Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Benckiserbad: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Datei:Pforzheim, Benckiser-Flußbad (1921-1945), f.jpg|thumb|Benckiser-Flussbad in Pforzheim]]
Das '''Benckiserbad''' war ein öffentliches Schwimmbad in [[Pforzheim]]. Es wurde am [[Jahrestag::20. Juni]] [[Eröffnet::1921]] eröffnet.
Das '''Benckiserbad''' war ein öffentliches Schwimmbad in [[Pforzheim]]. Es wurde am [[Jahrestag::20. Juni]] [[Eröffnet::1921]] eröffnet. Mit der Eröffnung des [[Nagoldfreibad]]es gingen die Besucherzahlen zurück, mit der Zerstörung im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Bad komplett geschlossen.


== Lage und Umgebung ==
Das 130 Meter lange Schwimmbecken befand sich auf einem Gelände mit einer Gesamtfläche von circa 2.100 m² zwischen dem [[Benckiserwehr]] und der [[Benckiserstraße]]. In das Badeglände wurde auch das für die Erweiterung der [[Simmlerstraße]] vorgesehene Gelände mit einbezogen.
Das 130 Meter lange Schwimmbecken befand sich auf einem Gelände mit einer Gesamtfläche von circa 2.100 m² zwischen dem [[Benckiserwehr]] und der [[Benckiserstraße]]. In das Badegelände wurde auch das für die Erweiterung der [[Simmlerstraße]] vorgesehene Gelände mit einbezogen. Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2100 m² und befand sich in städtischem Besitz. Zwischen dem Benckiserwehr und der Benckiserstraße wurde das für die Verlängerung der Simmlerstraße vorgesehene Gelände in das Anlagegebiet des Freibades einbezogen. Das Benckiser-Flussbad befand sich wenige Meter westlich der Benckiserbrücke. Es war ein Flussbad in der aufgestauten Enz.


== Beschreibung ==
Anfangs waren nur männliche Badegäste zugelassen. Ab Oktober 1921 wurden auch weibliche Badegäste zugelassen.
Das Benckiserbad hatte eine Länge von 130 Meter und eine größte Wassertiefe von 1,88 Meter. Der Zugang zum Bad erfolgte von der Schwebelstraße aus, damit das Bad für Straßenbahnbenutzer leicht von der Haltestelle Westliche Karl-Friedrich-Straße erreicht werden konnte. Am Eingang des Benckiserbades befand sich ein Kassenhäuschen, in nördlicher Richtung entlang der Einfriedigung waren eine Einstellhalle für Fahrräder und eine Auskleidehalle für das Sonnenbad
angeordnet. Für dieses Sonnenbad war, nördlich des Werkkanals, eine Rasen- und Kiesfläche vorgesehen, begrenzt durch die
Schwebel-, Zerrenner- und Benckiserstraße und im Ausmaß von 48 auf 65 Meter. Über dem Werkkanal wurde eine Brausehalle in einfachem Holzfachwerk mit Bretterschalung erstellt. Diese Halle erhielt in der Mitte einen Turmaufbau, in den in Höhe von fünf Meter ein Holzbehälter für die Brausen eingebaut wurde. Durch eine Pumpe wurde das Wasser direkt aus dem Werkkanal entnommen und in den Hochbehälter gedrückt. Der Wasserabfluß erfolgte wieder in den
Werkkanal, so dass jede Kanalisation entfallen konnte. Die Technik der Kläranlage war zu dieser Zeit noch nicht entwickelt. Das Becken für Nichtschwimmer war ein Meter tief, ansonsten reichte die Wassertiefe bis 1,88 Meter. Den Zugang zu den Becken vermittelten fünf in die Böschung eingebaute Treppen aus
Sandstein. Die ganze Anlage wurde durch einen zwei Meter hohen Bretterzaun abgegrenzt. Innerhalb des Bades trugen Sträucher zur Verschönerung bei Das Flussbad wurde ermöglicht durch Aufstau der Enz oberhalb der Benckiserbrücke. Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2.100 m², der Badeabschnitt in der Enz hatte eine Länge von 130 m. Im Bereich des heutigen Messplatzes befand sich ein „Sonnenbad“ mit Rasen- und Kiesflächen.
(Textauszüge Pforzheimer Kurier vom 04. Juni 1955)


