Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
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Heimatschutzstil: Unterschied zwischen den Versionen
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| ⚫ | '''Heimatschutzstil''' auch Heimatschutzarchitektur ist ein Architekturstil der architektonischen Moderne, der 1904 erstmals beschrieben und bis bis etwa 1960 gepflegt wurde. Ziel des Heimatschutzstils war die Weiterentwicklung des Jugendstils mit traditionellen, regionaltypischen Bauformen. Äußerlich kennzeichnend ist die Verwendung ortsüblicher Baumaterialien. |
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| ⚫ | Nach einem Brand 1933 wurde der Ort [[Öschelbronn]] im Heimatschutzstil mit fränkisch-allemanischem Fachwerk, mit Fachwerkerkern, mit [[barock]]isierenden Segmentbogenabschluss in den Fenstern im Erdgeschoss und giebelständigen Häusern wiederaufgebaut. Alle Fensteröffnungen wurden mit historischen Sprossenfenstern und Fensterläden ausgestattet. Und so kann man sich in der Gartenstraße, in der Unteren Bachstraße und in der Brühlstraße bis heute an schönsten Fachwerkfassaden im Stil der Heimatschutzarchitektur erfreuen. |
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| ⚫ | '''Heimatschutzstil''' auch Heimatschutzarchitektur ist ein Architekturstil der architektonischen Moderne, der 1904 erstmals beschrieben |
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[[Heinrich Deichsel|Deichsel]] vertrat bei dem [[Haus Julius Müller-Salem]] u. bei dem [[Haus Peter Paul Pfeiffer (Landhaus Marianne)]] sowie bei dem [[Haus Karl Pfeil]] auch die ''„ regionalistischen Strömung des Landhaus- oder Heimatstils“''.<ref name="Timm_90">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 90.</ref> Kennzeichen dieses Stils waren Fassaden mit Verkleidungen in Naturstein oder Schindeln. |
[[Heinrich Deichsel|Deichsel]] vertrat bei dem [[Haus Julius Müller-Salem]] u. bei dem [[Haus Peter Paul Pfeiffer (Landhaus Marianne)]] sowie bei dem [[Haus Karl Pfeil]] auch die ''„ regionalistischen Strömung des Landhaus- oder Heimatstils“''.<ref name="Timm_90">'''Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 90.</ref> Kennzeichen dieses Stils waren Fassaden mit Verkleidungen in Naturstein oder Schindeln. |
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=== Alfred Roepert + Max Müller (Stuttgarter Bauschule Theodor Fischer) === |
=== Alfred Roepert + Max Müller (Stuttgarter Bauschule Theodor Fischer) === |
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Die [[Wohnanlage Arlingerstraße 68-70 a in Pforzheim]] ist eine Gebäudegruppe die in den Jahren 1927 nach Entwürfen des städtischen Hochbauamtes (Stadtbaumeister Alfred Roepert, Entwurfsabteilung Max Müller) erbaut wurde. Die ''„Architektursprache kombiniert in schöpferischer Weise zeittypische Stilmerkmale verschiedener Strömungen ([[Farbiges Bauen]], [[Expressionismus]], [[Heimatschutzstil|Heimatstil]]).“''<ref name="Timm_73(2.Bd)">''' Arlingerstraße 68-70 a '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 72-73, hier S. 73.</ref> |
Die [[Wohnanlage Arlingerstraße 68-70 a in Pforzheim]] ist eine Gebäudegruppe die in den Jahren 1927 nach Entwürfen des städtischen Hochbauamtes (Stadtbaumeister Alfred Roepert, Entwurfsabteilung Max Müller) erbaut wurde. Die ''„Architektursprache kombiniert in schöpferischer Weise zeittypische Stilmerkmale verschiedener Strömungen ([[Farbiges Bauen]], [[Expressionismus]], [[Heimatschutzstil|Heimatstil]]).“''<ref name="Timm_73(2.Bd)">''' Arlingerstraße 68-70 a '''. In: Christoph Timm:''Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen'' Pforzheim 2006, S. 72-73, hier S. 73.</ref> |
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Im Zweiten Weltkrieg wurde Freudenstadt zerstört. [[1949]] bis [[1954]] wurde die Stadt nach den Plänen von |
Im Zweiten Weltkrieg wurde Freudenstadt zerstört. [[1949]] bis [[1954]] wurde die Stadt nach den Plänen von Ludwig Schweizer und dessen Lehrer Paul Schmitthenner wieder aufgebaut. Beide waren Vertreter der Formensprache der Stuttgarter Schule. Schweizer wurde zum Stadtbaumeister ernannt. |
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File:Freudenstadt-ObererMarkt-1.jpg|Freudenstadt, Oberer Markt |
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== Einzelnachweise == |
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'''Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatschutzarchitektur Heimatschutzarchitektur] aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.''' |
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[[Kategorie:Baustil]] |
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Aktuelle Version vom 29. Mai 2020, 15:26 Uhr


Heimatschutzstil auch Heimatschutzarchitektur ist ein Architekturstil der architektonischen Moderne, der 1904 erstmals beschrieben und bis bis etwa 1960 gepflegt wurde. Ziel des Heimatschutzstils war die Weiterentwicklung des Jugendstils mit traditionellen, regionaltypischen Bauformen. Äußerlich kennzeichnend ist die Verwendung ortsüblicher Baumaterialien.
