hochbegabtenzug. |
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[[Bild:Reuchlin-Gymnasium-061107.jpg|thumb|Reuchlin-Gymnasium von Süden]] |
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Im altsprachlichen Zug wird ab der 5. Klasse Latein vierstündig pro Woche unterrichtet. |
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[[File:Reuchlin-Gymnasium Pforzheim.jpg|thumb|Reuchlin-Gymnasium]] |
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Im neusprachlichen ist Französisch die zweite Fremdsprache und wird ab Klasse 6 unterrichtet. |
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*Konstruktion: Stahlbeton mit tragenden Zwischenwänden aus Sichtbeton. Hallendecken aus Stahlbeton. |
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Der bilinguale Zug hat verstärkten Englischunterricht (sechs Wochenstunden statt vier in Klasse 5 und vier statt drei in Klasse 6) und auch ab Klasse 6 Französisch. |
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*Außenwände: Ortbeton mit einer vorgehängten, hinterlüfteten Plattenverkleidung aus Sichtbeton. |
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In Klasse 8 hat jeder Schüler die Wahl zwischen Griechisch und Naturwissenschaft und Technik. Die Schüler aller Klassen, die in der 6. Klasse noch nicht Französisch hatten, können es auch jetzt noch wählen. |
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*Decken: Betonrippendecken mit abgehängter Akustikdecke aus Gipskassettenplatten. |
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Der Hochbegabtenzug, den die Schule seit 2006 hat, hat ab der 5. Klasse Latein und wird von extra ausgebildeten Lehrern unterrichtet. Um in den Hochbegabtenzug aufgenommen zu werden, muss ein Test und der Probeunterricht bestanden werden. |
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*Dach: Zweischaliges ''Kaltdach''. Dachbelag fünf Lagen Glasgittergewebebahnen mit sechs Zentimeter Kiesschüttung. |
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Außerdem kann jeder Schüler das Zertifikat „Europäisches Gymnasium“ erwerben, wenn er in Klasse 10 Spanisch als 4. Fremdsprache dazuwählt und somit zwei alte (Latein und Griechisch) und zwei moderne Sprachen (Englisch und Spanisch) erlernt hat. Der Englisch-Unterricht wird bei der Wahl des Faches Spanisch auf zwei Wochenstunden verkürzt. |
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*Fußboden: Klassen: Linoleum auf schwimmendem Estrich. Sonderklassen: PVC auf schwimmendem Estrich. Flure und Treppen aus Kunststein. |
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*Fenster: Holz mit Isolierglas. |
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*Sonnenschutz: Außenliegende seitlich gefährte Raffstores aus Alu. |
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*Türen: Stahltürzargen mit Holztürb1ättern kunststoffverkleidet. |
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*Verdunkelung: Normalklassen: Vorhänge. Sonderklassen: Totalverdunkelungsanlagen in Verbindung mit einer mechanischen Be- und Entlüftungsanlage. |
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*Heizung: Zentrale ölbefeuerte Warmwasserpumpenheizung mit Radiatoren. |
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*Schwachstrom: Sämtliche Unterrichts- und Lehrerräume haben eine Schulfunkanlage mit Gegensprecheinrichtung. Alle Lehrräume haben Antennenanschlüsse für Funk und Fernsehen. |
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*Nutzfläche und Verkehrsfläche (einschließlich zweiter Bauabschnitt): 10 000 Quadratmeter. |
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*Umbauter Raum (einschließ1ich zweiter Bauabschnitt): 46 000 Kubikmeter. |
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*Bauzeit: Zweieinhalb Jahre. - Kurz vor seiner Fertigstellung wurde das Reuchlin-Gymnasium am 10. Juli 1968 vom [[Tornado über Pforzheim]] stark in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem konnte die Schule dank dem restlosen Einsatz aller Beteiligten mit einer Verzögerung von nur vier Wochen in Betrieb genommen werden. |
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== Denkmalwand == |