== Geschichte ==
Mit der Eröffnung des [[Nagoldfreibad]]es gingen die Besucherzahlen zurück, mit der Zerstörung im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Bad komplett geschlossen.
=== Baugeschichte ===


Die ersten Entwürfe für ein Flussbad im Westen der Stadt gingen auf das Jahr 1911 zurück. Diese Entwürfe konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden.
Das Benckiser-Flußbad

Wenige Meter westlich der Benckiserbrücke befand sich einst das Benckiserbad, ein Flussbad in der aufgestauten Enz. Als es am 20. Juni 1921, einem Montag, mit sportlichen Veranstaltungen
Erst als ein Absturzwehr errichtet wurde, konnte innerhalb des bestehenden Korrektionsprofils ein Schwimmbecken geschaffen werden, ohne dass aufwändige Einbauten erforderlich wurden, die sonst eventuell den Hochwasserabfluß behindert hätten.
des 1. Badischen Schwimmclubs Pforzheim eingeweiht wurde, betrug die Wassertemperatur elf Grad Celsius. Kurioserweise war das Benckiserbad zunächst nur als Männer- und Knabenbad
Als es am 20. Juni 1921, einem Montag, mit sportlichen Veranstaltungen des 1. Badischen Schwimmclubs Pforzheim eingeweiht wurde, betrug die Wassertemperatur elf Grad Celsius. Kurioserweise war das Benckiserbad zunächst nur als Männer- und Knabenbad gedacht. Als jedoch die Pforzheimer „Frauenwelt“ heftig protestierte, wurde das Bad auch dem weiblichen Geschlecht zugänglich gemacht. Die Gesamtkosten betrugen rund 215 000 Mark. Weitere 20 000 Mark mussten für das Inventar (Tische, Bänke, Stühle, Badetextilien usw.) aufgebracht werden. Sparsamkeit war deshalb oberstes Gebot. Erst vier Monate nach Errichtung des Benckiser-Bades hatten Frauen Zutritt. Das Bad wurde so umgestaltet, dass ein „Familienbad“ entstehen konnte.
gedacht. Als jedoch die Pforzheimer „Frauenwelt“ heftig protestierte, wurde das Bad auch dem weiblichen Geschlecht zugänglich gemacht.