Öschelbronn
Nach einem Brand 1933 wurde der Ort Öschelbronn im Heimatschutzstil mit fränkisch-allemanischem Fachwerk, mit Fachwerkerkern, mit barockisierenden Segmentbogenabschluss in den Fenstern im Erdgeschoss und giebelständigen Häusern wiederaufgebaut. Alle Fensteröffnungen wurden mit historischen Sprossenfenstern und Fensterläden ausgestattet. Und so kann man sich in der Gartenstraße, in der Unteren Bachstraße und in der Brühlstraße bis heute an schönsten Fachwerkfassaden im Stil der Heimatschutzarchitektur erfreuen.
Pforzheim
Heinrich Deichsel
Deichsel vertrat bei dem Haus Julius Müller-Salem u. bei dem Haus Peter Paul Pfeiffer (Landhaus Marianne) sowie bei dem Haus Karl Pfeil auch die „ regionalistischen Strömung des Landhaus- oder Heimatstils“.[1] Kennzeichen dieses Stils waren Fassaden mit Verkleidungen in Naturstein oder Schindeln.
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Haus Pfeifer
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Haus Müller-Salem
Alfred Roepert + Max Müller (Stuttgarter Bauschule Theodor Fischer)
Auch das städtische Hochbauamt, Stadtbaumeister Alfred Roepert, Entwurfsabteilung Max Müller, vertrat in den 1920er Jahren eher die „ländliche regionale Tradition“[2] Dieser Tradition verpflichtet sind die Reihenhäuser der Gartenstadt Arlinger (Wohnanlage Arlingerstraße 68-70 a in Pforzheim) sowie der Wohnblock in Dillweißenstein (Wohnanlage Hirsauer Straße 228-244 in Pforzheim).
Die Bauformen der Wohnanlage Hirsauer Straße 228-244 in Pforzheim sind „kennzeichnend für den sogenannten Heimatstil, einer Spielart der um 1910 aufkommenden Reformarchitektur, die den Dialog mit der regionalen Bautradition suchte.“[3] Die „künstlerische Gestaltung verbindet Formen des Heimatstils mit Anklängen des Expressionismus und bezeugt das Wirken des städtischen Hochbauamts unter zunehmenden Einfluss der Stuttgarter Bauschule Theodor Fischers.“[4]
Die Wohnanlage Arlingerstraße 68-70 a in Pforzheim ist eine Gebäudegruppe die in den Jahren 1927 nach Entwürfen des städtischen Hochbauamtes (Stadtbaumeister Alfred Roepert, Entwurfsabteilung Max Müller) erbaut wurde. Die „Architektursprache kombiniert in schöpferischer Weise zeittypische Stilmerkmale verschiedener Strömungen (Farbiges Bauen, Expressionismus, Heimatstil).“[5]
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Reihenhäuser der Gartenstadt Arlinger (Wohnanlage Arlingerstraße 68-70 a in Pforzheim)
Stuttgarter Bauschule Paul Schmidthenner + Paul Bonatz
In den späten 1930er Jahren wurden „regionalistische oder monumental-klassizistische Bauformen“[6] gepflegt, nach der Schule von Paul Schmidthenner oder Paul Bonatz.
- Wohnanlage am Pfälzer Platz, 1937-1938
- Landhäuser an den Talhängen
- Buckenbergkaserne, 1935/1936.
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Buckenbergkaserne
Freudenstadt
Im Zweiten Weltkrieg wurde Freudenstadt zerstört. 1949 bis 1954 wurde die Stadt nach den Plänen von Ludwig Schweizer und dessen Lehrer Paul Schmitthenner wieder aufgebaut. Beide waren Vertreter der Formensprache der Stuttgarter Schule. Schweizer wurde zum Stadtbaumeister ernannt.
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Freudenstadt, Oberer Markt
Einzelnachweise
- ↑ Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Jugendstil - Aufbruch zur Moderne. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 90.
- ↑ Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Expressionismus und Neues Bauen. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 93.
- ↑ Hirsauer Straße 228-244 . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 185-186, hier S. 185.
- ↑ Hirsauer Straße 228-244 . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 185-186, hier S. 186.
- ↑ Arlingerstraße 68-70 a . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 72-73, hier S. 73.
- ↑ Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Baustil im 3. Reich. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 94.