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Auf dem Vorplatz des Reuchlin-Gymnasiums befindet sich eine frei stehende halb hohe Betonwand, die 1968 zusammen mit dem Neubau als „Denkmalwand“ errichtet wurde. Die Denkmalwand soll an den [[Altes Reuchlin-Gymnasium|Vorkriegsbau]] erinnern, der am 9. Februar 1905 eingeweiht wurde. Auf beiden Seiten wurden insgesamt vier Trümmerteile als Spolien vom früheren Hauptportal der 1951 abgebrochenen Ruine des Vorkriegsbaus eingefügt. An der Nordseite zwei Teile des Schriftfelds ''Reuchlingymnasium'' sowie Fragmente des Portalbogens mit Säulenteil und Bildnismedaillon Johannes Reuchlins. Auf der Südseite wurde ein beschädigtes Schriftfeld mit der Inschrift ''„erbaut unter Großherzog Friedrich 1902-1904.“'' eingefügt.<ref name="Knoll">''Schwarzwaldstraße 84, Trümmerteile vom Portal des alten Reuchlin-Gymnasiums''. In: Christoph Timm: ''Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet''. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 405.</ref> |
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[[Adventsrock]]: Jährlich findet im Atrium des Reuchlin-Gymnasiums immer am ersten Dezemberfreitag der Adventsrock statt. Dieser wird von den Veranstaltungsreferenten der SMV geplant und organisiert. Die Veranstaltung fand 2008 zum 26. Mal statt und hatte rund 1000 Besucher. |
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Datei:Archivolte vom Portal des alten Reuchlin-Gymnasiums an der Simmlerstraße, historische Zeichnung, 1905.jpg |
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Datei:Reuchlin-Gymnasium, Schwarzwaldstraße 84, Denkmalwand mit den Trümmerteilen vom Portal des alten Reuchlin-Gymnasiums an der Simmlerstraße, Entwurf Adolf Sautter.jpg |
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== Bekannte Schüler des Reuchlin-Gymnasiums == |
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* [[Heinrich Wieland]] (1877–1957), Chemiker |
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* [[Hans Völter]] (1890–1944), Gewerkschafter, SPD-Politiker und Reichstagabgeordneter |
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* [[Richard Ziegler]] (1891–1992), Maler und Graphiker |
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* [[Wilhelm Haulick]] (1894–1977), Fabrikant |
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* [[Erich Rex]] (1896–1972), Rektor und Stadtrat |
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* [[Theodor Neunecker]] (1900–1960), Wirtschaftsprüfer und Stadtrat |
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* [[Emil Gindele]] (1901–1990), Pfarrer |
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* [[Paul Weber]] (1901–1967), Kaufmann, Journalist, Korrespondent und Unternehmer |
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* [[Gerd Wipfler]] (1902–1981), Diplomingenieur und Fotograf |
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* [[Kurt Fuchs]] (1905–1960),Kunstmaler |
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* [[Laura Perls]] (1905–1990), Psychoanalytikerin |
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* [[Herbert Witzenmann]] (1905–1988), Fabrikant, Anthroposoph und Philosoph |
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* [[Karl Frank]] (1919–2006), Rechtsanwalt und Stadtrat |
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* [[Wolfgang Preisendanz]] (1920–2007), Germanist, Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer |
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* [[Inge Pfisterer-Jögel]] (1924–2010), Oratoriensängerin |
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* [[Hermann Leicht]] (1928–2013), Rektor und Stadtrat |
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* [[Frithjof Rodi]] (* 1930), Schriftsteller und Professor für Philosophie |
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* [[Heinrich Leiser]] (* 1931), Rektor und Organist |
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* [[Renate Schostack]] (1938–2016), Journalistin und Schriftstellerin |
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* [[Hans-Joachim Bruch]] (* 1952), Entwicklungsingenieur, Stadtrat |
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* [[Marianne Engeser]] (* 1957) Apothekerin und Stadträtin |
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* [[Uwe Hübner]] (* 1961), Fernseh- und Radiomoderator |
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* [[Jens Adam]] (* 1969), Pfarrer |
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* [[Mirko Gutjahr]] (* 1974), Historiker und Archäologe |
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* [[Tobias Krammerbauer]] (* 1982), Jurist, Journalist und Stadtrat |
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== Adresse == |