Die ersten Entwürfe für ein Flussbad im Westen der Stadt gingen auf das Jahr 1911 zurück. Diese Entwürfe konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden. Erst als ein
=== Flussrenaturierungen ===
Absturzwehr errichtet wurde, konnte innerhalb des bestehenden Korrektionsprofils ein Schwimmbecken geschaffen werden, ohne dass aufwändige Einbauten erforderlich wurden, die sonst
eventuell den Hochwasserabfluß behindert hätten. Das so entstandene Benckiserbad hatte eine Länge von 130 Meter und eine größte Wassertiefe von 1,88 Meter. Die Gesamtkosten betrugen
rund 215 000 Mark. Weitere 20 000 Mark mussten für das Inventar (Tische, Bänke, Stühle, Badetextilien usw.) aufgebracht werden. Sparsamkeit war deshalb oberstes Gebot. Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2100 m² und befand
sich in städtischem Besitz. Zwischen dem Benckiserwehr und der
Benckiserstraße wurde das für die Verlängerung der Simmlerstraße
vorgesehene Gelände in das Anlagegebiet des Freibades
einbezogen. Der Zugang zum Bad erfolgte von der Schwebelstraße
aus, damit das Bad für Straßenbahnbenutzer leicht von der Haltestelle Westliche Karl-Friedrich-Straße erreicht werden konnte. Am
Eingang des Benckiserbades befand sich ein Kassenhäuschen, in
nördlicher Richtung entlang der Einfriedigung waren eine Einstellhalle für Fahrräder und eine Auskleidehalle für das Sonnenbad
angeordnet. Für dieses Sonnenbad war, nördlich des Werkkanals,
eine Rasen- und Kiesfläche vorgesehen, begrenzt durch die
Schwebel-, Zerrenner- und Benckiserstraße und im Ausmaß von 48
auf 65 Meter. Über dem Werkkanal wurde eine Brausehalle in
einfachem Holzfachwerk mit Bretterschalung erstellt. Diese Halle
erhielt in der Mitte einen Turmaufbau, in den in Höhe von fünf Meter
ein Holzbehälter für die Brausen eingebaut wurde. Durch eine Pumpe
wurde das Wasser direkt aus dem Werkkanal entnommen und in den
Hochbehälter gedrückt. Der Wasserabfluß erfolgte wieder in den
Werkkanal, so dass jede Kanalisation entfallen konnte. Die Technik
der Kläranlage war zu dieser Zeit noch nicht entwickelt.
Erst vier Monate nach Errichtung des Benckiser-Bades hatten Frauen Zutritt. Das Bad wurde so umgestaltet, dass ein „Familienbad“ entstehen konnte. Das Becken für Nichtschwimmer war ein Meter tief,
ansonsten reichte die Wassertiefe bis 1,88 Meter. Den Zugang zu den
Becken vermittelten fünf in die Böschung eingebaute Treppen aus
Sandstein. Die ganze Anlage wurde durch einen zwei Meter hohen
Bretterzaun abgegrenzt. Innerhalb des Bades trugen Sträucher zur
Verschönerung bei (Textauszüge Pforzheimer Kurier vom 04. Juni
1955)
Eingang
Brausehalle mit Turm
Sonnenbad
Aufstau
Trinkwasser
Auskleidehalle für Männer
Auskleidehalle für Kinder
Flußbad
Treppen
Bretterwand als
Abgrenzung,
Begrünung
Enz
Das Benckiser-Flußbad
Wenige Meter westlich der Benckiserbrücke befand sich einst das Benckiserbad, ein Flussbad in der aufgestauten Enz. Als es am 20. Juni 1921, einem Montag, mit sportlichen Veranstaltungen
des 1. Badischen Schwimmclubs Pforzheim eingeweiht wurde, betrug die Wassertemperatur elf Grad Celsius. Kurioserweise war das Benckiserbad zunächst nur als Männer- und Knabenbad
gedacht. Als jedoch die Pforzheimer „Frauenwelt“ heftig protestierte, wurde das Bad auch dem weiblichen Geschlecht zugänglich gemacht.
Die ersten Entwürfe für ein Flussbad im Westen der Stadt gingen auf das Jahr 1911 zurück. Diese Entwürfe konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden. Erst als ein
Absturzwehr errichtet wurde, konnte innerhalb des bestehenden Korrektionsprofils ein Schwimmbecken geschaffen werden, ohne dass aufwändige Einbauten erforderlich wurden, die sonst
eventuell den Hochwasserabfluß behindert hätten. Das so entstandene Benckiserbad hatte eine Länge von 130 Meter und eine größte Wassertiefe von 1,88 Meter. Die Gesamtkosten betrugen
rund 215 000 Mark. Weitere 20 000 Mark mussten für das Inventar (Tische, Bänke, Stühle, Badetextilien usw.) aufgebracht werden. Sparsamkeit war deshalb oberstes Gebot.
Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2100 m² und befand
sich in städtischem Besitz. Zwischen dem Benckiserwehr und der
Benckiserstraße wurde das für die Verlängerung der Simmlerstraße
vorgesehene Gelände in das Anlagegebiet des Freibades
einbezogen. Der Zugang zum Bad erfolgte von der Schwebelstraße
aus, damit das Bad für Straßenbahnbenutzer leicht von der Haltestelle Westliche Karl-Friedrich-Straße erreicht werden konnte. Am
Eingang des Benckiserbades befand sich ein Kassenhäuschen, in
nördlicher Richtung entlang der Einfriedigung waren eine Einstellhalle für Fahrräder und eine Auskleidehalle für das Sonnenbad
angeordnet. Für dieses Sonnenbad war, nördlich des Werkkanals,
eine Rasen- und Kiesfläche vorgesehen, begrenzt durch die
Schwebel-, Zerrenner- und Benckiserstraße und im Ausmaß von 48
auf 65 Meter. Über dem Werkkanal wurde eine Brausehalle in
einfachem Holzfachwerk mit Bretterschalung erstellt. Diese Halle
erhielt in der Mitte einen Turmaufbau, in den in Höhe von fünf Meter
ein Holzbehälter für die Brausen eingebaut wurde. Durch eine Pumpe
wurde das Wasser direkt aus dem Werkkanal entnommen und in den
Hochbehälter gedrückt. Der Wasserabfluß erfolgte wieder in den
Werkkanal, so dass jede Kanalisation entfallen konnte. Die Technik
der Kläranlage war zu dieser Zeit noch nicht entwickelt.
Erst vier Monate nach Errichtung des Benckiser-Bades hatten Frauen Zutritt. Das Bad wurde so umgestaltet, dass ein „Familienbad“ entstehen konnte. Das Becken für Nichtschwimmer war ein Meter tief,
ansonsten reichte die Wassertiefe bis 1,88 Meter. Den Zugang zu den
Becken vermittelten fünf in die Böschung eingebaute Treppen aus
Sandstein. Die ganze Anlage wurde durch einen zwei Meter hohen
Bretterzaun abgegrenzt. Innerhalb des Bades trugen Sträucher zur
Verschönerung bei (Textauszüge Pforzheimer Kurier vom 04. Juni
1955)
Eingang
Brausehalle mit Turm
Sonnenbad
Aufstau
Trinkwasser
Auskleidehalle für Männer
Auskleidehalle für Kinder
Flußbad
Treppen
Bretterwand als
Abgrenzung,
Begrünung
Enz
Das Benckiser-Flußbad
Wenige Meter westlich der Benckiserbrücke befand sich einst das Benckiserbad, ein Flussbad in der aufgestauten Enz. Als es am 20. Juni 1921, einem Montag, mit sportlichen Veranstaltungen
des 1. Badischen Schwimmclubs Pforzheim eingeweiht wurde, betrug die Wassertemperatur elf Grad Celsius. Kurioserweise war das Benckiserbad zunächst nur als Männer- und Knabenbad
gedacht. Als jedoch die Pforzheimer „Frauenwelt“ heftig protestierte, wurde das Bad auch dem weiblichen Geschlecht zugänglich gemacht.
Die ersten Entwürfe für ein Flussbad im Westen der Stadt gingen auf das Jahr 1911 zurück. Diese Entwürfe konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden. Erst als ein
Absturzwehr errichtet wurde, konnte innerhalb des bestehenden Korrektionsprofils ein Schwimmbecken geschaffen werden, ohne dass aufwändige Einbauten erforderlich wurden, die sonst
eventuell den Hochwasserabfluß behindert hätten. Das so entstandene Benckiserbad hatte eine Länge von 130 Meter und eine größte Wassertiefe von 1,88 Meter. Die Gesamtkosten betrugen
rund 215 000 Mark. Weitere 20 000 Mark mussten für das Inventar (Tische, Bänke, Stühle, Badetextilien usw.) aufgebracht werden. Sparsamkeit war deshalb oberstes Gebot.
Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2100 m² und befand
sich in städtischem Besitz. Zwischen dem Benckiserwehr und der
Benckiserstraße wurde das für die Verlängerung der Simmlerstraße
vorgesehene Gelände in das Anlagegebiet des Freibades
einbezogen. Der Zugang zum Bad erfolgte von der Schwebelstraße
aus, damit das Bad für Straßenbahnbenutzer leicht von der Haltestelle Westliche Karl-Friedrich-Straße erreicht werden konnte. Am
Eingang des Benckiserbades befand sich ein Kassenhäuschen, in
nördlicher Richtung entlang der Einfriedigung waren eine Einstellhalle für Fahrräder und eine Auskleidehalle für das Sonnenbad
angeordnet. Für dieses Sonnenbad war, nördlich des Werkkanals,
eine Rasen- und Kiesfläche vorgesehen, begrenzt durch die
Schwebel-, Zerrenner- und Benckiserstraße und im Ausmaß von 48
auf 65 Meter. Über dem Werkkanal wurde eine Brausehalle in
einfachem Holzfachwerk mit Bretterschalung erstellt. Diese Halle
erhielt in der Mitte einen Turmaufbau, in den in Höhe von fünf Meter
ein Holzbehälter für die Brausen eingebaut wurde. Durch eine Pumpe
wurde das Wasser direkt aus dem Werkkanal entnommen und in den
Hochbehälter gedrückt. Der Wasserabfluß erfolgte wieder in den
Werkkanal, so dass jede Kanalisation entfallen konnte. Die Technik
der Kläranlage war zu dieser Zeit noch nicht entwickelt.
Erst vier Monate nach Errichtung des Benckiser-Bades hatten Frauen Zutritt. Das Bad wurde so umgestaltet, dass ein „Familienbad“ entstehen konnte. Das Becken für Nichtschwimmer war ein Meter tief,
ansonsten reichte die Wassertiefe bis 1,88 Meter. Den Zugang zu den
Becken vermittelten fünf in die Böschung eingebaute Treppen aus
Sandstein. Die ganze Anlage wurde durch einen zwei Meter hohen
Bretterzaun abgegrenzt. Innerhalb des Bades trugen Sträucher zur
Verschönerung bei (Textauszüge Pforzheimer Kurier vom 04. Juni