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Musikabend: Regelmäßig findet am Reuchlin-Gymnasium ein Musikabend mit zumeist klassischen Darbietungen von Schülern statt. Auch das Streicherprojekt und die Streicher-AG bieten jeweils einige Stücke dar. |
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==Arbeitsgemeinschaften== |
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Das Reuchlin-Gymnasium Pforzheim bietet eine breite Palette an Arbeitsgemeinschaften. Die Themenbereiche reichen von Sport und Film[7] über Musik und Theater sowie das Erlernen von Fremdsprachen bis hin zu Informatik und Erste Hilfe. |
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Filmteam |
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Das Filmteam (Eigenbezeichnung Reuchlin Films) ist eine informelle Arbeitsgemeinschaft an der Schule, im Moment etwa fünf aktive Schüler und ein Lehrer, die mit Nachrichtensendungen immer vor Beginn der Ferien nach eigenen Recherchen die Schulgemeinde über Veranstaltungen und Ähnliches informiert. Das Team dokumentiert filmisch außerdem die Entstehung des Masterplans für die Stadt Pforzheim und begleitete den Umweltaktionstag. |
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==Adresse== |
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:Reuchlin-Gymnasium |
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:[[Schwarzwaldstraße]] 84 |
:[[Schwarzwaldstraße]] 84 |
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:{{Telefax|0 72 31|39 - 16 77}} |
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:{{E-Mail|reuchlin|Stadt-Pforzheim.de}} |
:{{E-Mail|reuchlin|Stadt-Pforzheim.de}} |
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== Einzelnachweise == |
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== Weblinks == |
== Weblinks == |
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*{{Homepage|www.reuchlin-gymnasium.de}} |
*{{Homepage|www.reuchlin-gymnasium.de}} |
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[[Kategorie:Schule (Pforzheim)]] |
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[[Kategorie:Schule]] |
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[[Kategorie:Gymnasium]] |
[[Kategorie:Gymnasium]] |
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[[Kategorie:Pforzheim]] |
[[Kategorie:Gebäude (Pforzheim)]] |
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[[Kategorie:Schulgebäude]] |
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[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]] |
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Aktuelle Version vom 10. April 2022, 09:59 Uhr

Das Reuchlin-Gymnasium ist ein humanistisches Gymnasium an der Schwarzwaldstraße 84 in Pforzheim.
Geschichte

Die Schule ging aus der Pforzheimer Lateinschule hervor und ist nach Johannes Reuchlin benannt. In der Jahrhundert alten Geschichte der Schule hatte sie bereits mehrere verschiedene Standorte. Ein 1905 errichteter Vorkriegsbau befand sich an der Simmlerstraße.
Der heutige Bau am alten Wasserturm wurde am 25. Oktober 1968 eingeweiht. 1970 wurde der Neubau vergrößert und im Jahre 1999 wurde das sog. Griechische Theater am Schulgebäude errichtet. Am 19. Juli 2008 feierte die Schule ihr 40-jähriges Jubiläum und Bestehen am Alten Wasserturm auf dem Schulfest "40 Jahre Reuchlin auf der Höhe".
Neben einem sprachlichen und einem naturwissenschaftlichen Zug, bietet die Schule seit 2006 auch einen Hochbegabtenzug an. Schulleiter ist Jochen Kleppel, Stellvertreterin Claudia Schnabel. Jährlich findet ein Schulfest und das Konzert Adventsrock statt.
Technische Daten


- Konstruktion: Stahlbeton mit tragenden Zwischenwänden aus Sichtbeton. Hallendecken aus Stahlbeton.
- Außenwände: Ortbeton mit einer vorgehängten, hinterlüfteten Plattenverkleidung aus Sichtbeton.
- Decken: Betonrippendecken mit abgehängter Akustikdecke aus Gipskassettenplatten.
- Dach: Zweischaliges Kaltdach. Dachbelag fünf Lagen Glasgittergewebebahnen mit sechs Zentimeter Kiesschüttung.
- Fußboden: Klassen: Linoleum auf schwimmendem Estrich. Sonderklassen: PVC auf schwimmendem Estrich. Flure und Treppen aus Kunststein.
- Fenster: Holz mit Isolierglas.
- Sonnenschutz: Außenliegende seitlich gefährte Raffstores aus Alu.
- Türen: Stahltürzargen mit Holztürb1ättern kunststoffverkleidet.
- Verdunkelung: Normalklassen: Vorhänge. Sonderklassen: Totalverdunkelungsanlagen in Verbindung mit einer mechanischen Be- und Entlüftungsanlage.