Auftakt für die Renaturierung von Enz und Nagold in Pforzheim bildete die Landesgartenschau 1992 im Bereich zwischen dem
Auftakt für die Renaturierung von Enz und Nagold in Pforzheim bildete die Landesgartenschau 1992 im Bereich zwischen dem
Stadtzentrum und der Autobahn A8 im Osten Pforzheims. Dort wurde die Enz aus einem vor etwa hundert Jahren nach rein
Stadtzentrum und der Autobahn A8 im Osten Pforzheims. Dort wurde die Enz aus einem vor etwa hundert Jahren nach rein
technischen Vorgaben ausgebauten Fluss in einen naturnahen Fluss umgestaltet. Die positiven Effekte ließen die Enz zum Vorbild
technischen Vorgaben ausgebauten Fluss in einen naturnahen Fluss umgestaltet.
2004 wurde im Enz-Abschnitt Fischersteg – Brötzinger Brücke der befestigte Bereich des ehemaligen Benckiserbades (Messplatz) belassen, um an die Zeit dieses Flussbades zu erinnern.
für weitere Flussrenaturierungen werden. Pforzheim ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden und ist immer noch
<gallery>
alljährlich Ziel ausländischer Fachexkursionen. Mit den bis heute durchgeführten Flussrenaturierungen steht Pforzheim an der