- Heizung: Zentrale ölbefeuerte Warmwasserpumpenheizung mit Radiatoren.
- Schwachstrom: Sämtliche Unterrichts- und Lehrerräume haben eine Schulfunkanlage mit Gegensprecheinrichtung. Alle Lehrräume haben Antennenanschlüsse für Funk und Fernsehen.
- Nutzfläche und Verkehrsfläche (einschließlich zweiter Bauabschnitt): 10 000 Quadratmeter.
- Umbauter Raum (einschließ1ich zweiter Bauabschnitt): 46 000 Kubikmeter.
- Bauzeit: Zweieinhalb Jahre. - Kurz vor seiner Fertigstellung wurde das Reuchlin-Gymnasium am 10. Juli 1968 vom Tornado über Pforzheim stark in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem konnte die Schule dank dem restlosen Einsatz aller Beteiligten mit einer Verzögerung von nur vier Wochen in Betrieb genommen werden.
Denkmalwand
Auf dem Vorplatz des Reuchlin-Gymnasiums befindet sich eine frei stehende halb hohe Betonwand, die 1968 zusammen mit dem Neubau als „Denkmalwand“ errichtet wurde. Die Denkmalwand soll an den Vorkriegsbau erinnern, der am 9. Februar 1905 eingeweiht wurde. Auf beiden Seiten wurden insgesamt vier Trümmerteile als Spolien vom früheren Hauptportal der 1951 abgebrochenen Ruine des Vorkriegsbaus eingefügt. An der Nordseite zwei Teile des Schriftfelds Reuchlingymnasium sowie Fragmente des Portalbogens mit Säulenteil und Bildnismedaillon Johannes Reuchlins. Auf der Südseite wurde ein beschädigtes Schriftfeld mit der Inschrift „erbaut unter Großherzog Friedrich 1902-1904.“ eingefügt.[1]
Bekannte Schüler des Reuchlin-Gymnasiums
- Heinrich Wieland (1877–1957), Chemiker
- Hans Völter (1890–1944), Gewerkschafter, SPD-Politiker und Reichstagabgeordneter
- Richard Ziegler (1891–1992), Maler und Graphiker
- Wilhelm Haulick (1894–1977), Fabrikant
- Erich Rex (1896–1972), Rektor und Stadtrat
- Theodor Neunecker (1900–1960), Wirtschaftsprüfer und Stadtrat
- Emil Gindele (1901–1990), Pfarrer
- Paul Weber (1901–1967), Kaufmann, Journalist, Korrespondent und Unternehmer
- Gerd Wipfler (1902–1981), Diplomingenieur und Fotograf
- Kurt Fuchs (1905–1960),Kunstmaler
- Laura Perls (1905–1990), Psychoanalytikerin
- Herbert Witzenmann (1905–1988), Fabrikant, Anthroposoph und Philosoph
- Karl Frank (1919–2006), Rechtsanwalt und Stadtrat
- Wolfgang Preisendanz (1920–2007), Germanist, Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer
- Inge Pfisterer-Jögel (1924–2010), Oratoriensängerin
- Hermann Leicht (1928–2013), Rektor und Stadtrat
- Frithjof Rodi (* 1930), Schriftsteller und Professor für Philosophie
- Heinrich Leiser (* 1931), Rektor und Organist
- Renate Schostack (1938–2016), Journalistin und Schriftstellerin
- Hans-Joachim Bruch (* 1952), Entwicklungsingenieur, Stadtrat
- Marianne Engeser (* 1957) Apothekerin und Stadträtin
- Uwe Hübner (* 1961), Fernseh- und Radiomoderator
- Jens Adam (* 1969), Pfarrer
- Mirko Gutjahr (* 1974), Historiker und Archäologe
- Tobias Krammerbauer (* 1982), Jurist, Journalist und Stadtrat
Adresse
- Reuchlin-Gymnasium
- Schwarzwaldstraße 84
- 75173 Pforzheim
- Telefon: (0 72 31) 39 - 25 57
- Telefax: (0 72 31) 39 - 16 77
- E-Mail:
reuchlin
Stadt-Pforzheim.de
Einzelnachweise
- ↑ Schwarzwaldstraße 84, Trümmerteile vom Portal des alten Reuchlin-Gymnasiums. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 405.