Spitze vergleichbarer Großstädte!
Datei:Pforzheim, Benckiser-Flußbad (1921-1945), a.jpg|
Das Bad wurde 1921 eingeweiht und nach
Datei:Pforzheim, Benckiser-Flußbad (1921-1945), b.jpg|
Ende des Zweiten Weltkriegs aufgrund
Datei:Pforzheim, Benckiser-Flußbad (1921-1945), c.jpg|
zunehmender Verschlechterung der
Datei:Pforzheim, Benckiser-Flußbad (1921-1945), d.jpg|
Wasserqualität und der Eröffnung
Datei:Pforzheim, Benckiser-Flußbad (1921-1945), e.jpg|
modernerer Bäder in Pforzheim geschlossen.
</gallery>
Foto links:

Benckiserbad um 1925
== Weblinks ==
Foto rechts:
Badetreiben im Benckiserbad 1940
Die Renaturierung 2005: Der Enz-Abschnitt Fischersteg – Brötzinger Brücke
Ebenso wie bei den vorangegangenen Renaturierungsprojekten wurde auch in diesem Abschnitt der Enz das bewährte Prinzip
gewahrt: Die Fesseln entfernen und den Fluss selbst sein Bett gestalten lassen. Nur im Bereich oberhalb des Fischerstegs musste
umfassender umgestaltet werden. Vor der Umsetzung der Renaturierung befand sich unmittelbar oberhalb des Fischerstegs ein
Absturz. Durch die Renaturierung sollte die Durchgängigkeit des Flussbettes für Fische und Kleinlebewesen weiter verbessert
werden, indem der Absturz auf gesamter Länge in eine sogenannte „raue Rampe“ aus ortstypischen Natursteinen umgestaltet
wurde. Fische finden jetzt über diese Rampe ganzjährig problemlos – selbst bei Niedrigwasserstand - ihren Weg! So kann sich hier
zukünftig ein interessanter naturnaher Flussbereich entwickeln!
Absturz oberhalb des Fischerstegs vor der Umgestaltung im Mai
2005. Die Durchgängigkeit für Fische ist allenfalls am linken Ufer
gegeben. Bei Niedrigwasser bestand aber weitgehend keine
Durchgängigkeit.
Nach der Umgestaltung im Juni 2005: Anstelle des nicht-durchgängigen Absturzes wurde eine ökologisch durchgängige raue
Rampe geschaffen, die auch bei Niedrigwasser für Fische
überwindbar ist!
Text: Bauer; Bilder: Stadtarchiv Pforzheim (Benckiserbad), Bauer (sonstige)
Nagoldrenaturierungen
Enzrenaturierungen
LGS-Renaturierung
Fischersteg bis Benckiserbrücke
Brötzinger Brücke bis Fischersteg
Flussrenaturierung: Stand 2005 In Pforzheim folgten nach einer Pause von mehreren Jahren, in
denen man die Entwicklung der Enz aufmerksam beobachtete,
weitere Renaturierungsprojekte: Die Nagold zwischen Wachtelsteg und Werderbrücke (2001), die Nagold zwischen Werderbrücke und Kallhardtbrücke (2002), die Enz zwischen Altstädter
Brücke und Inselsteg (2003) und die Enz zwischen Benckiserbrücke und Fischersteg (2004). Alle Projekte wurden entsprechend den Erkenntnissen aus der Landesgartenschau gestaltet: Im Abschnitt des Jahres 2004 wurde einzig der befestigte
Bereich des ehemaligen Benckiserbades (Messplatz) belassen,
um an die Zeit dieses Flussbades zu erinnern. Das Flussbad wurde ermöglicht durch Aufstau der Enz oberhalb der Benckiserbrücke. Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2.100 m²,
der Badeabschnitt in der Enz hatte eine Länge von 130 m. Im
Bereich des heutigen Messplatzes befand sich ein „Sonnenbad“
mit Rasen- und Kiesflächen.
* https://www.pforzheim.de/fileadmin/user_upload/umwelt/naturschutz/Flussbad.pdf
* https://www.pforzheim.de/fileadmin/user_upload/umwelt/naturschutz/Flussbad.pdf
* https://di0pda1wg490s.cloudfront.net/fileadmin/user_upload/umwelt/naturschutz/uwk_glossar/flussrenat_03_2006.pdf
* https://di0pda1wg490s.cloudfront.net/fileadmin/user_upload/umwelt/naturschutz/uwk_glossar/flussrenat_03_2006.pdf

[[Kategorie:Bad]]
[[Kategorie:Bad]]
[[Kategorie:Pforzheim]]
[[Kategorie:Bauwerk (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk]]

Aktuelle Version vom 15. Mai 2020, 23:54 Uhr

Benckiser-Flussbad in Pforzheim

Das Benckiserbad war ein öffentliches Schwimmbad in Pforzheim. Es wurde am 20. Juni 1921 eröffnet. Mit der Eröffnung des Nagoldfreibades gingen die Besucherzahlen zurück, mit der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Bad komplett geschlossen.

Lage und Umgebung

Das 130 Meter lange Schwimmbecken befand sich auf einem Gelände mit einer Gesamtfläche von circa 2.100 m² zwischen dem Benckiserwehr und der Benckiserstraße. In das Badegelände wurde auch das für die Erweiterung der Simmlerstraße vorgesehene Gelände mit einbezogen. Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2100 m² und befand sich in städtischem Besitz. Zwischen dem Benckiserwehr und der Benckiserstraße wurde das für die Verlängerung der Simmlerstraße vorgesehene Gelände in das Anlagegebiet des Freibades einbezogen. Das Benckiser-Flussbad befand sich wenige Meter westlich der Benckiserbrücke. Es war ein Flussbad in der aufgestauten Enz.

Beschreibung

Das Benckiserbad hatte eine Länge von 130 Meter und eine größte Wassertiefe von 1,88 Meter. Der Zugang zum Bad erfolgte von der Schwebelstraße aus, damit das Bad für Straßenbahnbenutzer leicht von der Haltestelle Westliche Karl-Friedrich-Straße erreicht werden konnte. Am Eingang des Benckiserbades befand sich ein Kassenhäuschen, in nördlicher Richtung entlang der Einfriedigung waren eine Einstellhalle für Fahrräder und eine Auskleidehalle für das Sonnenbad angeordnet. Für dieses Sonnenbad war, nördlich des Werkkanals, eine Rasen- und Kiesfläche vorgesehen, begrenzt durch die Schwebel-, Zerrenner- und Benckiserstraße und im Ausmaß von 48 auf 65 Meter. Über dem Werkkanal wurde eine Brausehalle in einfachem Holzfachwerk mit Bretterschalung erstellt. Diese Halle erhielt in der Mitte einen Turmaufbau, in den in Höhe von fünf Meter ein Holzbehälter für die Brausen eingebaut wurde. Durch eine Pumpe wurde das Wasser direkt aus dem Werkkanal entnommen und in den Hochbehälter gedrückt. Der Wasserabfluß erfolgte wieder in den Werkkanal, so dass jede Kanalisation entfallen konnte. Die Technik der Kläranlage war zu dieser Zeit noch nicht entwickelt. Das Becken für Nichtschwimmer war ein Meter tief, ansonsten reichte die Wassertiefe bis 1,88 Meter. Den Zugang zu den Becken vermittelten fünf in die Böschung eingebaute Treppen aus Sandstein. Die ganze Anlage wurde durch einen zwei Meter hohen Bretterzaun abgegrenzt. Innerhalb des Bades trugen Sträucher zur Verschönerung bei Das Flussbad wurde ermöglicht durch Aufstau der Enz oberhalb der Benckiserbrücke. Das Badegelände hatte eine Gesamtfläche von 2.100 m², der Badeabschnitt in der Enz hatte eine Länge von 130 m. Im Bereich des heutigen Messplatzes befand sich ein „Sonnenbad“ mit Rasen- und Kiesflächen. (Textauszüge Pforzheimer Kurier vom 04. Juni 1955)

Geschichte

Baugeschichte

Die ersten Entwürfe für ein Flussbad im Westen der Stadt gingen auf das Jahr 1911 zurück. Diese Entwürfe konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden.

Erst als ein Absturzwehr errichtet wurde, konnte innerhalb des bestehenden Korrektionsprofils ein Schwimmbecken geschaffen werden, ohne dass aufwändige Einbauten erforderlich wurden, die sonst eventuell den Hochwasserabfluß behindert hätten. Als es am 20. Juni 1921, einem Montag, mit sportlichen Veranstaltungen des 1. Badischen Schwimmclubs Pforzheim eingeweiht wurde, betrug die Wassertemperatur elf Grad Celsius. Kurioserweise war das Benckiserbad zunächst nur als Männer- und Knabenbad gedacht. Als jedoch die Pforzheimer „Frauenwelt“ heftig protestierte, wurde das Bad auch dem weiblichen Geschlecht zugänglich gemacht. Die Gesamtkosten betrugen rund 215 000 Mark. Weitere 20 000 Mark mussten für das Inventar (Tische, Bänke, Stühle, Badetextilien usw.) aufgebracht werden. Sparsamkeit war deshalb oberstes Gebot. Erst vier Monate nach Errichtung des Benckiser-Bades hatten Frauen Zutritt. Das Bad wurde so umgestaltet, dass ein „Familienbad“ entstehen konnte.

Flussrenaturierungen

Auftakt für die Renaturierung von Enz und Nagold in Pforzheim bildete die Landesgartenschau 1992 im Bereich zwischen dem Stadtzentrum und der Autobahn A8 im Osten Pforzheims. Dort wurde die Enz aus einem vor etwa hundert Jahren nach rein technischen Vorgaben ausgebauten Fluss in einen naturnahen Fluss umgestaltet. 2004 wurde im Enz-Abschnitt Fischersteg – Brötzinger Brücke der befestigte Bereich des ehemaligen Benckiserbades (Messplatz) belassen, um an die Zeit dieses Flussbades zu erinnern.

Weblinks